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30.06.2017

Kreiskrankenhaus Weilburg und Lahn-Dill-Kliniken prüfen Zusammenarbeit

Ziel: Kommunale Trägerschaft erhalten


Der Letter of Intent ist unterschrieben (v.l.n.r.) Peter Schermuly, Geschäftsführer Kreiskrankenhaus Weilburg, Richard Kreutzer, Geschäftsführer Lahn-Dill-Kliniken, Wolfgang Schuster, Landrat Lahn-Dill-Kreis, Manfred Michel, Landrat Kreis Limburg-Weilburg

Handshake zwischen Wolfgang Schuster, Landrat Lahn-Dill-Kreis und Manfred Michel, Landrat Kreis Limburg-Weilburg

Weilburg/Wetzlar, 30. Juni 2017 – Kommunale Krankenhäuser sind der Eckpfeiler der Krankenhausversorgung. Sie stellen rund um die Uhr flächendeckend und wohnortnah hochwertige Leistungen innerhalb der stationären und ambulanten Versorgung sicher. Damit die Bürgerinnen und Bürger des Lahn-Dill-Kreises und des Kreises Limburg-Weilburg weiterhin von einer qualitativ guten medizinischen Versorgung kommunaler Krankenhäuser profitieren, prüfen das Kreiskrankenhaus Weilburg und die Lahn-Dill-Kliniken jetzt die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit. Denkbar wäre zum Beispiel eine Beteiligung der Lahn-Dill-Kliniken GmbH an der Kreiskrankenhaus Weilburg gGmbH.

„Unser Ziel ist die Sicherstellung der kommunalen Trägerschaft“, sagte Manfred Michel, Landrat des Kreises Limburg-Weilburg. „Durch eine Zusammenarbeit mit den Lahn-Dill-Kliniken können wir den Klinikstandort stärken und auch weiterhin ein zukunftsfähiges und qualitativ hochwertiges Versorgungsangebot für unsere Patienten sicherstellen.“

Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft sind verpflichtet, eine bedarfsnotwendige Versorgung mit Krankenhausleistungen sicherzustellen. Der Sicherstellungsauftrag regelt die stationäre medizinische Versorgung durch die Kommunen. „Unsere Krankenhäuser übernehmen mittlerweile aber auch verstärkt die ambulante Versorgung der Patienten. Ich gehe davon aus, dass dieser Trend anhält beziehungsweise weiter zunehmen wird“, erklärte Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises. „Im Sinne der Bewohner unserer Landkreise müssen wir alles daran setzen, unsere Krankenhäuser in kommunaler Hand zu halten. Nur so können wir ein flächendeckendes gutes medizinisches Versorgungsnetzwerk aufrechterhalten.“

Beide Landräte verdeutlichten, dass es seit Jahren eine enge, vertrauensvolle und erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit der beiden Landkreise gibt. Unter anderem würde man bei folgenden Projekten zusammenarbeiten: beim Geopark Westerwald-Lahn-Taunus, bei der Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill- Weil, beim WLAN-Projekt Mittelhessen und beim flächendeckenden Ausbau der Breitbandverbindung. Es wäre ein folgerichtiger Schritt, eine weitere Zusammenarbeit innerhalb der medizinischen Versorgung anzustreben. „Beide Kliniken haben einen guten Ruf in der jeweiligen Region, darauf lässt sich wunderbar aufbauen“, so Manfred Michel.

Wie genau die Zusammenarbeit aussehen kann, werde in den in kommenden Wochen eingehend geprüft. In ersten Gesprächen wurden aber bereits Synergieeffekte definiert. „So stellt beispielsweise die Harmonisierung der IT-Bereiche eine wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit dar. Auch wird für das Weilburger Krankenhaus der Ausbau der Telemedizin für die Zukunft eine wichtige Rolle spielen“, so Peter Schermuly, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Weilburg. „Parallel klären wir rechtliche, wirtschaftliche und organisatorische Voraussetzungen. In einem sind wir uns aber bereits einig: Falls wir uns dazu entscheiden enger zusammenzuarbeiten, wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben“, ergänzte Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken.