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Sparkassenstiftung spendet 15.000 Euro

Enddarmkrebs: Mehr Lebensqualität dank neuer OP-Technik

Wetzlar, 15. Mai 2017 – Die Sparkassenstiftung der Sparkasse Wetzlar hat dem Klinikum Wetzlar 15.000 Euro für die Anschaffung eines innovativen Geräts gespendet, um Operationen bei Enddarmkrebs weiter zu verbessern. Die neue Operationstechnik erlaubt dabei trotz tief gelegener Tumoren und sicherem Erhalt des Schließmuskels eine noch bessere Entfernung des Tumors. „Wir danken der Sparkassenstiftung sehr für diese großzügige Spende“, erklärte Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, bei der Übergabe des Geräts durch Stephan Hofmann, Vorstandsmitglied der Sparkasse Wetzlar und Vorstandsmitglied der Stiftung sowie Ulrike Kynast, Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftung. „Dank des neuen Geräts können wir die Behandlung von onkologischen Patienten am Klinikum Wetzlar weiter optimieren.“Die Behandlung eines Enddarmtumors ist technisch anspruchsvoll. Der Enddarm ist im Becken unmittelbar von anderen Organen, Nerven und Blutgefäßen umgeben, die bei einer Operation geschont werden müssen, um alle wichtigen Funktionen der Beckenorgane, wie die Blasenfunktion, die Sexualfunktion und die Stuhlhaltefunktion (Kontinenz) aufrecht zu erhalten.Das neue Verfahren, das in der Fachsprache taTME (transanale totale mesorektale Exzision) genannt wird, ist ein minimal-invasives Operationsverfahren bei tiefsitzendem Enddarmkrebs. In Schlüssellochtechnik wird zum einen von der Bauchhöhle aus der Tumor mit seiner Umhüllung aus der Umgebung des kleinen Beckens gelöst. Gleichzeitig und ebenfalls minimal-invasiv wird der Tumor vom Darmausgang unter Erhalt des Schließmuskels und der dort verlaufenden Nervenfasern vollständig entfernt. „Trotz der Nähe zum Afterschließmuskel und der Notwendigkeit einer radikalen Tumorentfernung können wir durch dieses innovative Verfahren verhindern, dass Patienten einen künstlichen Darmausgang benötigen“, erklärte Privatdozent Dr. Frank Ulrich, Chefarzt des Zentrums für Allgemeine, Viszerale und Onkologische Chirurgie an den Lahn-Dill-Kliniken.Die Technik der taTME ermöglicht unter optischer Vergrößerung eine verbesserte Darstellung des Tumors und der Nervenfasern. Das mit der Spende unterstützte Gerät (Airseal) ist ein sogenannter Insufflator, der sehr fein dosiert Kohlendioxid-Gas in die entsprechende Körperhöhle pumpt, um einen Raum für die Schlüssellochoperation zu schaffen. Im Vergleich zu ähnlichen Geräten hat der Operateur durch den Airseal-Insufflator eine deutlich bessere Sicht auf den zu operierenden Bereich.„Da das Zentrum für Allgemeine, Viszerale und Onkologische Chirurgie am Standort Wetzlar wie auch am Standort Dillenburg konsequent eine möglichst patientenschonende minimal-invasive Operationstechnik für Dickdarm- und Enddarmkrebs umsetzt, ist diese neue und international stark beachtete Operationstechnik ein konsequenter Schritt in diese Richtung“, so Dr. Ulrich.Über die SparkassenstiftungDie Stiftung wurde im Jahr 1967 als „Krankenhausstiftung“ gegründet und 2007 in  „Stiftung der Sparkasse Wetzlar“ umgewandelt. Wir freuen uns in diesem Jahr das „50ste“ Gründungsjubiläum zu feiern. Im Laufe der Jahre wurde das ursprüngliche Stiftungskapital immer wieder mit Zustiftungen der Sparkasse Wetzlar aufgestockt und beläuft sich nunmehr auf 5,4 Mio EUR. Der Zweck der Stiftung war zunächst auf die gemeinnützigen Krankenhäuser in der Region und die Unterstützung durch Überlassung von medizinisch-technischen Geräten gerichtet. Dieser Verwendungszweck hat sich jedoch erheblich ausgeweitet, indem er sich neben der Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens auch der Förderung der Wissenschaft und Forschung, der Kunst und Kultur, der Bildung und Erziehung, des Umwelt-, Natur-, und Landschaftsschutzes, des Denkmalschutzes, des Sports, der Wohlfahrtspflege und der Heimatpflege innerhalb des Geschäftsgebietes der Sparkasse Wetzlar widmet.Seit Stiftungsgründung konnten Geräte und Spenden von rund 3,6 Mio EUR für diese gemeinnützigen Zwecke übergeben werden.