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Kooperation seit 10 Jahren: Neurologische Kliniken feiern Jubiläum

Feiern das zehnjährige Bestehen ihrer Kooperation: Richard Kreutzer, Geschäftsführer Lahn-Dill-Kliniken, Prof. Dr. Jens Peter Klußmann, Ärztlicher Direktor UKGM in Gießen, Prof. Dr. Manfred Kaps, Chefarzt der Neurologischen Kliniken am UKGM in Gießen und am Klinikum Wetzlar, Dr. Norbert Köneke, Medizinischer Direktor Lahn-Dill-Kliniken, Wolfgang Schuster, Landrat Lahn-Dill-Kreis (v.l.).

Wetzlar, 9. Dezember 2015 – Grund zu feiern haben die beiden Neurologischen Kliniken am Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM), Standort Gießen, und das Klinikum Wetzlar: Ihr Kooperationsvertrag besteht bereits seit zehn Jahren. „In beiden Kliniken werden ambulante und stationäre Patienten mit neurologischen Erkrankungen auf höchstem Niveau versorgt“, sagte Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, bei der Feierstunde im Klinikum Wetzlar.Kreutzer sprach Chefarzt Professor Dr. Manfred Kaps und den Teams der beiden Standorte seinen Dank aus: „Es ist Ihnen zu verdanken, dass die Zusammenarbeit der beiden Krankenhäuser in diesem Bereich so gut funktioniert.“ Die Patienten im Lahn-Dill-Kreis profitierten von solchen Versorgungsnetzwerken, da sie eine wichtige Voraussetzung für eine moderne Therapie seien.„Die Neurologie in Wetzlar und Gießen ist ein sehr gutes Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation im Gesundheitswesen“, verdeutlichte Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises. „Eine Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg ist wichtig, um in der hart umkämpften Krankenhauslandschaft bestehen und eine optimale Versorgung der Patienten gewährleisten zu können.“Typische Krankheitsbilder der Neurologie sind unter anderem Schlaganfall, Parkinson, Epilepsie und Multiple Sklerose. Die Schlaganfalltherapie bildet einen Schwerpunkt der Neurologischen Klinik in Wetzlar. Auf der zertifizierten Schlaganfallspezialstation, der so genannten Stroke Unit, erfolgt eine zeitgemäße und hochwertige Akutversorgung von Schlaganfällen. Insgesamt werden in der Neurologischen Klinik in diesem Jahr rund 2000 Patienten stationär behandelt.Das Behandlungsspektrum  der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums in Gießen umfasst das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen. Die Klinik verfügt über ambulante Spezialsprechstunden mit besonderer Expertise für  Multiple Sklerose, Parkinsonerkrankungen und periphere Nervenerkrankungen sowie eine Neurologische Intensivstation. Weitere neuromedizinische Disziplinen  in Gießen sind Neurochirurgie, Neuroradiologie und Neuropathologie. „Die Komplexität in der Neurologie steigt – und damit auch die Kosten. Ein Vorteil unserer Kooperation ist, dass wir Erfahrungen und Ressourcen gemeinsam nutzen können“, so Professor Dr. Jens Peter Klußmann, Ärztlicher Direktor des UKGM am Standort Gießen.Professor Dr. Manfred Kaps, Chefarzt der Neurologischen Kliniken am Klinikum Wetzlar und am UKGM, ging in seinem Vortrag auf die steigende Bedeutung der neurologischen Erkrankungen ein. „Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Aufgrund der demografischen Entwicklung rechnen Experten in den nächsten Jahrzehnten mit einem deutlichen Anstieg der Schlaganfall-Häufigkeit.“ Die Folgen eines Schlaganfalls seinen häufig schwerwiegend: „Mehr als ein Drittel der Patienten stirbt innerhalb eines Jahres nach einem Schlaganfall, 70 Prozent der Überlebenden bleiben langfristig behindert.“Die Bedeutung einer hochwertigen neurologischen Versorgung werde in Zukunft weiter steigen, so Professor Kaps. Die Gehirngesundheit brauche gerade in der alternden Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit: „Denn es gibt keine Gesundheit ohne ein gesundes Hirn.“