Twitter Facebook YouTube Xing Chat

Zertifizierte Zentren

Weitere Zentren


Fit und rüstig das Alter genießen

Aktionstag Männergesundheit

Vorsorge kann Leben retten, das betonte Chefarzt Dr. Achim Elert.

80 Personen ließen sich Blut abnehmen, um einen PSA-Test durchführen zu lassen.

Rund 130 Besucher kamen zum Tag der Männergesundheit ins Klinikum Wetzlar.

Wetzlar, 13. Oktober 2015 – Rund 130 Besucher kamen am Samstag zum Tag der Männergesundheit ins Klinikum Wetzlar. „Wir freuen uns über das rege Interesse. Es zeigt, dass Männer, die in der Regel als ´Vorsorgemuffel` gelten, sehr wohl auf ihre Gesundheit achten“, sagte Dr. Achim Elert, Chefarzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie am Klinikum Wetzlar.Gemeinsam mit seinem Team hatte der Chefarzt ein vielfältiges Programm zusammen­gestellt.
Zahlreiche Besucher nutzten die Möglichkeit, um einen Blick in den OP zu werfen. Viele informierten sich außerdem über die neuesten Instrumente und Techniken auf dem Gebiet der Urologie und nutzten die Möglichkeit, an einem Modell eine simulierte endoskopische Operation durchzuführen. 80 Besucher nutzten zudem die Möglichkeit, einen kostenlosen PSA-Test durchführen zu lassen (PSA = Prostata-spezifisches Antigen).Ein umfangreiches Vortragsprogramm informierte die Besucher über verschiedene Facetten der Männergesundheit. So referierte Chefarzt Dr. Elert über das Thema Prostatakrebs. Trotz guter Vorsorgemöglichkeiten würden heutzutage in Deutschland immer noch jährlich 65.000 Männer daran erkranken und davon 2.000 Männer versterben.  „Damit ist Prostatakrebs die häufigste Krebsart des Mannes“, erklärte Dr. Elert. „Wichtig ist, dass Männer zur Vorsorge gehen, das kann Leben retten!“. Die urologische Vorsorgeuntersuchung wird für Männer über 45 Jahren empfohlen und sollte einmal jährlich durchgeführt werden. „Leider wird diese Vorsorgeuntersuchung immer noch zu wenig angenommen, das hat zur Folge, dass Krebsdiagnosen oftmals zu spät gestellt werden“, verdeutlichte der Chefarzt.Bei der Vorsorgeuntersuchung wird eine gezielte Anamnese erhoben, außerdem werden die äußeren Geschlechtsorgane und die Prostata abgetastet und ein Ultraschall der Prostata über den Enddarm durchgeführt. „Dabei können schon kleine Unregelmäßigkeiten festgestellt werden“, erklärte der Urologe.Doch auch andere Erkrankungen des Mannes können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Etwa sieben von zehn Männern entwickeln eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse. Diese beginnt mit erschwertem und drangartigem Wasserlassen und kann im weiteren Verlauf zur Harninkontinenz bis hin zum Nierenversagen führen. „Wenn die Diagnose frühzeitig gestellt wird, kann man diese Erkrankung sehr gut behandeln“, so Ali Firat, Oberarzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie.Je nach Befund verordnet der Arzt  zum Beispiel Medikamente oder rät zu einer Operation. „Wenn trotzt medikamentöser Behandlung die Prostata weiter wächst und die Restharnmenge in der Blase ansteigt, wird meist zu einer Operation geraten“, sagte Firat. Mittlerweile gäbe es verschiedene Verfahren. Bei der sogenannten transurethralen Resektion der Prostata (TURP), die endoskopisch durchgeführt wird, werden Anteile der Prostata mit einer Elektroschlinge ausgehobelt, um den Weg für den Harnfluss wieder frei zu machen.Ergänzt wird die TURP durch die Behandlung mittels Laser. „Die Greenlight-Lasertherapie ist eine hochentwickelte, minimal-invasive Behandlung, bei der eine dünne Laserfaser mit Hilfe eines Endoskops in die Harnröhre eingeführt wird“, erläuterte der Oberarzt.  „Die Faser sendet einen leistungsstarken Laserstrahl aus, der das Prostatagewebe schnell erhitzt und somit das Gewebe verdampft. Dieser Prozess wird so lange durchgeführt, bis das gesamte vergrößerte Gewebe entfernt ist.“ Das neue Verfahren sei schonend und führe zu einer schnellen Verbesserung des Harnflusses. „Dadurch dass der Eingriff unblutig ist, können auch Patienten behandelt werden, die wegen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen müssen, das ist ein großer Vorteil der Methode“, verdeutlichte Oberarzt Firat.Um das Alter rüstig und fit zu genießen, seien einige Grundregeln zu beachten: „Nicht Rauchen, viel Bewegung und gesunde Ernährung, sind das A und O, um das Älterwerden genießen zu können. Und gehen Sie zur Vorsorgeuntersuchung!“, gab der Chefarzt den Besuchern mit auf den Nachhauseweg.