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Neujahrsempfang: Personal ist Zukunftsfaktor

Genossen den Abend beim Neujahrsempfang: Dr. Norbert Köneke, Medizinischer Direktor Lahn-Dill-Kliniken, Wolfgang Schuster, Landrat Lahn-Dill-Kreis, Richard Kreutzer, Geschäftsführer Lahn-Dill-Kliniken, Privatdozent Dr. Erich Lotterer, Ärztlicher Direktor Klinikum Wetzlar-Braunfels, Wolfram Dette, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Lahn-Dill-Kliniken, Katja Streckbein, Kaufmännische Direktorin Lahn-Dill-Kliniken, Stephan Aurand, Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter Lahn-Dill-Kreis.

Rund 150 Gäste waren zum Neujahrsempfang der Lahn-Dill-Kliniken gekommen.

Braunfels, Dillenburg, Wetzlar, 27. Januar 2017 – „Wir können dieses Jahr wieder ein positives Geschäftsergebnis ausweisen. Ich bedanke mich herzlich bei unseren Mitarbeitern für ihr großes Engagement. Denn sie sind ein wesentlicher Faktor, wenn es um eine erfolgreiche Zukunft der Lahn-Dill-Kliniken geht“, erklärte Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken beim Neujahrsempfang der Lahn-Dill-Kliniken am 26. Januar. Das Gesamtunternehmen Lahn-Dill-Kliniken GmbH wird in 2016 ein voraussichtlich positives Jahresergebnis von über 2 Millionen Euro aufweisen können. „Wenn man bedenkt, dass immer noch zirka ein Drittel der Kliniken in Deutschland rote Zahlen schreiben, kann man auf dieses Ergebnis stolz sein“, ergänzte Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises. Der Umsatz des Gesamtunternehmens Lahn-Dill-Kliniken GmbH lag bei rund 180 Millionen Euro. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um über etwa 7 Millionen Euro.Richard Kreutzer betonte, dass es immer schwieriger werde, schwarze Zahlen zu schreiben. „Wir können unsere hochkarätigen medizinischen Leistungen in vielen Bereichen nur anbieten, weil die Patienten uns vertrauen“, sagte Kreutzer. „Voraussetzung, um im Wettbewerb bestehen zu können ist, dass wir genügend engagierte Mitarbeiter haben, die gemeinsam mit uns an unseren Zielen arbeiten.“ Darum sei es das Ziel, für Mitarbeiter attraktiver zu sein als andere Kliniken.Außerdem sei eine zukunftsweisende strategische Ausrichtung erforderlich. Gemeinsam mit vielen Mitarbeitern habe man im letzten Jahr viel Zeit aufgewendet, um eine 5-Jahres-Planung festzulegen. Dabei seien mehrere Schwerpunkte gesetzt worden. „Wir werden zum Beispiel die Onkologie weiter entwickeln. Mit unseren bereits vorhandenen zertifizierten Zentren sind wir hier bereits sehr gut aufgestellt. Darauf bauen wir auf.“Weiterer Ausbau von medizinischen LeistungenWeiterhin sei geplant, in den kommenden Jahren an den Lahn-Dill-Kliniken eine Gerontopsychiatrie und eine Abteilung für Pneumologie zu etablieren. Zudem sollen die Diabetologie und die spezielle Schmerztherapie ausgebaut werden. „Außerdem ist unser Ziel, die Herz-Kreislauf-Medizin und die Neurologie weiter zu entwickeln. Darüber hinaus wollen wir einen Schwerpunkt bei der Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates legen.“Wesentlich für die Weiterentwicklung: Investitionen„Um eine kontinuierliche Weiterentwicklung voranzutreiben, ist es wichtig, kontinuierlich Investitionen zu tätigen“, sagte Wolfgang Schuster. In 2016 hatten die Lahn-Dill-Kliniken rund 12 Millionen Euro investiert. Es sei geplant, 2017 und in den Folgejahren über 50 Millionen Euro zu investieren. Mit folgenden großen Bauprojekten soll in diesem Jahr begonnen werden: dem Neubau einer Küche mit angeschlossenem Konferenzzentrum am Klinikum Wetzlar, der Erweiterung des OPs am Standort Wetzlar und der Aufstockung der Dill-Kliniken, um mehr Bettenkapazität zu schaffen. „Außerdem wird die Stationssanierung auf der Südseite des Klinikums Wetzlar fortgesetzt.