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Darmzentrum erfolgreich rezertifiziert

Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit ist in einem solchen Netzwerk essentiell.

Wetzlar, 5. November 2013 - Erneut wurde dem Team des Mittelhessischem Darmzentrums Wetzlar durch die Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft, OnkoZert, eine hohe Qualität bei der Behandlung von Patienten mit bösartigen Darmerkrankungen bestätigt.

Bereits zum dritten Mal wird damit von externen Experten bescheinigt, dass das Mittelhessische Darmzentrum Wetzlar die strengen fachlichen Qualitätsanforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft bei der Behandlung von Darmkrebspatienten erfüllt. Die Gutachter lobten in ihrem Bericht besonders das Psychoonkologische Betreuungsangebot sowie die Ausweitung der palliativmedizinischen Betreuung in den ambulanten Bereich.

„Zertifiziertes Darmzentrum der Deutschen Krebsgesellschaft zu sein, ist eine besondere Anerkennung. Denn die Deutsche Krebsgesellschaft gibt strenge Regeln bei der Behandlung, Früherkennung und Vorsorge von Darmkrebs vor“, betonte Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken in seiner Begrüßung. „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und ihr Durchhaltevermögen“.

Wie wichtig die interdisziplinäre Zusammenarbeit in einem solchen Netzwerk ist, hob Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises und Aufsichtsratsvorsitzender der Lahn-Dill-Kliniken in seinem Grußwort hervor: „Im Mittelhessischen Darmzentrum besteht eine enge Verzahnung der Kliniken mit den niedergelassenen Ärzten im Lahn-Dill-Kreis und dem Arzt-Notruf der Region Lahn-Dill. Von dieser Bündelung der Kompetenzen aller beteiligten Disziplinen profitieren die Patienten im Lahn-Dill-Kreis“.

Dem Netzwerk gehören zahlreiche niedergelassene Ärzte aus dem gesamten Lahn-Dill-Kreis an. Beteiligt sind auch Ärzte aus Gießen, Weilburg und Butzbach sowie die entsprechenden Abteilungen des Klinikums Wetzlar-Braunfels und das Institut für Pathologie und Zytologie (Überregionale Gemeinschaftspraxis am Klinikum Wetzlar). Weitere Kooperationspartner sind unter anderem Sanitätshäuser, die Stomapflege, das Hospiz Emmaus und spezielle ambulante Pflegedienste.

Seit 2007 wurden im Mittelhessischen Darmzentrum rund 680 Patienten behandelt. „Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten ist es, bei jedem Patienten während des gesamten Behandlungsverlaufs das diagnostische und therapeutische Vorgehen zu besprechen und so den bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen“, verdeutlichte Priv.-Doz. Dr. Christian Kuntz, Ärztlicher Leiter des Mittelhessischen Darmzentrums und Chefarzt der Klinik für Allgemeine, Viscerale und Onkologische Chirurgie.

Ein wichtiger Bestandteil des Mittelhessischen Darmzentrums sei die wöchentlich stattfindende Tumorkonferenz, in der alle relevanten Fachbereiche zusammentreffen, um für jeden Krebspatienten einen individuellen Behandlungsplan auszuarbeiten. Die Behandlungspläne werden dabei regelhaft unter Berücksichtigung aktueller Leitlinien und wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie der individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten verfasst.

Im Jahr 2007 wurde das Mittelhessisches Darmzentrum Wetzlar erstmals von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Erstmals ließ sich in diesem Jahr auch eine niedergelassene Praxis mit zertifizieren: Bei der auditierten Praxis handelt es sich um die Gemeinschaftspraxis von Dr. med. Andreas Börgmann, Dr. med. Thomas Görg und Dr. med. Ingo Schneider, die im internistischen, gastroenterologischen, kardiologischen und hausärztlichen Bereich tätig sind. 

Daten und Fakten

  • In Deutschland sterben jedes Jahr rund 30.000 Menschen an Darmkrebs. 
  • Damit ist Darmkrebs die zweithäufigste Todesursache durch Krebs in Deutschland. 
  • Jährlich werden etwa 65.000 Menschen in Deutschland neu mit der Diagnose Darmkrebs konfrontiert. 
  • Darmkrebs ist damit auch die zweithäufigste Krebsneuerkrankung bei Männern (hinter Prostatakrebs) und Frauen (hinter Brustkrebs).
  • Wichtig ist die Darmkrebsvorsorge: Früh erkannt ist Darmkrebs meist zu 100% verhinderbar oder heilbar. Die Darmspiegelung ermöglicht nicht nur eine umfassende Diagnose, sondern bietet gleichzeitig die Möglichkeit, Polypen (mögliche Vorstufen von Darmkrebs) sofort abzutragen, so dass kein Krebs entstehen kann.