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Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin

In den Lahn-Dill-Kliniken ist die Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin standortübergreifend in einem Zentrum organisiert. Das Zentrum für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin steht unter der Gesamtleitung von Professor Dr. Jörg Engel.

Die anästhesiologische Klinik Wetzlar betreut ca. 12.500 Patienten pro Jahr. Das Ärzteteam besteht aus über 28 Ärzten, 50 Prozent Fachärzte für Anästhesie und Anästhesiologische Intensivmedizin. Etwa die Hälfte hat die Qualifikation für zusätzliche medizinische Schwerpunkte wie Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin, Schmerztherapie sowie die Notfallmedizin.

So ist die Klinik in der Lage, die vier Säulen der Anästhesiologie, die Anästhesie, die (post)operative Intensivmedizin, die perioperative (und posttraumatische) Schmerztherapie, sowie die Notfallmedizin und damit das Rettungswesen qualifiziert abzudecken. 

50 qualifizierte Pflegekräfte in der Anästhesie und der Intensivmedizin sind eine unentbehrliche Hilfe, um diese Leistungen zu erbringen.

Anästhesiologie

Während einer Narkose befindet sich der Patient in einem Zustand aus Schmerzfreiheit, Schlaf, Reflexdämpfung und Muskelentspannung- ausgelöst durch Narkose-, Schmerz- und Arzneimittel. Die meisten Narkosemittel werden direkt in die Blutbahn injiziert, andere werden als Gase oder Dämpfe über die Atemwege zugeführt. Während des Eingriffs werden alle lebenswichtigen Funktionen des Patienten (Vitalfunktionen) im Rahmen der Narkose gestützt und behandelt. Moderne Überwachungsgeräte geben Auskunft über die Regelmäßigkeit von Herzschlag und Atmung, die Höhe des Blutdrucks oder den Erfolg der Beatmung. All diese Informationen verdichten sich für den Anästhesisten zu einem Gesamtbild, das es ihm ermöglicht, die Narkosemittel individuell zu dosieren und so den ihm anvertrauten Patienten sicher durch die Operation zu geleiten. Jede Narkose ist "maßgeschneidert"!

Die Regionalanästhesie stellt eine Sonderform der Anästhesie dar. Im Unterschied zur Narkose wird durch unterschiedliche Verfahren eine örtlich begrenzte Betäubung herbeigeführt. Hierbei wird zum Beispiel örtliches Betäubungsmittel in den Wirbelkanal injiziert, um die Nerven, die das Rückenmark verlassen, zu betäuben. Andere Regionalanästhesien führen durch Blockade der jeweiligen schmerzleitenden Nerven zur Betäubung eines Armes, einer Hand, eines Beines oder eines Fußes.

Während der Operation kann der Patient Medikamente erhalten, die ihn beruhigen oder in einen leichten Schlaf versetzen.

Intensivmedizin

Schwerkranke Patienten; oder auch Patienten nach länger dauernden oder ausgedehnten Eingriffen benötigen nach der Operation häufig eine besondere Behandlung und Überwachung. Für diese Patienten steht eine neue 18 Betten umfassende Operative Intensivstation zur Verfügung.

Mit modernster Technik können hier schwerkranke Patienten behandelt werden. Während Patienten mit schwersten Organfunktionsstörungen meistens in einem narkoseähnlichen Schlaf gehalten werden, benötigen Patienten, die sich schon teilweise erholt haben, menschliche Zuwendung und viel Einfühlungsvermögen. Deshalb freuen wir uns über Besuche von Angehörigen, die ganz wesentlich zur Genesung beitragen können. Dies gilt insbesondere für Patienten, die nicht wegen der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Behandlung aufgenommen werden, sondern nur einer intensiven Überwachung und Beobachtung bedürfen. 

Notfallmedizin

Die Abteilung organisiert und stellt die ärztliche Besetzung des notärztlichen Rettungsdienstes (NEF) am Standort Wetzlar. Um den Einsatz rund um die Uhr zu garantieren, sind Notärzte aus anderen Fachrichtungen des Klinikums sowie niedergelassene Kollegen eingebunden. Insgesamt werden für etwa 3.000 Notarzteinsätze im Jahr die rettungsmedizinischen Voraussetzungen geschaffen.

Schmerztherapie

Starke perioperative (und posttraumatische) Schmerzzustände werden täglich von der anästhesiologischen Klinik mit den besonderen Methoden des Fachgebietes behandelt.

Zum Einsatz kommen einfache und sehr stark wirkende Schmerzmittel, sowie dauerhaft Blockaden schmerzleitender Nerven mit sogenannten Kathetertechniken. Für beide Methoden stehen Medikamentenpumpen zur Verfügung, die der Patient selbst steuern kann, um so die benötigte Medikamentenmenge selbst an seinen persönlichen Bedarf anzupassen.