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Neujahrsempfang Lahn-Dill-Kliniken: Richtige Strategie maßgeblich für Erfolg

Rund 150 Gäste kamen zum Neujahrsempfang der Lahn-Dill-Kliniken.

Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, verkündete, dass die Lahn-Dill-Kliniken ein positives Geschäftsergebnis für das Jahr 2015 ausweisen können.

Braunfels, Dillenburg, Wetzlar, 22. Januar 2016 – Nur mit der richtigen Strategie können die Lahn-Dill-Kliniken weiterhin erfolgreich bleiben. Zu diesem Ergebnis kamen die Redner beim diesjährigen Neujahrsempfang der Lahn-Dill-Kliniken am 21. Januar. „Wir können dieses Jahr wieder ein positives Geschäftsergebnis ausweisen. Dies ist unseren Mitarbeitern zu verdanken, die jeden Tag Beachtliches leisten“, erklärte Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken bei seiner Begrüßung. Das Gesamtunternehmen Lahn-Dill-Kliniken GmbH hat in 2015 voraussichtlich rund drei Millionen Euro für zukünftige Investitionen erwirtschaftet. „Um auch zukünftig erfolgreich zu sein, ist es wichtig, auch weiterhin die richtige Unternehmensstrategie zu verfolgen“, ergänzte Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises.Richard Kreutzer betonte, dass ausschließlich Krankenhäuser, die genügend Personal haben, die Herausforderungen der Zukunft stemmen könnten. „Der Wettbewerb um qualifiziertes Personal wird weiter zunehmen. Darum ist es unser Ziel, für Mitarbeiter attraktiver zu sein als andere Kliniken.“ Wichtig sei in diesem Jahr, die weitere Strategie für die Jahre 2018 bis 2023 zu entwickeln, da die strategischen Projekte der 5-Jahres-Planung aus dem Jahr 2012 nahezu alle umgesetzt worden seien. „Ein Erfolgsfaktor der Lahn-Dill-Kliniken ist es, dass wir die Unternehmensstrategie gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickeln. Dadurch erreichen wir die größtmögliche Akzeptanz und können die Strategie stringent verfolgen“, sagte Kreutzer.Steigende PatientenzahlenWolfgang Schuster betonte in seiner Rede, dass ein positives Jahresergebnis nicht selbstverständlich sei, denn immer noch schrieben ein Drittel der Kliniken in Deutschland rote Zahlen. „Entscheidend ist es, dass Patienten, einweisende Ärzte und Mitarbeiter weiterhin zufrieden mit den Lahn-Dill-Kliniken sind.“ Man sei hier auf dem richtigen Weg, das verdeutlichten die Patientenzahlen: „Auch 2015 haben mehr Patienten den Lahn-Dill-Kliniken ihr Vertrauen ausgesprochen. Die Zahl der stationären Fallzahlen ist 2015 auf fast 41.000 gestiegen. Das ist eine erneute Steigerung um über zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, verdeutlichte Schuster. Der Umsatz des Gesamtunternehmens Lahn-Dill-Kliniken GmbH lag bei über 173 Millionen Euro. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um über 10 Millionen Euro. Für die Behandlung der Patienten haben die Lahn-Dill-Kliniken auch wieder mehr Personal eingestellt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 2.215 Mitarbeiter. Das sind rund 140 mehr als 2014.Außerdem wurden 2015 wieder mehr Patienten mit komplexen und schweren Krankheitsbildern behandelt. „Besonders erfreulich ist, dass die Dill-Kliniken in Dillenburg deutlich zu diesem Ergebnis beitragen. Das Zentrum für Schlafmedizin mit Weaning-Station und Schlaflabor hat sich innerhalb kurzer Zeit in Dillenburg etabliert“, erläuterte der Landrat. Erstmals wurden in den Dill-Kliniken über 13.000 stationäre Patienten behandelt.Positiv sei auch, dass wieder mehr Kinder in den Lahn-Dill-Kliniken geboren werden: „Die Zahl der Geburten liegt mit 1066 deutlich über denen der Vorjahre“, erklärte Schuster.Ein weiterer Baustein des Erfolges seien auch Investitionen, um die Weiterentwicklung voranzutreiben. „In den Jahren 2011 bis einschließlich 2021 wurden und werden über 124 Millionen Euro in Bau- und Technische Maßnahmen investiert.“ Große Bauprojekte in den kommenden Jahren werden unter anderem die Stationssanierungen auf der Südseite des Klinikums Wetzlar und der Neubau der Küche am Klinikum Wetzlar sein.Im Fokus: Größere Verbunde und landärztliche VersorgungWolfgang Schuster betonte außerdem, dass es ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Zukunft sei, sich in größeren Verbünden zu organisieren, um Synergien zu bilden und die Wirtschaftlichkeit zu sichern. „Mit dem Gesundheitszentrum Wetterau konnten wir im letzten Jahr leider keine Einigung erzielen. Wir planen nach der Kommunalwahl im März erneut Gespräche zu führen, gegebenenfalls auch mit weiteren potenziellen Partnern“, so Schuster.Bedeutungsvoll für die Zukunft sei zudem, die landärztliche Versorgung im Lahn-Dill-Kreis zu sichern, denn zahlreiche Hausärzte gingen in den kommenden Jahren in den Ruhestand. „Mit dem Landarztnetz Lahn-Dill haben wir in der Region ein Vorzeigeprojekt, das im letzten Jahr sogar mit dem Hessischen Demografiepreis der Hessischen Staatskanzlei ausgezeichnet wurde“, so Schuster.QualitätsoffensiveVor dem Hintergrund des neuen Krankenhausstrukturgesetzes wird Qualität eine immer größere Rolle spielen. Für gute Qualität soll es zukünftig Zuschläge geben. Bei schlechten Leistungen müssen die Kliniken hingegen künftig Abschläge in Kauf nehmen. „Im Sinne der Patienten ist dies eine positive Weiterentwicklung“, sagte Privatdozent Dr. Erich Lotterer, Ärztlicher Direktor des Klinikums Wetzlar-Braunfels in seiner Rede. „Die Lahn-Dill-Kliniken sind darauf gut vorbereitet. Die Patienten erhalten hier eine qualitativ hochwertige Behandlung. Wir müssen aber alles daran setzen, dieses Niveau zu halten, und es sollte das Ziel aller Beschäftigten sein, es sogar weiter auszubauen.„Ein wichtiger Bestandteil einer hochwertigen Versorgung ist die Bündelung von Kompetenzen“, sagte der Mediziner. In den letzten Jahren seien zahlreiche standortübergreifende Zentren an den Lahn-Dill-Kliniken gegründet worden, um den Patienten die bestmögliche Versorgung anbieten zu können. „Dieser Trend wird weiter zunehmen“, sagte der Ärztliche Direktor. „Denn neben den Patienten profitieren auch die Mitarbeiter von den übergeordneten Leistungsstrukturen, da die Weiterbildungsmöglichkeiten weiter verbessert werden“, so Dr. Lotterer. „Dieser Aspekt ist wichtig, um die Arbeitnehmerattraktivität zu steigern – gerade in Zeiten des Fachkräftemangels.“