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Ausbildung

Beginn: April und Oktober jedes Jahr

Dauer: 3 Jahre

Jährliche Anzahl Ausbildungsplätze

  • Standort Wetzlar:  90
  • Standort Dillenburg: 33

Pro Kurs besuchen ca. 20 bis 22 Auszubildende die einzelnen Klassen. 

Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung, diese besteht aus einem mündlichen, schriftlichen und praktischen Teil

Der theoretische und praktische Unterricht wird nach Pflegephänomenen unterrichtet. Folgende Wissensgrundlagen sind für die Ausbildung bedeutsam: Kenntnisse / Verständnis für Gesundheits- und Krankenpflege sowie Pflege- und Gesundheitswissenschaften,  Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, Anatomie- Physiologie, Hygiene, Alters- und Alternswissenschaft, Recht.

Der Unterricht umfasst laut Rahmenlehrplan Hessen zwölf Themenbereiche:

  • Pflegesituationen bei Menschen aller Altersgruppen erkennen, erfassen und bewerten
  • Pflegemaßnahmen auswählen, durchführen und auswerten
  • Unterstützung, Beratung und Anleitung in gesundheits- und pflegerelevanten Fragen fachkundig gewährleisten
  • Bei der Entwicklung und Umsetzung von Rehabilitationskonzepten mitwirken und diese in das Pflegehandeln integrieren
  • Pflegehandeln personenbezogen ausrichten
  • Pflegehandeln an pflegewissenschaftlichen Kenntnissen ausrichten
  • Pflegehandeln an Qualitätskriterien, rechtlichen Rahmenbestimmungen sowie wirtschaftlichen und ökologischen Prinzipien ausrichten
  • Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken
  • Lebenserhaltenden Maßnahmen bis zu Eintreffen der Ärztin oder des Arztes einleiten
  • Berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen zu bewältigen
  • Auf die Entwicklung des Pflegeberufs im gesellschaftlichen Kontext Einfluss nehmen
  •  Gruppen- und Teamzusammenarbeit

Die Ausbildung ist gegliedert in einen theoretischen und praktischen Teil.

Die Wetzlarer Neue Zeitung hat zwei Krankenpflegeschüler einen Tag lang bei ihrer Arbeit begleitet. Den Beitrag "Ganz nah am Menschen" finden Sie hier.

Theoretische Ausbildung

Der theoretische Unterricht findet in der Krankenpflegeschule der Lahn-Dill-Kliniken am Standort Wetzlar statt.  Er orientiert sich am „Rahmenlehrplan für die Gesundheits- und Krankenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege in Hessen“ (Stand 2004).

Der Unterricht findet im Blocksystem statt und der Stundenumfang beträgt in den drei Jahren 2100 Stunden. Unterrichtet wird nach modernen Unterrichtsmethoden unter Einbeziehung von Projekten und klinischem Unterricht in Anlehnung an die zwölf Themenbereiche.

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung findet entweder am Standort Wetzlar-Braunfels oder am Standort Dillenburg statt. Insgesamt besteht der praktische Teil aus einem Anteil von 2500 Stunden. Die Lahn-Dill-Kliniken bieten im stationären Bereich an den Einsatzorten unter anderem folgende Fachdisziplinen:

  • Augenheilkunde (Standort Dillenburg)
  • Chirurgie (Allgemeine, Viszerale, Onkologische und Gefäßchirurgie)
  • Geriatrie (Standort Braunfels)
  • Gynäkologie
  • HNO
  • Innere Medizin
  • Neurologie
  • Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin
  • Orthopädie
  • Plastische Chirurgie
  • Unfallchirurgie
  • Urologie

Zur praktischen Ausbildung gehören ebenso Einsätze in ambulanten Einrichtungen im Umfang von 500 der 2500 Stunden.

Die Dienstzeiten finden im Drei-Schicht-System statt (Früh-, Spät- und Nachtdienst).

Praxisanleiter

Die praktische Ausbildung erfolgt durch examinierte Mitarbeiter der Abteilungen, speziell durch unsere Praxisanleiter. Diese verfügen über eine pädagogische Zusatzausbildung/Weiterbildung über 220 Stunden.

Die Praxisanleiter vermitteln aktuelles Wissen und ein einheitliches Pflegeverständnis. Unseren Schülern ebnen sie den Weg des Theorie-Praxis-Transfers.  Sie sind ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Lernort Schule und der Praxis.

Die Praxisanleiter führen gezielte, individuelle Anleitungen in Pflegesituationen durch, bieten den Schülern auch Lernangebote, die ja nach Ausbildungsstand durch den Schüler alleine erarbeitet und anschließend mit dem Praxisanleiter besprochen werden. Die praktischen Anleitungen werden zusammen mit dem Praxisanleiter geplant, bewertet und dokumentiert und erfolgen nach stations- und abteilungsspezifischen Lernangeboten.

In den mehrwöchigen Einsätzen werden Erst-, Zwischen- und Abschlussgespräche geführt. Lernziele und Erfolge werden im Laufe der Ausbildung überprüft und angepasst.