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Tag der Männergesundheit zieht viele Besucher an

Zahlreiche Besucher sind am Samstag, 25. September zum Tag der Männergesundheit in das Konferenzzentrum am Klinikum Wetzlar gekommen, der in diesem Jahr nach einjähriger Pause wieder stattfinden konnte. Zu der Veranstaltung eingeladen hatte die Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie am Klinikum Wetzlar unter der Leitung von Chefarzt Dr. Victor Teodor Garlonta. Aufgrund der Corona-Hygienemaßnahmen war die Teilnehmerzahl auf 150 Personen, die sich im Vorfeld zur Veranstaltung angemeldet hatten, begrenzt.

Chefarzt Dr. Victor Teodor Garlonta bei der Begrüßung

Zahlreiche Besucher sind am Samstag, 25. September zum Tag der Männergesundheit in das Konferenzzentrum am Klinikum Wetzlar gekommen, der in diesem Jahr nach einjähriger Pause wieder stattfinden konnte. Zu der Veranstaltung eingeladen hatte die Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie am Klinikum Wetzlar unter der Leitung von Chefarzt Dr. Victor Teodor Garlonta. Aufgrund der Corona-Hygienemaßnahmen war die Teilnehmerzahl auf 150 Personen, die sich im Vorfeld zur Veranstaltung angemeldet hatten, begrenzt.

Das neue und hochmoderne roboterassistierte da Vinci-Operationssystem stand im Mittepunkt des Vortrages „Minimalinvasive Therapie des Prostatakarzinoms“ von Dr. Garlonta, der mit Video-Sequenzen bereits durchgeführter Prostata-Operationen mit dem neuen Operationssystem die moderne Technik anschaulich erklärte. „In der Urologie ist das Prostatakarzinom mit über 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland die häufigste Krebserkrankung des Mannes und wird mittlerweile, wenn die Möglichkeit besteht, robotisch-assistiert operiert“, erläuterte Dr. Garlonta. Eingriffe mit diesem System könnten mit einer unvergleichbaren Genauigkeit durchgeführt werden. Davon und von einer schnelleren Erholungsphase nach der Operation würden die Patienten ungemein profitieren.

Priv.-Doz. Dr. Tobias Achenbach, Chefarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Klinikum Wetzlar, gab einen Einblick in die moderne bildgebende Diagnostik in der Urologie und erläuterte gemeinsam mit Dr. Garlonta die Vorteile der MRT-Untersuchung (Kernspin) der Prostata gegenüber einer Gewebeprobeentnahme (Biopsie). Außerdem wurde das neue Fusionsbiopsie-Gerät der Urologischen Klinik vorgestellt, mit dem seit Anfang September die Prostatabiopsien entnommen werden.    

Über die neuen diagnostischen Möglichkeiten innerhalb der Pathologie informierte Prof. Dr. med. Ludger Fink vom Institut für Pathologie, Zytologie und Molekularpathologie. Die Zusammenarbeit der beiden Abteilungen führt dazu, dass auch neue Medikamente bei Prostata- und Blasenkarzinomen angewendet werden können.

Einen umfassenden Eindruck vom pflegerischen Alltag auf Station erhielten die Zuhörer während des Vortrages von Tobias Dussa, pflegerische Bereichsleitung in der Urologie. Darin erläuterte der Gesundheits- und Krankenpfleger die Versorgung im Rahmen einer Prostataentfernung und erläuterte anhand der drei Phasen der Versorgung – vor der Operation, der Operationstag, nach der Operation – den pflegerischen Ablauf auf Station.

Der Leitende Oberarzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie Dr. Ilija Cerovac referierte über Diagnostik und Therapie des Harnblasenkarzinoms. „Harnblasenkarzinome sind in Deutschland der vierthäufigste Tumor bei Männern. Nach Schätzungen des Robert Koch-Institutes erkranken jährlich etwa 28.000 Menschen an einem Harnblasentumor“, so der leitende Oberarzt. Zu den Risikofaktoren zähle – neben einer Reihe von Chemikalien und Medikamenten – auch der Genuss von Zigaretten, wobei das Risiko mit der Dauer des Rauchens und der Anzahl der gerauchten Zigaretten steige.

„Minimalinvasive Steintherapie“ war der Titel des Vortrages von Funktionsoberärztin Katja Seonbuchner. Die Urologin sprach darüber, wie jeder Harnstein-Erkrankungen vorbeugen kann und wie Steine heute minimalinvasiv entfernt werden, oftmals ohne einen einzigen Schnitt zu setzen. „Fünf Prozent der Bevölkerung entwickeln im Laufe ihres Lebens Harnsteine, mit steigender Tendenz“, so die Urologin. Neben genetischen Komponenten zählten Übergewicht, einseitige Ernährung und Bewegungsmangel zu den Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Harnsteinen. „Wer einmal Harnsteine hatte, sollte seinen Lebensstil ändern“, so Seonbuchner.

Über die „Minimalinvasive Therapie von Nieren- und Harnleitererkrankungen“ berichteten Funktionsoberärztin Mechthild Gans und Oberarzt Viktor Lang. „Der Nierentumor wird meist nur durch Zufall bei Abklärung anderer Erkrankungen entdeckt“, so Funktionsoberärztin Gans. „Daher ist die urologische Vorsorge sehr wichtig“, ergänzte Oberarzt Lang. In der Folge gingen die beiden Urologen auf die Diagnostik und Therapie sowohl bei Nierentumoren und Harnleiterverengungen ein.

Dr. med. Christoph Haas, Oberarzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie hielt abschließend einen Vortrag zum Thema „Bewährte Optionen und neue Chancen in der Systemtherapie von Tumorerkrankungen“. Eine Systemtherapie komme zum Einsatz, wenn es bei einem Tumorleiden bereits zu Absiedelungen (Metastasen) des Tumors gekommen sei. In einem solchen Fall sei eine Operation alleine nicht ausreichend. Hier brauche man eine Therapie, die auf den Gesamtorganismus wirke. „Medikamente einer solchen Systemtherapie sind unter anderem der Hormonentzug, die klassische Chemotherapie, die zielgerichtete Therapie und die Immuntherapie“, erläuterte Oberarzt Haas und ging in der Folge auf die verschiedenen Therapieformen ein.

Zahlreiche männliche Besucher nutzten außerdem die Gelegenheit, einen kostenfreien PSA-Test (PSA = Prostata-spezifisches Antigen) durchzuführen, um ihr Prostatakrebsrisiko bestimmen zu lassen. Abschließend gab es Gespräche mit den Ärzten der Urologie. Bei erhöhten PSA-Werten wurden die notwendigen Empfehlungen ausgesprochen.

„Vielen Dank an das gesamte Team der Urologie, an Jana Masseit, Chefarztsekretärin, die die Veranstaltung federführend organisiert hat, und natürlich an die Kollegen, die für die Durchführung der PSA-Tests verantwortlich waren“, so der Chefarzt abschließend. „Sie alle gemeinsam haben den Tag der Männergesundheit erst möglich gemacht.“