Twitter Facebook YouTube Xing Chat

Zertifizierte Zentren

Weitere Zentren


Masern – was verhindert die Ausrottung?

Fortbildung

Führten eine erfolgreiche Fortbildung zum Thema Masern durch (von links): Prof. Dr. Annette Mankertz (RKI), Peter Franz (A. N. R.), Dr. Gisela Ballmann (Lahn-Dill-Kreis), Martin Leimbeck (A. N. R.), Prof. Dr. Sabine Wicker (Universitätsklinikum Frankfurt), Ute Hiller (Lahn-Dill-Kliniken).

Wetzlar, 29. Mai 2017 – Deutschland hat sich dem Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO angeschlossen, Masern und Röteln zu eliminieren. Dieses Ziel konnte bisher nicht erreicht werden, da es aufgrund einer unzureichenden Impfrate immer wieder zu lokalen Ausbrüchen kommt - so auch im Februar dieses Jahres im Lahn-Dill-Kreis. Aus diesem Grund haben die Lahn-Dill-Kliniken gemeinsam mit der Gesellschaft zur Förderung der Gesundheitsregion Lahn-Dill, dem Lahn-Dill-Kreis und dem Arztnetz für die Region Lahn-Dill (A.N.R. e.V.) im Mai zu einer Fortbildung zum Thema "Masern - was verhindert den Weg zur Elimination?" eingeladen. Mehr als 50 Personen aus dem Gesundheitswesen nahmen an der Veranstaltung teil. Referiert haben Ute Hiller, Leitende Ärztin der Hygieneabteilung der Lahn-Dill-Kliniken, und Dr. Gisela Ballmann, Leiterin des Gesundheitsamtes des Lahn-Dill-Kreises. Sie erläuterten ausführlich die Situation während der Zeit der Masernerkrankungen und veranschaulichten, welche Maßnahmen getroffen wurden. Als weitere Referentinnen waren zwei anerkannte Expertinnen zum Thema eingeladen: Prof. Dr. Sabine Wicker, Leiterin des Betriebsärztlichen Dienstes des Universitätsklinikums Frankfurt/Main und Vorsitzende der nationalen Verifizierungskommission, und Prof. Dr. Annette Mankertz, Leiterin des Nationalen Referenzzentrums "Masern, Mumps, Röteln" am Robert-Koch Institut (RKI). Prof. Sabine Wicker sprach über Möglichkeiten der Masern-Elimination und wie die Arbeitsmedizin mittels Impfungen dabei helfen kann, weitere Ausbrücke in Deutschland zu verhindern. Prof. Annette Mankertz stellte sehr ausführlich dar, wie das RKI und das dortige Labor Unterstützung dabei leisten, Masernfälle zu identifizieren und Laborberichte richtig zu deuten.Bei der abschließenden Diskussion beantworteten die Referenten unter der Moderation von Martin Leimbeck, niedergelassener Arzt aus Braunfels und A.N.R.-Mitglied, Fragen aus dem Plenum. Sie konnten viele Hinweise zum Impfen und zur Diagnose von Masern und anderen übertragbaren Krankheiten geben.