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Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin

Die Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin der Lahn- Dill-Kliniken wird standortübergreifend innerhalb eines Zentrums organisiert und steht unter der Gesamtleitung von Herrn Professor Dr. Jörg Engel. Am Standort Dillenburg leitet Dr. med. Ralph Ruwoldt die Abteilung. Er verfügt über die entsprechende Organisations- und Richtlinienkompetenz und ist gleichzeitig stellvertretender Zentrumsleiter. 

Auf der Intensivstation arbeiten sechs Ärzte im Schichtdienst. Die Ärzte werden in der Anästhesie durch sieben Anästhesiepfleger und auf der Intensivstation durch 26 Pflegekräfte kompetent unterstützt. 

Anästhesie

Die Abteilung führt jährlich ca. 5.500 Anästhesien bei stationären und ambulanten Patienten durch. Die ambulanten Patienten werden hierbei speziell in der Tagesklinik betreut. Es kommen sämtliche moderne Verfahren der Anästhesie zum Einsatz:

Allgemeinanästhesien als Intubationsnarkosen, Narkosen mit Larynxmaske, totale intravenöse Anästhesien oder balancierte Narkosen, sowie Kombinationen von Allgemein- mit Regionalanästhesien.

An Regionalanästhesien, bei denen moderne Lokalanästhetika eingesetzt werden, sind zu nennen: Spinalanästhesie, Periduralanästhesie zur Operation und zur schmerzarmen Geburt, kombinierte Spinal- und Periduralanästhesien,(ultraschallgesteuerte) Plexusblockaden der oberen Extremität, Leitungsanästhesien der unteren Extremität, intravenöse Regionalanästhesie, Fußblock.

Vor der Durchführung einer Anästhesie findet, entweder auf der operativen Station oder in der Prämedikationsambulanz eine Untersuchung durch den Anästhesisten und ein Aufklärungsgespräch statt.

Die Anästhesien sind durch moderne Geräteausstattung und Überwachungsmethoden äußerst sicher geworden. Nach der Operation werden die Patienten im Aufwachraum überwacht. Erst wenn die Vitalfunktionen, Bewusstsein, Atmung, Herz-Kreislauf stabil sind und eine ausreichende Schmerzbehandlung durchgeführt ist, erfolgt die Rückverlegung auf die Allgemeinstation. Bei Bedarf kann sich auch eine Behandlung auf der Intensivstation anschließen.

Für alle Patienten wird eine individuelle postoperative Schmerztherapie festgelegt. Hierbei kommen auch moderne Methoden, wie patientenkontrollierte Analgesie (PCA) und kontinuierliche Regionalanästhesieverfahren (Periduralanästhesie,  Plexus- und Leitungsanästhesie in Kathetertechnik) zur Anwendung.

Ambulante Patienten werden bis zur Entlassung in der Tagesklinik überwacht. Vor der Entlassung erfolgt eine Visite durch den Operateur und den Anästhesisten.

Eigenblutspende

Für geplante Eingriffe, bei denen die Transfusionswahrscheinlichkeit über 10 Prozent liegt (z.B. orthopädische Operationen wie Hüftgelenkersatz), besteht die Möglichkeit der Eigenblutspende. Diese wird in der Blutbank der Lahn-Dill-Kliniken in Wetzlar durchgeführt.

Bei Notfalleingriffen oder unerwarteten intraoperativen Blutungen, besteht die Möglichkeit, intraoperativ über ein spezielles Gerät das abgesaugte Blut aufzubereiten und dem Patienten wieder zuzuführen (Maschinelle Autotransfusion).

Intensivmedizin

Die interdisziplinäre Intensivstation umfasst 12 Betten. Es werden internistische und operative Patienten betreut. In der operativen Intensivmedizin werden schwerstverletzte Patienten und Patienten nach Operationen behandelt. Die Beatmungstherapie und medikamentöse Therapie werden nach dem neuesten Stand der Wissenschaft und Technik durchgeführt. Es findet eine differenzierte enterale oder parenterale Ernährung statt. Die Pflege ist ganzheitlich orientiert und die Angehörigen werden intensiv betreut.

Notfallmedizin

Die Abteilung organisiert die Besetzung des am Haus stationierten Notarzteinsatzfahrzeugs (NEF) und stellt zwei Leitende Notärzte für Großschadensereignisse. 

Jederzeit steht ein Arzt mit der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin für die sofortige Durchführung eines Notarzteinsatzes zur Verfügung. Pro Jahr werden ca. 1400 Notarzteinsätze durchgeführt. Bei Notfällen innerhalb der Klinik gibt es einen festgelegten Notfallplan. Regelmäßig werden das Stationspersonal und die Ärzte in der Durchführung von Notfallbehandlungsmaßnahmen, wie Wiederbelebung und Beatmung, geschult. 

Das ärztliche und pflegerische Wissen und Können befindet sich durch regelmäßige Fortbildungen, Besuche von Kongressen, Besprechungen und Schulungen auf einem hohen Qualitätsniveau.