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Palliativmedizin

Das Wort „Palliativ“ leitet sich von den lateinischen Wörtern pallium (Mantel) und palliare (beschützen) ab. In der Palliativmedizin geht es um die Versorgung von Menschen mit einer schweren Erkrankung, die sich in ihrer letzten Lebensphase befinden. Durch die palliativmedizinische Therapie sollen die Patienten in dieser Phase einen beschützten Raum finden, in dem alles Platz hat, was ihnen wichtig ist.

Für jeden Patienten wird  ein an seine individuellen Bedürfnissen angepasstes Behandlungskonzept erstellt. Hier ist neben einer Behandlung körperlicher Symptome (zum Beispiel Schmerzen, Probleme bei der Nahrungsaufnahme, Schwäche) auch die Wahrnehmung weiterer Probleme und Fragen psychosozialer, religiöser und spiritueller Art von Bedeutung.

Ziel der palliativmedizinischen Behandlungen ist es, den Patienten nach Hause oder in eine Pflegeeinrichtung bzw. in das Hospiz Haus Emmaus zu entlassen.

Die Patienten und ihre Angehörigen werden umfassend über weitere Versorgungsmöglichkeiten informiert und wir unterstützen sie bei der Organisation.

Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, bedarf es eines Teams aus verschiedenen Mitarbeitern, die wiederum aus verschiedenen Fachbereichen kommen, damit jeder Patient die für ihn individuell angepasste Therapie erhält.

Station

Die Palliativstation verfügt über sieben Einzelzimmer, die bei Bedarf oder auf Wunsch der Patienten auch doppelt belegt werden können. Eine Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige kann problemlos eingerichtet werden. Die Zimmer sind wohnlich gestaltet und es steht ein Aufenthaltsraum / Wohnzimmer für Patienten und Angehörige zur Verfügung. Die Therapiekosten für die palliativmedizinische Therapie werden komplett wie bei anderen Krankenhausaufenthalten auch von der Krankenkasse übernommen.

Kontakt: Palliativstation 9C, Tel. 06441/ 79-2785 Funktionsoberärztin Dorothee Rink

Therapieangebote

Psychoonkologische Betreuung

Mit der Diagnose Krebs nimmt das Leben eines jeden Betroffenen eine unwillkürliche Wende. Die Menschen werden nachdenklicher, wirken introvertiert und nabeln sich oftmals von ihrem vertrauten Umfeld ab. Wir bieten ihnen die Möglichkeit in Gesprächen mit geschultem Personal über die Dinge zu reden, welche ihnen Sorgen bereiten.

Terminvergabe Tel. 06441 79 - 2261

Kontakt

Akupunktur

Physikalische Therapie

Gestaltungstherapie

Seelsorgerische Betreuung

Aromatherapie

Ambulanter Hospizdienst

Schmerztherapie

Aufnahme / Entlassung

Aufnahme

Die Aufnahme auf die Palliativstation erfolgt entweder als Verlegung aus unserem Haus oder nach Rücksprache mit dem Hausarzt von Zuhause oder aus einer anderen Klinik.

Es wird ein Termin vereinbart und der Patient auf die Station aufgenommen.

Sollte es sich um eine sehr dringliche Aufnahme handeln, ist je nach Bettenkapazität auch eine Aufnahme auf die Palliativstation nachts und am Wochenende möglich. Hierzu erfolgt die Vorstellung des Patienten über die Notaufnahme und dann Aufnahme auf die Palliativstation.

Entlassung
Ziel der Palliativtherapie ist es, den Patienten nach Lösung der Probleme, die zur Aufnahme geführt haben, wieder zu entlassen.

Je nach Situation ist eine Entlassung nach Hause möglich, ggf. auch mit Unterstützung der SAPV.

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit einer Verlegung in das Hospiz Haus Emmaus oder eine andere Pflegeeinrichtung. Hier besteht eine enge Verzahnung mit den entsprechenden Einrichtungen, so dass ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist. Vor der Entlassung werden alle notwendigen Schritte eingeleitet (wie z. B. Hilfsmittel bestellen, einen Pflegedienst einrichten, usw.).

Leitbild

Präambel

Dieses Leitbild wurde durch Mitglieder der Arbeitsgruppe „Palliativkonzept“ der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin entwickelt und gilt für unsere Palliativstation. Es steht im Bezug zum Leitbild der Lahn-Dill-Kiniken GmbH und stellt die speziellen Inhalte der Palliativcare differenziert dar.

Leitgedanken

Wir verstehen unsere Palliativstation als Ort zum Leben, an dem das Sterben zugelassen wird, wenn die Zeit dafür gekommen ist.
Im Mittelpunkt unseres Strebens stehen Symptomlinderung, Schmerzstillung, Erhalt der vorhandenen Lebensqualität und Vermeidung von Ängsten bei Patienten, Angehörigen und Bezugspersonen. Sie erfahren Unterstützung und gute Vorbereitung bei der Entlassung nach Hause oder in weiterversorgenden Einrichtungen.
Jeder Mensch erhält dabei die gleiche respektvolle Zuwendung, unabhängig von seinem Glauben, seiner Weltanschauung, seinem Alter, seinem Geschlecht und seiner Herkunft.
Wir arbeiten im interdisziplinären Team zusammen mit spezialisierten Ärzten, Fachpflegekräften, Psychotherapeuten, Mitarbeitern des Case Managements (Sozialdienst), Seelsorgern, Physiotherapeuten und ehrenamtlichen Helfern.

SAPV

SAPV

Um eine Versorgung schwerkranker Patienten im häuslichen Umfeld zu gewährleisten, ohne dass immer wieder eine Krankenhauseinweisung notwendig ist, wurde die spezialisierte ambulante Palliativversorgung eingerichtet. Hier können Patienten im ambulanten Umfeld zu Hause oder in einer stationären Pflegeeinrichtung versorgt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier: Palliative Care Team Lahn-Dill

Ansprechpartner: Steffen Trettin (Tel. 06441 79-2270)

Spenden

Unterstützen Sie uns

Die Kosten für die Palliativbehandlung werden komplett von der Krankenkasse übernommen. Wir freuen uns über jede Spende, die uns die Möglichkeit gibt, die Räumlichkeiten schöner zu gestalten und unseren Patienten zusätzliche Hilfsmittel oder weitere Angebote zur Verfügung zu stellen.

Unsere Bankverbindung:

Lahn-Dill-Kliniken
Sparkasse Wetzlar
DE 48 515 500 35 00 100 02 004
BIC: HELADEF1WET

Bitte als Verwendungszweck angeben: Palliativstation /  Nr. 374 555

Herzlichen Dank!