Ursachen, Symptome und moderne Operationsverfahren im Blickpunkt
Auf großes Interesse stieß eine Informationsveranstaltung rund um das Thema minimalinvasiver und schonender Ersatz des Hüftgelenks vergangenen Woche in den Dill-Kliniken in Dillenburg.
Pressemitteilung
03.03.2026
Dillenburg
Vor rund 80 Besuchern gestaltete das Team um Priv.-Doz. Dr. René Burchard, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, den Nachmittag mit kompakten und praxisnahen Impulsvorträgen. Der Veranstaltungsraum war bis auf den letzten Platz gefüllt. „Das ist ein deutliches Zeichen für den hohen Informationsbedarf rund um das Thema Hüftgesundheit“, so der Chefarzt.
Das Team um Dr. Burchard gestaltete den Nachmittag mit anschaulichen und praxisnahen Fachvorträgen. Ziel war es, medizinische Zusammenhänge verständlich zu erklären und Betroffenen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für mögliche Therapieoptionen zu bieten.
Zu Beginn erläuterten die Oberärzte gemeinsam mit Chefarzt Dr. Burchard ausführlich das Krankheitsbild der Hüftarthrose. Dabei gingen sie insbesondere auf die vielfältigen Ursachen ein: Neben altersbedingtem Gelenkverschleiß können angeborene Fehlstellungen wie eine Hüftdysplasie, frühere Verletzungen, Entzündungen des Gelenks, Stoffwechselerkrankungen oder auch starke berufliche beziehungsweise sportliche Belastungen eine Arthrose begünstigen. Ebenso spielt Übergewicht eine wesentliche Rolle, da es das Hüftgelenk dauerhaft mechanisch belastet. Typische Symptome seien zunächst belastungsabhängige Schmerzen in der Leiste oder im Gesäßbereich, die häufig bis in den Oberschenkel oder das Knie ausstrahlen. Im weiteren Verlauf komme es oft zu morgendlicher Steifigkeit, eingeschränkter Beweglichkeit und zunehmenden Ruheschmerzen. „Viele Betroffene berichten, dass alltägliche Aktivitäten wie das Anziehen von Schuhen oder das Treppensteigen zunehmend schwerfallen“, erklärte Matthias Lany, Oberarzt der Abteilung. „Spätestens, wenn die Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist, sollte eine fachärztliche Abklärung erfolgen.“
Neben konservativen Behandlungsmöglichkeiten wie Physiotherapie, gezieltem Muskelaufbau, Schmerztherapie, Gewichtsreduktion oder gelenkerhaltenden Maßnahmen wurde insbesondere auf die Indikationen für einen operativen Eingriff eingegangen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen anschließend die verschiedenen Techniken des Hüftgelenksersatzes. Neben bewährten Operationsverfahren präsentierten die Referenten auch moderne minimalinvasive Methoden wie die AMIS-Technik. Dieses besonders schonende Verfahren ermöglicht das Einsetzen des künstlichen Hüftgelenks über einen muskelsparenden Zugang, wodurch umliegende Strukturen bestmöglich geschont werden. “Für viele Patienten bedeutet dies eine schnellere Mobilisation, weniger postoperative Schmerzen und eine zügigere Rückkehr in den Alltag”, erläuterte der leitende Oberarzt Dr. Abutayeh.
Darüber hinaus informierte das Ärzteteam über unterschiedliche Implantatsysteme und individuell angepasste Versorgungsstrategien. Die Wahl des Implantats werde stets auf Alter, Knochenqualität, Begleiterkrankungen sowie den persönlichen Aktivitätsanspruch abgestimmt. Ziel sei es, eine langfristige Stabilität sowie eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen. „Neuste Studien verheißen bei modernen künstlichen Hüftgelenken eine 90% Haltbarkeit auch noch nach 25-30 Jahren“ fügte Chefarzt Rene Burchard an.
Auch die Aspekte der Patientensicherheit wurden thematisiert. Oberarzt Azar Garayev erläuterte die hohen medizinischen Qualitätsstandards, strukturierten Abläufe und bewährten Maßnahmen, mit denen Eingriffe in den Dill-Kliniken vorbereitet und durchgeführt werden - quasi wie in der Luftfahrt.
Im Anschluss an die Vorträge nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen. Die rege Beteiligung zeigte das große Interesse und den Wunsch nach persönlichem Austausch - ganz im Sinne des Veranstaltungsmottos „Was Sie schon immer über künstliche Hüftgelenke wissen wollten!“
„Dass nahezu jeder Stuhl besetzt war, freut uns sehr und bestätigt das große Vertrauen in unsere Arbeit“, resümierte Chefarzt PD Dr. Burchard zufrieden. „Unser Anliegen ist es, Patienten nicht nur operativ bestmöglich zu versorgen, sondern sie auch transparent und verständlich zu informieren. Wer die Hintergründe seiner Erkrankung kennt, kann Therapieentscheidungen deutlich sicherer treffen.“