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Zentrum für Atmungsstörungen

Zu unserem Zentrum für Atmungsstörungen gehören eine Weaningstation für langzeitbeatmete Patienten und ein Schlaflabor. Im Hause befindet sich zudem ein Schlaf-Atem-Zentrum, das die Möglichkeit zur Überleitung in eine ambulante nicht-invasive Beatmung bietet.

Wichtige Telefonnummern für die Kontaktaufnahme:      

Weaningstation:
Oberarzt (Anmeldung): 02771 396 - 4806 (8-16 Uhr)
Stationsarzt: 02771 396 - 4808
Pflegestützpunkt Station 1.4: 02771 396 - 4450
Pflegebüro: 02771 396 - 4457

Schlaflabor:               
02771 396 - 4459

Unsere Flyer "Schlaflabor" und "Weaning-Station" sowie das Anmeldeformular für die Weaningstation finden Sie unter Downloads.

Schlaflabor

Das Schlaflabor ist Bestandteil unseres Zentrums für Atmungsstörungen. Sie können sich unser Schlaflabor als eine Art "Hightech-Schlafzimmer" vorstellen, in dem während des Schlafes über Sensoren Hunderte von Daten gesammelt werden. Diese Daten ermöglichen es, eine Schlafstörung nachzuweisen und zu behandeln.

In der Regel verbringen Patienten zwei Nächte in unserem Schlaflabor. Die erste Nacht dient der genauen Ermittlung der Schlafstörung und wird auch als Diagnostiknacht bezeichnet. Die zweite Nacht dient meist der Behandlung (Therapienacht). Die genaue Dauer Ihres Aufenthaltes in unserem Schlaflabor hängt jedoch von der vorliegenden Schlafstörung ab und wird während des Aufenthaltes mit Ihnen besprochen.

 

Unser Leistungsspektrum

  • Nichtmedikamentöse und medikamentöse Therapie von Schlafstörungen
  • Erfassung von Vigilanzstörungen (z.B. Tagesmüdigkeit)
  • Polysomnographie
  • Multipler Schlaflatenz Test (MSLT)
  • Einstellung auf CPAP, auto-CPAP, BiPAP, ST, ASV
  • nicht-invasive Beatmungseinstellung bei:

    • respiratorischer Insuffizienz
    • muskuloskelettalen Erkrankungen (z.B. Kyphoskoliose)
    • Cheyne-Stoke'schem Atemmuster bei Herzinsuffizienz
    • neuromuskulären Erkrankungen (z.B. ALS)

 

Damit können folgende Erkrankungen erfasst und behandelt werden:

  • Schlafstörungen bei kardiopulmonalen, muskuloskelettalen, psychiatrischen, neurologischen und internistischen Erkrankungen
  • Störungen des zirkadianen Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Obstruktives oder zentrales Schlafapnoe-Syndrom (Dyssomnie)
  • Schnarchatmung
  • Insomnie (Ein- und Durchschlafstörungen)
  • Hypersomnie (Erhöhtes Schlafbedürfnis)
  • Verhaltensauffälligkeiten im Schlaf (Parasomnien)
  • Ruhelose Beine (Restless-Legs-Syndrom)
  • Plötzliche Schlafanfälle am Tag (Narkolepsie)

Wenn Sie an einer der genannten Erkrankungen leiden oder wissen möchten, ob eine Untersuchung bzw. Behandlung bei uns im Schlaflabor für Sie das Richtige ist, können Sie Kontakt mit uns aufnehmen. Wir beantworten Ihre Fragen gern.

 

Körpersignale

Unter Aufsicht unserer Schlafspezialisten werden Ihre Schlafdaten gemessen und aufgezeichnet.

Dazu gehören:

  • Hirnströme (EEG)
  • Augenbewegungen (EOG)
  • Muskelbewegungen der Bein- u. Gesichtsmuskulatur (EMG)
  • Elektrische Ströme des Herzens (EKG)
  • Atemluft von Mund und Nase
  • Sauerstoffgehalt des Blutes (Oxymetrie)
  • Schnarchgeräusche
  • Atembewegungen von Brust und Bauch
  • Körperlage
  • Kohlendioxidgehalt des Blutes
  • Ton- und Bildaufzeichnung des Schlafes

 

Hinweise für eine Schlaf-Atem-Störung sind:

  • erhöhte Tagesmüdigkeit
  • ungewolltes Einschlafen tagsüber
  • Konzentrationsschwächen
  • rasche körperliche Erschöpfung
  • Ein- oder Durchschlafstörungen
  • Atempausen im Schlaf
  • Zähneknirschen im Schlaf
  • Unruhe oder nächtliche Beinbewegungen
  • vermehrter nächtlicher Harndrang
  • Sprechen im Schlaf

Weaning-Station

Unsere Patienten

In der Intensivmedizin findet sich eine zunehmende Zahl invasiv beatmeter Patienten, die nach erfolgreicher Behandlung ihrer ursprünglichen Akuterkrankung nur schwer von der Beatmung entwöhnt werden können.