“Vernetzung als wichtiger Faktor für die ZukunftWolfgang Schuster betonte außerdem, dass es in der Zukunft wichtig sei, sich mit anderen Krankenhäusern zusammenzuschließen, mit dem Ziel sich gegenseitig zu fördern und weiter wirtschaftlich arbeiten zu können. „Es ist aus unserer Sicht wichtig, sich weiter zu vernetzen, sowohl im stationären als auch im ambulanten Sektor oder im stationär-ambulanten Bereich“, so Schuster. „Wir werden in diesem Jahr hierzu verstärkt Gespräche führen und sind zuversichtlich, ein positives Ergebnis zu erreichen.“Ein konkretes Projekt, um den ambulanten und stationären Bereich im Lahn-Dill-Kreis weiter zu vernetzen, sei bereits geplant. „Wir sind Modellregion für ein Projekt des Hessischen Sozialministeriums zur Entwicklung einer elektronischen Patientenakte, die sektorenübergreifend eingeführt werden soll“, sagte Schuster. Die Umsetzung erfolgt über die Gesellschaft zur Förderung der Gesundheitsregion Lahn-Dill (GFG), eine gemeinsame Tochtergesellschaft des Arztnetzes für die Region Lahn-Dill (A.N.R. e.V.) und der Lahn-Dill-Kliniken.Landärztliche Versorgung im BlickpunktEin weiteres wichtiges Thema für die Region in den kommenden Jahren ist die Sicherung der landärztlichen Versorgung. „Ein Vorzeigeprojekt ist dabei das Landarztnetz Lahn-Dill, welches das Ziel hat, die hausärztliche Versorgung in ländlich geprägten Regionen aufrecht zu erhalten“, so Schuster. Inzwischen betreibt das Landarztnetz vier Praxen und beschäftigt insgesamt 43 Mitarbeiter. „Die Projektplanung sieht vor, dass 2017 eine weitere Praxis in den Verbund eingegliedert wird.“Qualitätsanforderungen steigenDie steigenden Anforderungen in Bezug auf die Qualität medizinischer Leistungen thematisierte Privatdozent Dr. Erich Lotterer, Ärztlicher Direktor des Klinikums Wetzlar-Braunfels: „Die Qualitätsanforderungen werden weiter zunehmen, darauf müssen wir uns einstellen.“ 2016 seien wieder viele Maßnahmen in dieser Richtung umgesetzt worden. So wurde beispielsweise das Klinikum Wetzlar als erstes Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung in Mittelhessen zertifiziert. Außerdem wurden neue medizinische Geräte angeschafft, um die medizinische Qualität weiter auszubauen. Als ein Beispiel nannte Dr. Lotterer den O-Arm, der es ermöglicht, operative Eingriffe an der Wirbelsäule noch sicherer durchführen zu können. „Mit unseren zahlreichen zertifizierten Zentren und Einrichtungen, aber auch mit der medizintechnischen Ausstattung, gehören wir zu den Kliniken, die in Hessen am besten aufgestellt sind. Darauf müssen wir aufbauen und uns weiterentwickeln“, sagte der Ärztliche Direktor. „Wichtig ist auch, dass wir unsere Behandlungsqualität offenlegen. Seit letztem Jahr werden die Qualitätsdaten der Lahn-Dill-Kliniken für viele Krankheitsbilder im Rahmen des Clinotel-Krankenhausverbundes veröffentlicht.“Fachpersonal als ErfolgsfaktorAn den Dill-Kliniken in Dillenburg wurde 2016 das Schlaflabor erfolgreich akkreditiert. „Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin bestätigt damit, dass die Einrichtung alle nötigen Qualitätsanforderungen erfüllt“, erklärte Dr. Roger Agne, Ärztlicher Direktor der Dill-Kliniken in Dillenburg. „Unser Ziel ist es jetzt, die Weaning-Station zertifizieren zu lassen.“ Auf der Weaning-Station werden Patienten, die längere Zeit beatmet wurden, vom Beatmungsgerät entwöhnt.Aufgrund der positiven Leistungsentwicklung soll in den Dill-Kliniken in den nächsten Jahren zusätzliche Bettenkapazität geschaffen werden. Es ist geplant, den Westflügel des Gebäudes aufzustocken. „Der Ausbau soll Ende 2018 fertiggestellt sein“, sagte Dr. Roger Agne, Ärztlicher Direktor der Dill-Kliniken. Um weiter erfolgreich zu sein, sei es wichtig, zukünftig genügend Fachpersonal gewinnen zu können. „Mit der Ernennung der Dill-Kliniken als Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps-Universität Marburg im letzten Jahr haben wir einen wegweisenden Schritt zur Sicherung des medizinischen Nachwuchses beschritten“, sagte Dr. Agne.