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Dill-Kliniken in Dillenburg: Zentrum für Atmungsstörungen eröffnet

Bei der Eröffnung des Atmungszentrums an den Dill-Kliniken: Dr. Roger Agne, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin an den Dill-Kliniken, Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Ärztlicher Direktor Gesundheitszentrum Wetterau, Dr. Norbert Köneke, Medizinischer Direktor Lahn-Dill-Kliniken, Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises, Richard Kreutzer, Geschäftsführer Lahn-Dill-Kliniken (von links nach rechts).

Dillenburg, 10. November 2014 – Das Zentrum für Atmungsstörungen an den Dill-Kliniken in Dillenburg ist offiziell eröffnet worden. Die hochmoderne Einrichtung der Klinik für Innere Medizin umfasst ein Schlaflabor und eine Station zur Therapie langzeitbeatmeter Patienten (Weaning-Station). Das Schlaflabor ist mit sechs Behandlungsplätzen zur Diagnostik und Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen ausgestattet. Die Weaningeinheit bietet zwölf Behandlungsplätze zur Entwöhnung von langzeitbeatmeten Patienten.„Unsere strategische Zielplanung aus dem Jahr 2012 hat gezeigt, dass in Mittelhessen Bedarf besteht, ein Schlaflabor und eine Weaningstation aufzubauen“, erklärte Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, bei der Feierstunde. „Dass wir bereits rund zwei Jahre später mit dem Zentrum für Atmungsstörungen an den Start gehen können, ist dem gesamten Team rund um Herrn Dr. Roger Agne zu verdanken“. Insgesamt kosteten der Umbau und die Ausstattung mit modernsten Geräten rund 800.000 Euro. „Der Wettbewerb in der Krankenhauslandschaft wird weiter zunehmen, darum ist es wichtig, in der Zukunft gut aufgestellt zu sein“, verdeutlichte Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises. „Mit der Eröffnung eines Zentrums für Atmungsstörungen sind die Lahn-Dill-Kliniken wieder einen zukunftsweisenden Schritt in die richtige Richtung gegangen, davon profitieren die Menschen im Lahn-Dill-Kreis“, so Schuster weiter.Erholsamer Schlaf ist essentiell für ein gesundes LebenDie Anforderungen im Berufs- und Privatleben steigen stetig, umso wichtiger ist ein erholsamer Schlaf. Im Schlaflabor der Dill-Kliniken in Dillenburg werden Patienten behandelt, die während des Schlafes unzureichend atmen, hier spricht man von Schlafatemstörungen. Häufig sind diese mit starkem Schnarchen verbunden, das von Atempausen unterbrochen wird. Etwa zwei Prozent der Bevölkerung haben relevante Atemstörungen im Schlaf. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Schlafatemstörungen können zahlreiche weitere Erkrankungen begünstigen (z.B. Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall oder Diabetes). Das Schlaflabor an den Dill-Kliniken ist wie ein „Hightech-Schlafzimmer“ ausgestattet: Während des Schlafes werden über Sensoren hunderte von Daten gesammelt. Diese Daten ermöglichen es, eine Schlafstörung nachzuweisen und zu behandeln.Weaning: Therapie langzeitbeatmeter PatientenDie Anzahl der Patienten, die einer intensivmedizinischen Therapie zugeführt und infolge eines anhaltenden Atemversagens langzeitbeatmet werden müssen bzw. schwer von der maschinellen Beatmung entwöhnt werden können, steigt stark an. Gründe dafür sind der medizinische Fortschritt, die demographische Entwicklung und die Zunahme von Multimorbidität und Lungenerkrankungen. Ziel der Behandlung auf der Weaning-Station ist die langfristige Entwöhnung von der Beatmung.Die zwölf Beatmungsplätze an den Dill-Kliniken sind mit intensivmedizinischem Monitoring ausgestattet. Technisch sind alle für ein erfolgreiches Weaning erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Voraussetzungen vor Ort vorhanden. Das interdiziplinäre Team ist zusammengesetzt aus einem erfahrenen Ärzte- und Pflegeteam, ergänzt durch Atmungstherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden, einem Dialyseteam sowie einem chirurgischen, neurologischen, palliativmedizinischen und schmerztherapeutischen Support durch ein Fachärzteteam.