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Versorgung auf hohem Niveau: Ambulanz des Onkologischen Zentrums offiziell eröffnet

Dr. Birgitta Killing, Ärztliche Leiterin der Ambulanz des Onkologischen Zentrums (rechts), führt die Gäste durch die neuen Räume der Ambulanz (v. l.): Priv.-Doz. Dr. Erich Lotterer, Ärztlicher Direktor Klinikum Wetzlar-Braunfels, Richard Kreutzer, Geschäftsführer Lahn-Dill-Kliniken, Wolfgang Schuster, Landrat Lahn-Dill-Kreis und Professor Dr. Wolff Schmiegel, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft.

Mit einer Feierstunde wurde im Beisein von Professor Dr. Wolff Schmiegel, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, die Ambulanz des Onkologischen Zentrums im Medi-Center Wetzlar offiziell eröffnet. Schmiegel würdigte die Arbeit der Lahn-Dill-Kliniken, die unter der Leitung von Dr. Birgitta Killing, Chefärztin der Klinik für Hämatologie/Onkologie und Palliativmedizin, die Onkologische Versorgung in den letzten Jahren ausgebaut und weiterentwickelt haben: „Patienten profitieren von den Weiterentwicklungen innerhalb der onkologischen Versorgung am Klinikum Wetzlar. Es ist wichtig, den Menschen, die an einer Tumorerkrankung leiden, wohnortnah eine gute Versorgung anbieten zu können“.

Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, dankte den Mitarbeitern für ihren Einsatz: „Der Umzug aus dem Klinikgebäude ins Medi-Center wurde bei laufendem Betrieb realisiert. Dies ist immer ein Kraftakt. Dass der Umzug reibungslos verlaufen ist, ist den Mitarbeitern zu verdanken“. Aufgrund der zunehmenden Zahl der Patienten mit Krebserkrankungen war es notwendig, die Ambulanz des Onkologischen Zentrums am Klinikum Wetzlar zu vergrößern. „Mit dem demographischen Wandel wird die Zahl der Patienten, die an Krebs erkranken noch weiter steigen“, erklärte Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises. „Ich bin froh, dass wir den Menschen im Lahn-Dill-Kreis eine qualitativ hochwertige Versorgung im Bereich der Onkologie anbieten können“, so der Landrat weiter. 

„Eine Vergrößerung der Ambulanz im Klinikgebäude war nicht realisierbar, so dass wir uns entschieden haben, diese im Medi-Center Wetzlar unterzubringen“, verdeutlichte Richard Kreutzer. Die neue Ambulanz ist mit rund 700 Quadratmetern jetzt nahezu doppelt so groß als die bisherige. Auch die Zahl der Behandlungsplätze wurde von 28 auf 33 erhöht. „Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass die Patienten jetzt ihre Behandlung außerhalb des Klinikalltags in einem ruhigen und modernen Ambiente erhalten“, so Kreutzer. 

Rund 15 Prozent der Patienten am Klinikum Wetzlar leiden an einer Krebserkrankung. „Viele von ihnen werden bei uns in der Ambulanz behandelt“, erläuterte Dr. Birgitta Killing, die Ärztliche Leiterin der Ambulanz des Onkologischen Zentrums ist. In der Ambulanz werden neben Behandlungen wie Chemo- oder Antikörpertherapien auch diagnostische Maßnahmen wie beispielsweise Knochenmarkpunktionen oder Blutuntersuchungen durchgeführt. „Eine wichtige Rolle spielt aber auch die psychoonkologische Betreuung der Patienten, denn eine Krebserkrankung ist oft für die Patienten seelisch sehr belastend. Auch diese bieten wir in der Ambulanz an“, so Killing.Ein essentieller Bestandteil sei außerdem die fachübergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen. „Die Ambulanz des Onkologischen Zentrum kann - wie das zertifizierte Onkologische Zentrum Lahn-Dill selbst - nur dann optimal funktionieren, wenn alle beteiligten Partner Hand in Hand zusammenarbeiten“, unterstrich Killing. 

Das Onkologische Zentrum Lahn-Dill ist ein Zusammenschluss von Fachdisziplinen des Klinikums Wetzlar, kooperierenden Partnern und sozialen Diensten. Das Zentrum wurde 2011 als erstes Onkologisches Zentrum in Hessen durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert. Ziel der Deutschen Krebsgesellschaft und weiterer medizinischer Fachgesellschaften ist es, durch die Entstehung Onkologischer Zentren die Versorgung von Krebspatienten zu verbessern. „Die Deutsche Krebsgesellschaft erteilt ein solches Zertifikat nur dann, wenn Kliniken belegen können, dass Patienten mit einer Tumorerkrankung eine individuelle, fachübergreifende und leitliniengerechte Versorgung erhalten“, erklärte Professor Schmiegel. „Die erfolgreiche Rezertifizierung in diesem Jahr zeigt, dass dies am Klinikum Wetzlar gegeben ist.“