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Lahn-Dill-Kliniken erhalten MRE-Siegel

Vorbildlich im Kampf gegen multiresistente Erreger

Bei der Verleihung des Siegels (von links): Rolf Wolter, Hygienefachkraft der Lahn-Dill-Kliniken sowie Vorstandsmitglied des MRE-Netzes Mittelhessen, Dr. Norbert Köneke, Medizinischer Direktor der Lahn-Dill-Kliniken und Vorsitzender der Hygienekommission, Prof. Dr. Klaus Rauber, Stellvertretender Ärztlicher Direktor Lahn-Dill-Kliniken, Dr. Gisela Ballmann, Leiterin des Gesundheitsamtes des Lahn-Dill-Kreises, Iskender Schütte, MRE-Netz Mittelhessen und Gesundheitsamt Landkreis Gießen, Ute Hiller, Leitende Ärztin Hygiene der Lahn-Dill-Kliniken, Stefanie Felix, Hygienefachkraft an den Lahn-Dill-Kliniken.

Wetzlar, 15. Mai 2019 – Die Lahn-Dill-Kliniken mit den Standorten Wetzlar, Braunfels und Dillenburg sind mit dem MRE-Siegel des MRE-Netzes Mittelhessen ausgezeichnet worden. Damit würdigt das unabhängige Netzwerk den vorbildlichen Einsatz der Lahn-Dill-Kliniken bei der Bekämpfung von multiresistenten Erregern (MRE). „Der Schutz unserer Patienten vor multiresistenten Erregern ist ein wichtiges Anliegen“, sagte Dr. Norbert Köneke, Medizinischer Direktor der Lahn-Dill-Kliniken und Vorsitzender der Hygienekommission. „Die Verleihung des MRE-Siegels zeigt, dass wir an den Lahn-Dill-Kliniken einen hohen Standard haben. Gleichzeitig ist das Siegel eine Würdigung des Engagements unserer Mitarbeiter beim Thema Hygiene.“

Multiresistente Erreger, die nicht mit Antibiotika bekämpft werden können, sind in Krankenhäusern eine enorme Herausforderung. Um dieser entgegen zu treten und sich besser zu vernetzen, haben Krankenhäuser, weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens und die Gesundheitsämter der fünf mittelhessischen Landkreise 2012 das MRE-Netz Mittelhessen gegründet. Die Lahn-Dill-Kliniken sind von Anfang an dabei.

Das Siegel können Einrichtungen beantragen, die mindestens zwei Jahre lang die Anforderungen des MRE-Netzes erfüllt haben. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema Händedesinfektion. „Wir stellen aber auch den empfohlenen Screening-Prozess sicher und informieren die nachbehandelnden Einrichtungen darüber, ob ein Patient an MRE erkrankt ist“, erklärt Rolf Wolter, dienstälteste Hygienefachkraft der Lahn-Dill-Kliniken sowie Gründungsmitglied und seit vielen Jahren Vorstandsmitglied des MRE-Netzes Mittelhessen. „Diese Kommunikation ist besonders wichtig, denn wir sind – wenn man das gesamte Gesundheitssystem betrachtet – nur ein Glied in der Kette. Zu uns kommen regelmäßig Patienten aus anderen Kliniken oder etwa aus Pflegeheimen. Und auch unsere Patienten werden in andere Kliniken verlegt oder gehen wieder zurück in ihre Einrichtungen. Da ist es wichtig, dass Informationen zu einer etwaigen Besiedlung mit MRE rechtzeitig übermittelt werden. Schließlich arbeiten wir alle daran, dieses Problem einzudämmen“, so Wolter.

„Das Thema Hygiene ist für alle Mitarbeiter von enormer Wichtigkeit“, berichtete Hygienefachkraft Stefanie Felix aus ihrem Klinikalltag. „Wir arbeiten täglich daran, dass unsere Mitarbeiter stets auf dem aktuellen Stand sind und ihnen alle Informationen zur Verfügung stehen, die sie benötigen.“ Die Ärztliche Leiterin der Hygieneabteilung Ute Hiller fügte hinzu, dass bei Hygienemaßnahmen auch eine umfassende Dokumentation notwendig sei: „Das ist eine Herausforderung, dennoch klappt die Umsetzung bei den Kollegen sehr gut.“

Ein weiteres Kriterium, um das MRE-Siegel zu erhalten, ist die konsequente Teilnahme an Fortbildungen, um beim Thema multiresistente Keime auf dem neuesten Stand zu bleiben. „Wir führen regelmäßig Schulungen zum Thema Hygiene durch, um unsere Mitarbeiter immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu informieren“, sagte Ute Hiller.

Dr. Gisela Ballmann, Leiterin des Gesundheitsamtes des Lahn-Dill-Kreises, richtete mit ihren Glückwünschen auch einen Appell an die Klinikmitarbeiter. „Seien Sie inspiriert, das, was sie gemacht haben, auch weiterzutreiben und das Siegel mit Leben zu füllen. Es ist nicht nur ein Qualitätssiegel, sondern muss auch als Anlass verstanden werden, sich mit anderen Einrichtungen zu vernetzen und über das wichtige Thema Hygiene auszutauschen.“

Weitere Informationen zum MRE-Netz Mittelhessen: www.mre-netzwerk-mittelhessen.de