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Neujahrsempfang: „Innovative Projekte vorantreiben“

Rund 150 Gäste folgten der Einladung der Lahn-Dill-Kliniken zum Neujahrsempfang. Unter Ihnen (v.l.n.r.) Wolfgang Hofmann, Krankenhaussonderbeauftragter des Lahn-Dill-Kreises, Georg Müller, Erster Vorsitzende des Arzt-Notrufs der Region Lahn-Dill (A.N.R. e.V.), Wolfram Dette, Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar und Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises.

Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken hat sich für 2014 zum Ziel gesetzt, den Fokus auf den Bereich Pflege zu legen.

Braunfels, Dillenburg, Wetzlar, 24. Januar 2014 - Der Neujahrsempfang der Lahn-Dill-Kliniken am 23. Januar fand in diesem Jahr an einem außergewöhnlichen Ort statt: im gerade entstehenden Medi-Center Wetzlar. Das moderne Gesundheitszentrum am Klinikum Wetzlar soll im Frühsommer dieses Jahres fertig gestellt sein. „Im zunehmenden Wettbewerb innerhalb der Krankenhauslandschaft ist es wichtig, dass sich die Lahn-Dill-Kliniken kontinuierlich weiterentwickeln und innovative Projekte wie das Medi-Center Wetzlar vorantreiben“, erklärte Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, bei seiner Begrüßung. „Denn nur dann können wir uns abgrenzen, so wie wir das in den vergangenen Jahren geschafft haben“. 

Auch 2013 können die Lahn-Dill-Kliniken voraussichtlich eine schwarze Null als Geschäftsergebnis ausweisen. „Wir werden sogar ein positives Ergebnis verzeichnen“, sagte Kreutzer. Der Umsatz des Gesamtunternehmens konnte mit rund 160 Millionen Euro noch einmal um etwa vier Prozent gesteigert werden. Die EBITDA-Marge (EBITDA = earnings before interest, taxes, depreciation and amortization), also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz, lag 2013 bei über fünf Prozent. „Damit haben die Lahn-Dill-Kliniken das selbstgesteckte Ziel erreicht“, so Kreutzer.

Kreutzer betonte, dass es in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich sei, ein solches Geschäftsergebnis im Klinikbereich vorzuweisen: „Mehr als die Hälfte aller Kliniken in Deutschland schreibt rote Zahlen. Mein Dank geht an alle Mitarbeiter der Lahn-Dill-Kliniken, denn sie sind diejenigen, die mit ihrem Engagement ein solches Ergebnis ermöglichen“. 

Dieses Geschäftsergebnis wurde nicht durch eine Reduktion der Personalkosten erreicht. Auch 2013 haben die Lahn-Dill-Kliniken ihr Personal aufgestockt - es konnten rund zwei Prozent mehr Mitarbeiter eingestellt werden. Für 2014 hat sich Kreutzer zum Ziel gesetzt, den Fokus auf den Bereich Pflege zu legen. Sein Ziel ist es, die Ausbildung in diesem Bereich weiter zu fördern und mehr Pflegepersonal auf den Stationen einzusetzen. 

Kreutzer mahnte jedoch auch die unzureichende Krankenhausfinanzierung an: „Wir müssen Jahr für Jahr unsere Kosten- und Leistungsstrukturen sowie unsere Prozesse anpassen und optimieren. Irgendwann ist jegliches Verbesserungs-potenzial ausgeschöpft und zusätzliche Optimierungsversuche führen zur weiteren Arbeitsverdichtung und Verschlechterung im Ablauf des Krankenhausbetriebs. Leidtragende sind dann unsere Patienten und unsere Mitarbeiter.“ Der Geschäftsführer forderte in seiner Rede eine faire und ausreichende Finanzierung von Krankenhausleistungen. 

Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises und Aufsichtsratsvorsitzender der Lahn-Dill-Kliniken, betonte, dass die Zufriedenheit der Patienten, der niedergelassenen Ärzte und der Mitarbeiter der Lahn-Dill-Kliniken in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung zunehmen wird. „Es ist nicht selbstverständlich, dass immer mehr Patienten den Lahn-Dill-Kliniken ihr Vertrauen aussprechen und sich dort behandeln lassen“, so der Landrat. 

„2013 wurden in den Lahn-Dill-Kliniken rund 40.000 Patienten stationär behandelt. Das ist eine erneute Steigerung um fast vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, verdeutlichte Schuster. Ebenso wurden 2013 wieder mehr Patienten mit schweren und komplexen Krankheitsbildern behandelt, dies zeigt der so genannte Case-Mix, der von rund 37.000 im Jahr 2012 auf über 38.000 in 2013 angestiegen ist.

Ein wichtiger Bestandteil des Erfolges sei es, in den nächsten Jahren in die richtigen Projekte zu investieren, so Schuster. 2013 tätigten die Lahn-Dill-Kliniken Investitionen in Höhe von etwa 24,5 Millionen Euro. Im Jahr 2014 sollen rund 19 Millionen Euro investiert werden. Allein in das Medi-Center Wetzlar investieren die Lahn-Dill-Kliniken rund 10 Millionen Euro. „Die Bürger des Lahn-Dill-Kreises profitieren durch den entstehenden Gesundheitscampus sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich durch den Ausbau der medizinischen Leistungen“, unterstrich der Landrat. 

Auch der Auf- und Ausbau des Leistungsangebots der Tochtergesellschaften der Lahn-Dill-Kliniken wird ein wichtiger Erfolgsfaktor sein. So wird zum Beispiel das Rehabilitationszentrum MedReha GmbH, das unter dem Markennamen „kerngesund!“ beworben wird, zukünftig ein breites Leistungsspektrum der medizinischen Rehabilitation und der Physio- und Ergotherapie anbieten. 

„Zufriedenheit bei unseren Patienten und Einweisern können wir nur erreichen, wenn auch die Qualität der Behandlung stimmt“, betonte Priv.-Doz. Dr. Erich Lotterer, Ärztlicher Direktor des Klinikums Wetzlar-Braunfels in seinem Grußwort. „Die Qualität der Behandlung an den Lahn-Dill-Kliniken ist gut, das zeigen die zahlreichen zertifizierten Zentren und Fachbereiche. Außerdem wird uns die gute Behandlungsqualität auch durch unabhängige Vergleiche mit anderen Kliniken bestätigt“, so Lotterer. „Um die Qualität weiter auf diesem Niveau zu halten beziehungsweise sie weiter ausbauen zu können, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Hier ist auch die Politik gefragt“, sagte der Ärztliche Direktor. 

Der erste Vorsitzende des Arzt-Notrufs der Region Lahn-Dill (A.N.R. e.V.) Georg Müller verdeutlichte in seiner Präsentation die Notwendigkeit des Landarztnetzes Lahn-Dill. Die neue Tochtergesellschaft der Lahn-Dill-Kliniken wurde gemeinsam mit dem niedergelassenen Allgemeinmediziner Dr. Michael Saar am 1. Januar 2014 gegründet. 

Das Landarztnetz verfolgt das Ziel, die landärztliche Versorgung im Lahn-Dill-Kreis sicherzustellen. „Bei der ärztlichen Versorgung im Lahn-Dill-Kreis besteht die Notwendigkeit zu handeln. Denn den Patienten im Lahn-Dill-Kreis droht der Ärztemangel. Oft ist es heute schon schwierig, eine Hausarztpraxis neu zu besetzen. Mit dem Landarztnetz Lahn-Dill haben wir zukünftig mehr Spielraum“, so Müller.