Häufige Ursachen sind:

  • schwere chronische Lungenschädigung, z.B. Endstadium einer COPD
  • vorübergehende Insuffizienz der Atemhilfsmuskulatur
  • Multimorbidität
  • hohes Patientenalter
  • kardiale Begleiterkrankungen
  • mechanische Atmungsschädigungen (z.B. Larynx- oder Trachelschädigung)
  • neurologische und neuromuskuläre Erkrankungen

In der Betreuung dieser Patienten sehen wir die Aufgabe unserer Station, unser Ziel ist die möglichst vollständige Entwöhnung von der Beatmung.

In den Fällen, in denen eine Entwöhnung nicht möglich ist, erfolgt die Einstellung auf eine passende ambulante Beatmungstherapie. 

 

Unser Konzept

Die Beatmungsentwöhnung erfordert ein multimodales Vorgehen. Die ärztliche Verantwortung liegt in der Klinik für Innere Medizin. Ein ärztlicher Schichtdienst betreut die Patienten rund um die Uhr. Die klinikeigene Kompetenz wird unterstüzt von weiteren Ärzten aus den Bereichen Neurologie, Nephrologie, Chirurgie und Schmerztherapie.

Nach der Aufnahme eines Patienten wird mittels entsprechender Diagnostik versucht, die Ursache der respiratorischen Insuffizienz festzustellen, um eine zielgerichtete Therapie einzuleiten. Diese umfasst sowohl medikamentöse als auch interventionelle Maßnahmen, wie beispielsweise die Sanierung von Infekten, die bronchoskopische Diagnostik und Sekretab­saugung, die kardiale Rekompensation oder die Drainage von Ergüssen.

Zum Weaning haben wir konform zu den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin ein Weaningkonzept erarbeitet, das angepasst an die individuelle Situation des Patienten den größtmöglichen Fortschritt auf dem Weg des Patienten zur eigenen Atmung bietet.

Zu diesem Konzept gehört eine Vielzahl flankierender Maßnahmen, unter anderem die Wiederherstellung der oralen Ernährung, der Kontaktfähigkeit und Sprache, basale Stimulation, eine spezialisierte Physiotherapie und Atemtherapie, Maßnahmen zur Tagesstrukturierung (Tag-Nacht-Rhythmus), gutes Tageslicht und die Mobilisierung.

 

Anmeldung eines Patienten

Die Anmeldung eines Patienten auf der Weaning-Station erfolgt durch die Ärzte der behandelnden (Intensiv-)Station.  

Der Patient sollte stabile Kreislaufverhältnisse aufweisen und die Akuterkrankung beherrscht sein.

Zur ersten Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte an den Oberarzt der Station unter Tel. 02771 396 - 4806.

Damit die wichtigsten Informationen zur Anmeldung leichter übermittelt werden können, stellen wir Ihnen einen Fragebogen zur Verfügung, den Sie bitte per Fax an uns senden. Den Fragebogen erhalten Sie unter Downloads oder auf Anfrage per Fax, E-Mail oder Post.

 

Unsere Weaningstation

Wir sind darauf spezialisiert, Patienten nach einer langen Zeit der Beatmung mit oder ohne vorbestehende Lungenerkrankung vom Beatmungsgerät zu entwöhnen. 

Unsere Weaningstation wurde mit modernster technischer Ausstattung 2014 eröffnet und umfasst 12 Beatmungsplätze mit intensivmedizinischem Monitoring. Sie ist Teil unseres Zentrums für Atmungsstörungen, zu dem auch ein modernes Schlaflabor gehört, und liegt in Nachbarschaft zur Intensivstation.

Unser in der Beatmung erfahrenes Ärzte- und Pflegeteam wird ergänzt durch Atmungstherapeuten, Physiotherapie, Logopädie, Dialyseteam sowie einen fachärztlich chirurgischen, neurologischen, palliativ­medizinischen und schmerztherapeutischen Support.

Technisch sind alle für ein erfolgreiches Weaning erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Voraussetzungen vorhanden. Dies schließt die komplette Polysomnographie inkl. Videoaufzeichnung und der Möglichkeit einer kontinuierlichen Kapnograhie ein.

Dialyse und oder multiresistente Keime hindern uns nicht an der Übernahme von Patienten.

Unser Patientenmanagement berät die Angehörigen und organisiert Unterstützung und Überleitung in Pflege oder Reha zur Entlassung. Ist eine vollständige Entwöhnung vom Beatmungsgerät nicht möglich, so bietet das Schlaf-Atem-Zentrum in unserem Hause die Möglichkeit der Überleitung in eine Heimbeatmung. Die Einstellung auf ein Heimbeatmungsgerät erfolgt dann noch während der Behandlung auf unserer Weaningstation.