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Das Leben nach der Operation

Sie haben es geschafft. Die Operation ist überstanden und es beginnt für Sie zwar kein neues, aber ein anderes Leben. 

Vor der Operation haben Sie bereits trainiert, anders zu essen und damit Ihr Essverhalten versucht umzustellen. Dies ist Ihnen unterschiedlich gut gelungen.

Jetzt sind mehrere Dinge wichtig:

Zunächst müssen Sie sich sagen, dass Sie etwas für Sie ganz Wesentliches erreicht haben. Darauf sollen Sie richtig stolz sein und sich jeden Tag darüber freuen. Es soll eine positive Grundstimmung bei Ihnen Einzug halten und dazu müssen Sie sich jeden Tag diese Tatsache bewusst machen.

Sie müssen zunächst etwa 3 Wochen lang konsequent eine Flüssigphase einhalten. Dies ist wichtig, da vor allem in der postoperativen Frühphase die Möglichkeit von ernsten Komplikationen erhöht ist. Auch später können und dürfen Sie nicht mehr so viel essen und trinken wie vorher. Der Magen würde wie ein Gummiball, der aufgepumpt wird, wieder an Volumen zunehmen und Ihr Gewicht entsprechend auch.

Durch die Operation ist die Aufnahme der Nährstoffe verändert worden. Es werden weniger Fett und Kohlenhydrate als Energieträger aufgenommen als vorher. Allerdings ist auch die Aufnahme von Eiweiß, Vitaminen und anderen für Ihren Körper lebenswichtigen Substanzen reduziert. Diese müssen lebenslang substituiert werden. 

Damit Sie dies alles gut bewältigen, haben Sie bereits vor der Operation mit Ihrer Ernährungstherapeutin alles besprochen und geübt. Außerdem wird die Ernährungstherapie auch nach der Operation weiter durchgeführt. 

Gleiches gilt für die körperliche Bewegung. Hier ist entscheidend, dass Sie den begonnen Muskelaufbau weiter pflegen. Nur Ihre Muskulatur ist in der Lage, in größerem Maß die Energie, die Sie durch die Nahrung aufnehmen, auch wieder zu verbrennen. Je besser Ihre Muskulatur ausgebildet ist und je häufiger sie benutzt und trainiert wird, desto besser ist die Gewichtskontrolle möglich. Sie sollten sich unbedingt regelmäßig sportlich betätigen. Suchen Sie sich eine Sportart aus, die Ihnen auch Spaß macht und die Ihren Fähigkeiten entspricht. Damit stärken Sie Ihre Motivation und vermeiden Frustrationen.

Für viele Patienten ist all dies nicht einfach, denn die Operation hat damit erheblichen Einfluss auf Ihr ganzes Leben. Hier ist es unserer Meinung nach wichtig für Sie, dass Sie dies auch mit Leidensgenossinnen und Leidensgenossen besprechen können. Deswegen empfehlen wir die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe.