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Verbesserte medizinische Versorgung in Mittelhessen

Einig über die Vorteile eines möglichen Gesundheitszentrums Mittelhessen (v.l.n.r.): Richard Kreutzer, Geschäftsführer Lahn-Dill-Kliniken, Wolfgang Schuster, Landrat Lahn-Dill-Kreis, Joachim Arnold, Landrat Wetteraukreis, Armin Häuser, Bürgermeister Bad Nauheim und Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Ärztlicher Direktor des GZW.

Wetzlar/Bad Nauheim - Zahlreiche Vorteile hätte ein gemeinsamer Verbund aus dem Gesundheitszentrum Wetterau (GZW) und den Lahn-Dill-Kliniken. Darüber waren sich die Vertreter der Gesellschafter der beiden Klinikverbünde, Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises, Joachim Arnold, Landrat des Wetteraukreises, und Armin Häuser, Bürgermeister der Stadt Bad Nauheim, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am 24. Februar 2015 einig. Eine Entscheidung, ob eine gemeinsame Dachgesellschaft realisiert wird, wird für das 1. Halbjahr 2015 angestrebt. Diese wird von den jeweiligen Gremien der Gesellschafter (Kreistag des Lahn-Dill-Kreises, Kreistag des Wetteraukreises, Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bad Nauheim) getroffen.Als alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer wird in den Vertragsentwürfen Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, vorgeschlagen, Ärztlicher Leiter soll Professor Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Ärztlicher Direktor des GZW, werden. Dr. Norbert Köneke, Medizinischer Direktor Lahn-Dill-Kliniken, soll die Funktion des stellvertretenden Ärztlichen Leiters übernehmen. Der Name der gemeinsamen Gesellschaft soll Gesundheitszentrum Mittelhessen GmbH (GZM) lauten. Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner befürwortet einen möglichen Verbund: „Der geplante Zusammenschluss der beiden Klinikverbünde ist sinnvoll und zielführend, denn er sichert mittel- und langfristig die Gesundheitsversorgung in ganz Mittelhessen auf hohem Niveau“. Vor allem die Patienten in Mittelhessen würden von einer solchen Verbundlösung profitieren: „Die Medizin wird sich in den kommenden Jahren großen Herausforderungen stellen müssen: Komplexe, chronische, aber auch akute Krankheitsbilder werden weiter zunehmen. Um auch zukünftig die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung in Mittelhessen gewährleisten zu können und eine Behandlung aus einer Hand zu ermöglichen, ist es notwendig, neue und innovative Ideen voran zu treiben“, erklärte Joachim Arnold. „Ein wesentliches Ziel ist es, die öffentlich-rechtliche Trägerschaft der Krankenhäuser in Mittelhessen auch in Zukunft sicherzustellen, da diese für die stationäre und auch für die ambulante Versorgung der Bevölkerung unverzichtbar sind“, verdeutlichte Wolfgang Schuster. „In einem gemeinsamen Verbund ist dieses Ziel meines Erachtens leichter zu erreichen“. Jedoch werde die Entscheidung über eine gemeinsame Dachgesellschaft in den jeweiligen Gremien der Gesellschafter getroffen. Der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der Lahn-Dill-Kliniken werden unter der Leitung von Landrat Wolfgang Schuster erstmals am 7. März bzw. 18. März 2015 über die umfangreichen Vertragswerke beraten. Mit dem Betriebsrat werde eng zusammen gearbeitet. „Der Verbund wird nur mit einer großen parlamentarischen Mehrheit umsetzbar sein", erklärte Schuster.Auch der Bürgermeister der Stadt Bad Nauheim, Armin Häuser, begrüßte einen Zusammenschluss: „Nach gründlicher Prüfung der Unterlagen sehen wir einem geplanten Zusammenschluss positiv entgegen. Im hessischen und auch bundesweiten Vergleich würden sich zwei leistungsfähige Krankenhausunternehmen zusammenschließen, die aufgrund ihrer kommunalen Trägerschaft und der örtlichen Nähe gut zusammen passen.“ Weitere Vorteile seien nach Aussage der Vertreter der Gesellschafter die dauerhafte Sicherung der Arbeitsplätze und die Gewährleistung einer tarifgerechten Bezahlung der Mitarbeiter. Ein zusätzlicher wichtiger Punkt sei die Steigerung der Arbeitsplatzqualität und damit verbesserte Möglichkeiten bei der Besetzung von Stellen innerhalb eines Verbundes. Hier würde man sich wie gewohnt eng mit den jeweiligen Betriebsräten abstimmen. „Außerdem erhoffen wir uns einen deutlichen Schub in Bezug auf die Arbeitgeberattraktivität“, so Arnold. „In einem größeren Verbund haben Arbeitnehmer beispielsweise deutliche Vorteile innerhalb der Fort- und Weiterbildung“. Doch auch wirtschaftliche Synergien seien nicht von der Hand zu weisen: Durch die Größe des möglichen Verbundes würden dauerhaft Vorteile durch Vertragsbündelungen entstehen. „Wir hätten unter anderem eine bessere Verhandlungsposition bei Versicherungsverträgen oder beim Einkauf von Medizinprodukten oder Software-Lösungen“, verdeutlichte Schuster. Auch sehe man deutliche Vorteile bei der Fremdkapitalaufnahme. Außerdem müsse man sich auf die veränderten gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen einstellen. Die Krankenhausreform sieht unter anderem vor, die medizinische Versorgungsqualität als weiteres Kriterium bei der Krankenhausplanung der Länder gesetzlich einzuführen. Für Leistungen besonders guter Qualität und solche in spezialisierten Zentren sollen zukünftig Zuschläge vereinbart werden. „Dabei ist ein größerer Verbund von Vorteil, da eine verbesserte medizinische Versorgung auch aufgrund einer höheren Fallzahl möglich wäre“, erläutert Häuser. Zudem hätte das Land Hessen die Verbundbildung und die damit erzielbare Qualitätsverbesserung auch als wichtige Kriterien im Rahmen der Investitionsförderung in Aussicht gestellt. Das Gesundheitszentrum Mittelhessen würde als Dachgesellschaft über dem Gesundheitszentrum Wetterau und den Lahn-Dill-Kliniken angeordnet sein. Der Gesellschafterkreis des Wetteraukreises und der Stadt Bad Nauheim hätte einen Anteil von 37,28 Prozent an der Gesellschaft, der Lahn-Dill-Kreis 62,72 Prozent. Der Satzungssitz der neuen GmbH ist in Bad Nauheim geplant, der Verwaltungssitz soll in Wetzlar sein. Dem GZM soll die strategische Steuerung der operativen Tochtergesellschaften Gesundheitszentrum Wetterau und Lahn-Dill-Kliniken sowie der übrigen Gesellschaften des Klinikverbundes obliegen. Sowohl das Gesundheitszentrum Wetterau als auch die Lahn-Dill-Kliniken würden als eigenständige Gesellschaften weiterhin bestehen bleiben und einen rechtlich und wirtschaftlich eigenständigen Krankenhausgeschäftsbetrieb inklusive der dazugehörigen Tochtergesellschaften unterhalten. 
Pressekontakt: Verbalegium.
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