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Podiumsdiskussion am Klinikum Wetzlar: Mit Teamgeist zum Erfolg

Konnten in ihrem Gespräch mit Arne Wohlfarth (Mitte) zahlreiche Parallelen zwischen Sport und Medizin erkennen: Rüdiger Fritsch (links) und Priv.-Doz. Dr. Thomas Gausepohl.

Zeigten Teamgeist im Klinikum Wetzlar:

Wetzlar, 4. November 2014 - Was haben Medizin und Mannschaftssport gemeinsam? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer ungewöhnlichen Begegnung: Unter dem Motto „Medizin trifft Sport - Mit Teamgeist zum Erfolg“ hatte das Klinikum Wetzlar zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Teilnehmer des Gesprächs waren Rüdiger Fritsch, Präsident des Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98, und Priv.-Doz. Dr. Thomas Gausepohl, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie am Klinikum Wetzlar. Welche Faktoren sind ausschlaggebend für den Teamerfolg? Wie bekomme ich beim wirtschaftlichen Umgang mit begrenzten Ressourcen das Personal, das ich haben möchte und das ins Team passt? Wie geht man mit begrenzten finanziellen Spielräumen um? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des Gesprächs, das von Arne Wohlfarth, Sportredakteur bei der Wetzlarer Neuen Zeitung, moderiert wurde. 
Rund 80 Gäste, darunter Dominik Stroh-Engel und Sandro Sirigu, Spieler bei Darmstadt 98, folgten dem spannenden Dialog, bei der sich viele Parallelen zwischen Krankenhausbetrieb und Mannschaftssport auftaten. 
Der SV Darmstadt 98 schreibt derzeit eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte: Noch vor wenigen Jahren spielte der Traditionsverein in der Oberliga. Als Rüdiger Fritsch im Jahr 2008 als Vize-Präsident zum SV 98 kam, machte der Verein eine schwierige Phase durch, es drohte die Insolvenz. Inzwischen stehen die Darmstädter auf Rang vier in der 2. Fußball-Bundesliga. „Wir haben in der Bevölkerung so viel Sympathie, Solidarität und finanzielle Hilfe erfahren, dass wir den Wandel geschafft haben“, berichtete Fritsch, der sein Präsidentenamt ehrenamtlich ausübt.
Ungewöhnlich ist auch die Situation an der Klinik für Unfallchirurgie am Klinikum Wetzlar - zumindest was die Art der Führung betrifft: Chefarzt Dr. Gausepohl arbeitet eng mit Professor Dr. Jan Schmitt, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, zusammen. Diese Form der Organisation sei in Deutschland einzigartig, so Dr. Gausepohl. Das rund 15-köpfige Team aus Ober- und Assistenzärzten hat nun zwei Chefs. „Das klappt hervorragend, weil die Mannschaft sehr gut aufeinander eingespielt ist“, so Dr. Gausepohl.
„Medizin und Sport sind von außen betrachtet zwei unterschiedliche Themengebiete - abgesehen von Sportverletzungen, bei denen es offensichtlich zu einer Schnittmenge kommt. Die Veranstaltung hat uns gezeigt, dass es auch in anderen Bereichen Parallelen gibt. So hängt der Erfolg einer Mannschaft - sowohl im Klinikbereich als auch im Sportbereich maßgeblich davon ab, wie das Team zusammengesetzt ist und wie es zusammenspielt“, so Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, der bei der Veranstaltung die Begrüßung und die Schlussworte übernahm. Parallelen gebe es auch im Bereich der Innovation und Investition: Ohne Innovation sei kein Erfolg möglich und ohne Investition könne keine Wirtschaftlichkeit erreicht werden, schloss Kreutzer.