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Chefärzte beantworten zahlreiche Anfragen

Expertenchat der Lahn-Dill-Kliniken wurde rege genutzt

Haben zahlreiche Anfragen via Chat beantwortet (v.l.): Priv.-Doz. Dr. Frank Ulrich und Priv.-Doz. Dr. Erich Lotterer.

Wetzlar, 12. August 2015 – Wie wird Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert? Was kann ich für die Gesundheit meiner Leber tun? Kommt es häufig vor, dass man mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung auch an Krebs erkrankt? Diese und viele weitere Fragen beantworteten Priv.-Doz. Dr. Erich Lotterer, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Klinikum Wetzlar und Priv.-Doz. Dr. Frank Ulrich, Chefarzt der Klinik für Allgemeine, Viszerale und Onkologische Chirurgie am Klinikum Wetzlar am Montag im Chat. Über 25 Chat-Anfragen wurden von den beiden Chefärzten innerhalb von eineinhalb Stunden bearbeitet.„Mit einer solchen Resonanz haben wir nicht gerechnet“, erklärte Dr. Lotterer. „Es freut uns, dass das Chat-Angebot gut angenommen wurde. Es war für uns eine Herausforderung den Überblick über die Anfragen nicht zu verlieren, vor allem wenn zeitgleich vier oder fünf Fragen vorlagen“. Dabei ist es wichtig, dass eine schnelle Absprache erfolgt, wer welche Anfrage beantwortet – kein Problem für die beiden Chefärzte, die sich beim Chat als eingespieltes Team präsentierten.„Ich war überrascht, wie spezifisch manche Fragen waren“, sagte Dr. Frank Ulrich. „Daran merkt man, dass sich viele Patienten eingehend mit ihrer Krankheit beschäftigen und gut informiert sind. In manchen Fällen ist es ihnen einfach nur wichtig, eine zweite Meinung zu bekommen“.Dr. Lotterer und Dr. Ulrich beantworteten verschiedenste Fragen zu den Themen „Leber, Bauchspeicheldrüse und Darm“. Zum Beispiel wurde mehrmals gefragt, wie man Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostizieren könne. Die beiden Experten antworteten darauf, dass die Diagnose bei Bauchspeicheldrüsenkrebs häufig erst bei Symptomen der betroffenen Patienten gestellt werden würde, da die Erkrankung   bei den normalen Vorsorge¬untersuchungen nur ungenügend erfasst werden könne. Um Bauchspeicheldrüsenkrebs eindeutig zu diagnostizieren, seien verschiedene Untersuchungen notwendig:  eine ausführliche körperliche Untersuchung, die Bestimmung spezieller Blutwerte sowie Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums von außen und von innen über eine Magenspiegelung. Gegebenenfalls werde dabei auch  eine Entnahme von Gewebeproben durchgeführt. Außerdem würden spezielle Schnittbildverfahren (Computertomographie, Kernspintomographie) eingesetzt.  Möglich und häufig auch sinnvoll sei es, diese Untersuchungen im Rahmen eines stationären Aufenthalts durchzuführen.Thema war auch das Risiko an Krebs zu erkranken. So fragte ein Nutzer, ob er ein erhöhtes Risiko hätte an einem Gallengangskarzinom zu erkranken, da sein Vater bereits daran erkrankt wäre. Herr Dr. Ulrich konnte den Fragesteller beruhigen, denn es gäbe für das Gallengangskarzinom keine gesicherten Erkenntnisse für genetische Vorbelastungen. Allerdings könne es vorkommen, dass bei einer Häufung von  bösartigen Erkrankungen  innerhalb der nahen Verwandtschaft  ein erhöhtes Risiko bestehen würde, an Krebs zu erkranken. Wichtig sei es, regelmäßig zur den angebotenen Krebsvorsorgeuntersuchungen zu gehen.Eine weitere Frage beschäftigte sich damit, ob ein erhöhtes Krebsrisiko für Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen besteht.  Dies sei insgesamt gesehen nicht sehr häufig, so die Antwort der beiden Experten. Aber speziell bei der Colitis ulcerosa käme es bei längerem Krankheitsverlauf häufiger zur Entwicklung von Krebsvorstufen, die dann engmaschig überwacht und auch therapiert werden müssten.Auch seltene Erkrankungen wurden im Chat thematisiert, zum Beispiel Morbus Whipple, eine seltene Infektionserkrankung, die durch spezielle Bakterien verursacht wird. Eine Nutzerin fragte, ob ihre Tochter das verordnete Antibiotikum absetzen könne, obwohl die Bakterien immer noch den Dünndarm besiedeln würden. Dr. Lotterer riet der Fragestellerin, für den Fall, dass das Antibiotikum gut vertragen werde, es erst dann abzusetzen, wenn keine Bakterien mehr nachweisbar wären. Um dies zu klären, sei es notwendig, eine Endoskopie mit Entnahme  von Gewebeproben an mehreren Stellen des Dünndarms durchzuführen. Bei einem positiven Nachweis sollte die Therapie jedoch fortgesetzt werden.Das Chatprotokoll der wichtigsten Fragen aus dem Chat mit Herrn Dr. Erich Lotterer und Herrn Dr. Frank Ulrich finden Interessierte auf der Homepage der Lahn-Dill-Kliniken www.lahn-dill-kliniken.de im Bereich „Aktuell/Presse“.Auch in Zukunft werden die Experten der Lahn-Dill-Kliniken Fragen im Chat beantworten. Der nächste Termin für den Expertenchat wird in Kürze auf www.lahn-dill-kliniken.de veröffentlicht.