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Radtour pro Organspende: Hessischer Gesundheitsminister besucht Klinikum Wetzlar

Gemeinsam für die Organspende: Gesundheitsminister Stefan Grüttner (hintere Reihe, Mitte), Wolfgang Schuster (Landrat des Lahn-Dill-Kreises, 5. v. li.), Richard Kreutzer (Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, 3. v. li.) und Dr. Norbert Köneke (Medizinischer Direktor der Lahn-Dill-Kliniken, hintere Reihe, Mitte links) und die Teilnehmer der Radtour pro Organspende.

Nach ihrem Zwischenstopp am Klinikum Wetzlar setzten die Radfahrer ihren Weg nach Saarbrücken fort.

Wetzlar, 21. Juli 2014 – „Organspenden retten Leben und beenden oftmals für die Patientinnen und Patienten eine lange und belastende Zeit des Wartens“, sagte der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner, als er gemeinsam mit Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises, Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken und Dr. Norbert Köneke, Medizinischer Direktor der Lahn-Dill-Kliniken, die Teilnehmer der Radtour pro Organspende am Klinikum Wetzlar begrüßte.„Es kann nur ein Bruchteil der benötigten Transplantationen durchgeführt werden, weil sich leider immer noch nicht genug Menschen bereit erklären, Organe zu spenden. Wir müssen die Akzeptanz für die Organspende steigern und Vertrauen schaffen und zurückgewinnen. Aufmerksamkeitsstarke Aktionen wie die Radtour pro Organspende können dabei helfen. Und sie zeigt, wie aktiv man auch mit Transplantation sein kann“, so Grüttner weiter. Über 12.000 Menschen warten derzeit in Deutschland auf eine Organtransplantation. Etwa 1.000 sterben jedes Jahr, weil kein Spenderorgan gefunden wird.Die Radtour pro Organspende wird bereits seit 2007 von TransDia e.V., dem deutschen Sportverein für Transplantierte und Dialysepatienten, organisiert. Rund 20 Herz-, Leber-, Lungen- und Nierentransplantierte radeln in diesem Jahr für mehr Aufmerksamkeit für die Organspende in Deutschland. Die Strecke führt die Radfahrer innerhalb von sieben Tagen von Marburg nach Saarbrücken. Am zweiten Tag ihrer Tour legten sie einen Zwischenstopp am Klinikum Wetzlar ein. Ziel der Initiatoren der Radtour, die zum Teil bereits von einer erfolgreichen Transplantation profitiert haben, ist es, auf die dramatische Situation der Wartepatienten aufmerksam zu machen.„Organspende geht alle an, denn sie kann Leben retten. Ein Organspende-Ausweis, der die eigene Einstellung zur Organ- und Gewebespende dokumentiert, schafft Klarheit. Ich trage die kleine Karte ständig bei mir“, erklärte Landrat Wolfgang Schuster.Drei Viertel der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wären bereit, nach ihrem Tod Organe und Gewebe zu spenden, allerdings halten nur wenige Menschen ihre Entscheidung schriftlich fest oder teilen sie nahestehenden Menschen mit. Als Spender von Organen und Gewebe kommen zum einen Lebendspender in Frage, zum anderen Menschen, deren Gehirnfunktionen bereits erloschen sind, deren Herz-Kreislauf-System jedoch im Rahmen einer Intensivtherapie noch aufrechterhalten werden kann.Stefan Grüttner nutzte bei seinem Besuch auch die Möglichkeit, sich das neue Medi-Center am Klinikum Wetzlar anzuschauen, das im Juni 2014 offiziell eröffnet wurde. „Das Medi-Center Wetzlar bietet Dienstleistungen rund um die Gesundheit unter einem Dach an. Durch die unmittelbare Nähe zum Klinikum Wetzlar profitieren unsere Patienten von kurzen Wegen und einer engen Vernetzung mit den medizinischen Fachabteilungen“, erklärte Richard Kreutzer.Untergebracht sind im Medi-Center Wetzlar eine osteopathische Praxis, ein Ladengeschäft für Orthopädietechnik, ein Friseurgeschäft und Zweithaarstudio sowie eine Facharztpraxis für Augenheilkunde. Außerdem haben hier zwei Tochtergesellschaften der Lahn-Dill-Kliniken, die Praxisklinik Mittelhessen und das Rehazentrum kerngesund!, ihren Sitz.Seit Juli hat dort zudem das Ambulante Onkologische Zentrum des Klinikums Wetzlar seine Räume. Dort werden neben diagnostischen Maßnahmen wie Knochenmarkpunktionen und Blutuntersuchungen auch Therapien wie beispielsweise Chemotherapie oder Antikörpertherapie durchgeführt. Die Ärztliche Leiterin und Chefärztin der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, Dr. Birgitta Killing, führte die Gäste durch die neue Ambulanz und erklärte: „Im Hinblick auf die steigende Zahl der Patienten mit Krebserkrankungen war es notwendig, die Hämato-Onkologische Ambulanz zu vergrößern. Hier haben wir nun ausreichend Platz und unsere Patienten erhalten ihre Therapie in einem ruhigen Ambiente abseits vom Klinikalltag“.