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Klinikum Wetzlar: Palliativstation modernisiert

Nach neunmonatiger Bauzeit konnte das Team der Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin die kernsanierte und neu gestaltete Palliativstation im Nordflügel des 9. Stockwerkes des Klinikums Wetzlar beziehen. Rund 3 Millionen Euro flossen in das Umbauprojekt.

Deckenbild

Raum der Stille

Auf der Station werden schwerkranke Menschen behandelt, die an einer fortschreitenden Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung leiden. Im Vordergrund der Behandlung stehen die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten und deren Angehörigen.

„Unser Ziel ist eine Linderung der Krankheitssymptome und oft auch die Planung der weiteren Versorgung. Hierzu arbeitet ein Team aus Pflegekräften, Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten, Atemtherapeuten und Seelsorgern eng zusammen“, erklärt Chefärztin Dr. Birgitta Killing. „Ich bin über die Modernisierung der Station sehr dankbar. Wir konnten bei der Gestaltung aktiv mitwirken. Die positive Atmosphäre in den großzügigen Patientenzimmern trägt zum Erfolg unserer Therapie bei“, so Dr. Killing. 

So schaffen neun beruhigende Deckenbilder mit Motiven aus der Natur, die über den Betten von Palliativpatienten angebracht sind, eine angenehme Atmosphäre.

„Über die Deckenbilder freue ich mich besonders. Viele Patienten können sich kaum bewegen und schauen lange Zeit am Tag an die Decke. In wissenschaftlichen Studien konnte gezeigt werden, dass sich durch die Bilder Stress reduzieren lässt, die Patienten zur Ruhe kommen und dies auch den Schmerzmittelbedarf senken kann,“ so Dr. Birgitta Killing.

Für Patienten und deren Angehörige steht außerdem ein Raum der Stille zur Verfügung, der für private Gespräche oder zur Entspannung dient.

Zusätzlich wurden die räumlichen Voraussetzungen der Patientenzimmer deutlich verbessert. „Vergrößerte und rollstuhlgerechte Bäder erleichtern die pflegerische Arbeit und unterstützen auch die Selbstständigkeit und die Zufriedenheit der Patienten“, erklärt Stella Tsiridou-Neuber, pflegerische Bereichsleitung der Station. „Auch können mobilitätseingeschränkten Patienten spezielle Pflegesessel zur Verfügung gestellt werden“, so Tsiridou-Neuber weiter.

Die Mitarbeiter auf Station profitieren von einem neuen und vergrößerten Arbeitsstützpunkt. „Dies hat auch Vorteile für die Arbeitsorganisation“, sagt Stella Tsiridou-Neuber. „Der neue Stützpunkt lässt zum Beispiel mehr Raum zum Arbeiten und zum gegenseitigen Austausch.“