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Nachtlandungen nun möglich. Hubschrauberlandeplatz in Betrieb

Der modernisierte Hubschrauberlandeplatz am Klinikum Wetzlar ist nun betriebsbereit. Auch nachts kann jetzt das Klinikum Wetzlar von Rettungshubschraubern angeflogen werden, da der Landeplatz mit einer 24-Stunden Betriebsgenehmigung zugelassen ist. „Ein Tag- und Nachtflugtauglicher Landeplatz ist für Primäreinsätze sowie für Verlegungsflüge von Patienten für die Lahn-Dill-Kliniken von erheblicher Bedeutung“, sagte Tobias Gottschalk, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken. „Darum freuen wir uns sehr, dass das Regierungspräsidium Kassel den Bau genehmigt und freigegeben hat.“ Für die Genehmigung seien neben einem Eignungsgutachten, ein Lärmgutachten und ein Fledermausfaunistisches Gutachten notwendig gewesen. 

Die neue Landefläche wurde aufgrund der vorgegebenen An- und Abflugwinkel nach Westen verschoben und hat eine Flugfeldbefeuerung sowie Leuchten zur Ausleuchtung des 784 Quadratmeter großen quadratischen Landeplatzes erhalten. Zudem wurden Flugplatzleuchtfeuer (Blitzfeuer) sowie weitere Hindernisfeuer auf dem Dach des Hauptgebäudes des Klinikums Wetzlar eingerichtet. „Wir haben uns vor und während des Baus intensiv mit unseren Nachbarn abgestimmt“, erklärte Tobias Leineweber, Leiter Technische Dienst und Infrastruktur an den Lahn-Dill-Kliniken. So wurde eine Schornsteingruppe auf dem Nachbargrundstück der Firma Satisloh mit Hindernisfeuern ausgerüstet. „Die Schornsteingruppe liegt im jetzigen An- und Abflugkorridor, darum war es wichtig, dass diese entsprechend markiert wurde. Der Firma Satisloh danken wir für ihre Unterstützung und Kooperation.“ Weitere Abstimmungen waren zudem mit dem Amt für Brandschutz und der Stadt Wetzlar notwendig.

Neu installiert wurde auch eine Leitwarte, von der aus Landungen und Abflüge überwacht und die Beleuchtungseinrichtungen gesteuert werden. Sie beinhaltet unter anderem die technischen Anlagen, einen fahrbaren Löschcontainer, Notfallequipment und eine spezi­elle elektromotorisch unterstützende Hubschrauberfahrtrage.

Der Landeplatz entspricht den neuesten europäischen Vorgaben und ist ab sofort uneingeschränkt betriebsbereit. Bei jeder Landung ist ein sogenannter Flugleiter am Landeplatz vorgeschrieben, der von den Bereichen Zentrale Notaufnahme und der Abteilung Bau und Technik gestellt wird. Die Ausbildung und Einweisung erfolgte bereits während der Bauphase.