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Hohe Qualität in Diagnostik und Therapie bestätigt

Brustzentrum Lahn-Dill

Das Team des Brustzentrums Lahn-Dill freut sich über das Ergebnis des Benchmarks (v.l.): Andrea Tönges, Leiterin Qualitäts- und Risikomanagement, Dr. Uta Ringsdorf, Funktionsoberärztin Medikamentöse Tumortherapie, Elena Köpke, Fachkrankenschwester für Onkologie und Palliative Care und Breast Care Nurse, Dr. Knut Radler, Oberarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe und Leiter Brustzentrum Lahn-Dill, Franziska Nitsch, Ärztliche Zentrumskoordinatorin Brustzentrum Lahn-Dill.

Wetzlar, 01. November 2018 – Das unabhängige Westdeutsche Brust-Centrum (WBC) hat wiederholt dem Brustzentrum Lahn-Dill des Klinikums Wetzlar eine hohe Qualität in Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Brustkrebspatienten bescheinigt. Aus der aktuellen Benchmark-Jahresauswertung für das Jahr 2017 geht hervor, dass das Klinikum Wetzlar im Vergleich mit den anderen 118 teilnehmenden zertifizierten Zentren überdurchschnittlich gute Ergebnisse in allen Behandlungsstadien erreicht hat.„Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis“, erklärte Dr. Norbert Köneke, Medizinischer Direktor der Lahn-Dill-Kliniken. „Die Auswertung bestätigt die leitliniengetreue, qualitativ hochwertige Versorgung unserer jährlich rund 190 neu diagnostizierten Brustkrebspatientinnen.“118 zertifizierte Brustzentren nehmen derzeit am Verfahren des Westdeutschen Brustzentrums teil. Insgesamt wurden vom WBC für das Jahr 2017 die Qualität der Diagnostik und Therapie von 18.535 Brustkrebspatienten analysiert. Die Teilnahme ist freiwillig. Grundlage für die aufgestellten Qualitätsindikatoren sind der aktuellste medizinisch-wissenschaftliche Stand und die entsprechenden Leitlinien zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Brustkrebses. „Seit dem Jahr 2009 übermitteln wir die Daten an das WBC in Düsseldorf, um uns mit anderen Kliniken zu vergleichen und um zu sehen, wo Verbesserungspotenzial besteht“, verdeutlichte Dr. Knut Radler, Leiter des Brustzentrums Lahn-Dill.Sehr gute Ergebnisse hat das Klinikum Wetzlar beispielsweise im Bereich der Diagnosesicherung erhalten: So wurde bei 99% aller Patienten vor der Operation die Diagnose mittels Gewebeprobeentnahme in lokaler Betäubung (Stanzbiopsie) abgesichert, damit eine optimale Planung der Behandlung erfolgen kann. Der Durchschnittswert aller teilnehmenden Kliniken ist etwas geringer.Zudem erhielten 99,1 Prozent der Patienten im Brustzentrum des Klinikums Wetzlar eine schonende Wächterlymphknoten-Entnahme (Sentinel-Node-Biopsie), die über einen sehr kleinen Hautschnitt durchgeführt wird. Beim Wächterlymphknoten-Verfahren wird der erste Knoten der Lymphstrombahn ausfindig gemacht, während der Brustkrebsoperation entfernt und auf Krebszellen hin untersucht. Ist dieser Lymphknoten frei von Tumorzellen, kann leitliniengerecht auf eine weitere Entnahme von Lymphknoten verzichtet werden. Unerwünschte Nebenwirkungen wie Lymphstau oder nicht notwendige Eingriffe können so auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Der durchschnittliche Wert für alle Kliniken lag bei 93,1 Prozent.Auch im Bereich der Chemotherapie war das Ergebnis ausgezeichnet. In manchen Fällen kann eine zusätzliche Chemotherapie vor oder nach der Operation die Behandlungsergebnisse verbessern. Alle Patienten, die nach den Leitlinien eine Chemotherapie erhalten sollten, haben diese auch empfohlen bekommen. 96,2 Prozent der Patientinnen willigten in die Durchführung der Chemotherapie ein. Der Wert für alle 118 Einrichtungen lag hier bei 83,1 Prozent.Das Brustzentrum Lahn-Dill ist seit 2011 durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert. Die Abklärung und Behandlung von gut- und bösartigen Erkrankungen der Brust erfolgt durch ein spezialisiertes Team aus Gynäkologen, Onkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Pathologen und weiteren Partnern. Leiter des Zentrums ist Dr. Knut Radler, Oberarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Wetzlar (Chefarzt PD Dr. U.W. Winkler). Er wird unterstützt von der ärztlichen Koordinatorin des Zentrums Franziska Nitsch sowie weiteren Teammitgliedern der Frauenklinik und der Breast Care Nurse Elena Köpke. Sie ist für die kontinuierliche Begleitung der Brustkrebspatienten von Diagnosestellung an zuständig. Schwerpunkte sind unter anderem die Unterstützung bei organisatorischen Fragen, individuell angepasste Beratungsangebote aus pflegerischer Sicht sowie Krisenintervention.