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Väter dürfen zur Geburt wieder in den Kreißsaal

Das Besuchsverbot für werdende Väter in den Kreißsälen in Wetzlar und Dillenburg wird teilweise gelockert. Somit darf der Vater des Kindes bzw. eine andere Begleitperson, die im selben Haushalt lebt, ab sofort wieder bei der Geburt anwesend sein. Das Besuchsverbot war Mitte März aufgrund der stark ansteigenden Zahl an Corona-Infektionen auf werdende Väter ausgeweitet worden. „Hintergrund der damaligen Entscheidung war, jegliche vermeidbaren Kontakte und damit eine mögliche Ansteckung zu verhindern, damit unser Personal weiterhin für die Bevölkerung des Lahn-Dill-Kreises einsatzfähig bleibt“, erläutert Tobias Gottschalk, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken. „Die allgemeine Lockerung einiger Maßnahmen ermöglicht es uns nun, auch die Beschränkungen in unseren Kreißsälen anzupassen. Wir bitten alle werdenden Eltern dringend darum, zur Sicherheit aller, an die die Anweisungen des Personals vor Ort zu halten.“

„Wir freuen uns sehr, die Väter nun wieder bei der Geburt ihres Kindes in unserem Kreißsaal begrüßen zu können“, so Dr. Yvonne Völkel, leitende Kreißsaalärztin in Wetzlar.

Dabei gelten jedoch einige Einschränkungen: Die Anwesenheit der Begleitperson ist erst ab der aktiven Phase der Geburt möglich. Wann diese beginnt, beurteilt die Hebamme. Ein Wechsel der Begleitperson ist während des Aufenthaltes aus hygienischen Gründen nicht möglich. Die Begleitperson muss das Krankenhaus wieder verlassen, sobald die Frau auf Station verlegt wird.

Vor Betreten des Kreißsaales erhält die Begleitperson durch die Hebamme eine Einweisung der während der Entbindung einzuhaltenden Hygienemaßnahmen. Er erhält ein schriftliches Informationsblatt sowie eine auszufüllende und zu unterschreibende Gesundheitscheckliste.

Da das Infektionsrisiko gering gehalten werden muss, dürfen die Väter während der Geburt nicht aus- und eingehen, sondern müssen im Kreißsaal bleiben. Benötigt die Frau einen Kaiserschnitt, darf der Mann auch künftig nicht mit in den OP-Saal, darf nun aber im Kreißsaal auf seine Frau und das Neugeborene warten.

Zusätzlich muss der Vater während der Geburt eine Mund-Nasen-Maske tragen. Darüber hinaus darf er keine Anzeichen einer Corona-Infektion, keinen Kontakt zu einer infizierten Person gehabt und sich nicht in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

„Um die Sicherheit anderer Familien, aber auch unsere Sicherheit, die der Mitarbeiter, zu gewährleisten, appellieren wir weiter an das Verantwortungsbewusstsein der werdenden Mütter und ihrer Partner, uns Symptome einer Corona-Infektion oder den Kontakt zu an Corona erkrankten Menschen in jedem Fall mitzuteilen“, so Hebamme Maike Jokl-Seibring, die mit ihrer Kollegin Angelique Janz seit März das Hebammenteam in Wetzlar unterstützt.

Werdende Eltern können sich mit ihren Fragen direkt an die Kreißsäle der Lahn-Dill-Kliniken wenden. Der Kreißsaal in Wetzlar ist telefonisch unter der Telefonnummer 06441 79-2620 zu erreichen. Der Kreißsaal in Dillenburg kann unter der Telefonnummer 02771 396-4470 kontaktiert werden.