In ihrer Begrüßungsrede unterstrichen Katja Streckbein und Tobias Gottschalk die zentrale Bedeutung der Anästhesie für die Sicherheit, Funktionsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung des gesamten Krankenhausbetriebs. Neben seiner herausragenden fachlichen Qualifikation gaben vor allem die zugewandte, pragmatische Art und die Kommunikationsstärke von Priv.-Doz. Dr. Schick den Ausschlag für die Besetzung. Für seine Aufgaben in Wetzlar könne der neue Chefarzt auf ein erfahrenes und hochkompetentes Team bauen.

Priv.-Doz. Dr. Volker Schick studierte Humanmedizin in Bonn, wo er 2008 promovierte. 2016 schloss er zudem den Master of Health Management an der Apollon Hochschule Bremen ab, gefolgt von der Habilitation an der Universität zu Köln im Jahr 2023 zum peri- und postoperativen Atemwegsmanagement.

Seine klinische Laufbahn führte ihn ab 2009 an die Universitätsklinik Köln, wo er zunächst als Assistenz-, Fach- und Funktionsoberarzt tätig war. Ab 2016 leitete er dort als Oberarzt unter anderem den Bereich der Mund-, Kiefer- und plastischen Gesichtschirurgie. Seit 2022 verantwortete er dort als Geschäftsführender Oberarzt für Personal und Forschung auch die strategische Weiterentwicklung der Klinik. 

Zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten von Priv.-Doz. Dr. Volker Schick gehören das peri- und postoperative Atemwegsmanagement, die Risikostratifizierung in der Intensivmedizin sowie der Einfluss der vaskulären Endothelfunktion als perioperativer Risikomarker.

Prof. Dr. Andrea Steinbicker, Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Uniklinik Köln, beschrieb Priv.-Doz. Dr. Schick in ihrer Rede als absolut verlässliche und vorausschauende Führungskraft. Die vielfältigen Aufgaben eines Chefarztes verglich sie sinnbildlich mit einem Blumenstrauß, dessen verbindendes Band das hochkompetente Team vor Ort in Wetzlar bildet.

Der Ärztliche Direktor des Klinikums Wetzlar/Braunfels, Priv.-Doz. Dr. Erich Lotterer, hieß den neuen Chefarzt im Namen der Ärzteschaft willkommen. Er betonte die Verantwortung der Position sowie die damit verbundenen Chancen für das gesamte Haus und hob zudem das enge Zusammenspiel aus ärztlicher Verantwortung und tiefem Patientenvertrauen hervor. 

In seiner Antrittsrede definierte Priv.-Doz. Dr. Volker Schick drei wesentliche Überzeugungen für seine zukünftige Arbeit. Er betonte, dass Versorgungsqualität durch Antizipation, strukturierte Planung und evidenzbasierte Entscheidungen entstehe. Zudem hob er die Teamkommunikation und eine offene Feedbackkultur als relevanten Sicherheitsfaktor zur Vermeidung von Fehlern hervor. Als dritten Kernpunkt nannte er die Mitarbeiterförderung und die Schaffung eines attraktiven Arbeitsumfeldes als zentrale Führungsaufgaben, bevor er sich bei seinem Vorgänger, Prof. Dr. Jörg Engel, für das hervorragend aufgestellte Team bedankte.

Den Schlusspunkt setzte Landrat Carsten Braun als Vorsitzender des Aufsichtsrats. Er hieß den neuen Chefarzt im Namen der Gremien herzlich willkommen.

v.l. Bei der Einführungsveranstaltung des neuen Chefarztes: Carsten Braun (Landrat und Vorsitzender des Aufsichtsrats), Prof. Dr. Andrea Steinbicker (Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Uniklinik Köln), Priv.-Doz. Dr. med. Volker Schick ( Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin), Katja Streckbein und Tobias Gottschalk (Geschäftsführung), Priv.-Doz. Dr Erich Lotterer (Ärztliche Direktor des Klinikums Wetzlar/Braunfels) und Frank Inderthal (Erster Kreisbeigeordneter)