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Linearbeschleuniger

Ein Linearbeschleuniger oder Linac (von engl. Linear Accelerator) ist ein Teilchenbeschleuniger zur Erzeugung energiereicher ionisierender Strahlung. Mit ihm können elektrisch geladene Teilchen (z. B. Elektronen) auf gerader Bahn sehr stark beschleunigt werden. Diese Elektronen werden nach der Beschleunigung entweder direkt zur Bestrahlung des Tumors verwendet (Elektronenstrahlung) oder technisch in eine sogenannte Photonenstrahlung (elektromagnetische Wellenstrahlung) umgewandelt. Elektronenstrahlung erzeugt im Patientengewebe scharf begrenzte Strahlenfelder von definierter (aber begrenzter) Tiefe. Im Gegensatz dazu lassen sich mit Photonenstrahlung auch tiefer liegende Tumore sicher bestrahlen. 

Der Linearbeschleuniger ist drehbar gelagert so dass mit dem ebenfalls drehbaren Strahlerkopf und dem beweglichen Patientenlagerungstisch Tumore in allen Körperregionen bestrahlt werden können. 

Für den seltenen Fall eines Geräteausfalls (Defekt oder Wartung) ist durch die Baugleichheit der Geräte gewährleistet, dass die Bestrahlung ohne Unterbrechung am jeweils anderen Gerät fortgesetzt werden kann.

Der Strahlerkopf enthält als wesentlichen Bestandteil den Multi-Leaf-Kollimator (MLC). Mit ihm wird die Tumorkontur, ähnlich einer Schablone, in den einzelnen Bestrahlungsfeldern erfasst.

Der MLC besteht aus 120 einzeln ansteuerbaren Wolfram-Lamellen. Die Lamellen haben eine Dicke von 5 mm bis 10 mm. Mit ihnen können nahezu beliebige Tumorkonturen genau und reproduzierbar nachgebildet werden. Kommt eine IMRT-Technik für die Bestrahlung zum Einsatz lassen sich die Leafs unter Bestrahlung kontrolliert verfahren um so eine Modulation der Bestrahlungsintensität zu erzielen. 

Hier finden Sie weitere Informationen zur Ausstattung der Strahlentherapie / Radioonkologie