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Brustzentrum Lahn-Dill: Hohe Qualität in Diagnostik und Therapie bestätigt

Wetzlar, 05. Juli 2016 – Das unabhängige Westdeutsche Brust-Centrum (WBC) hat wiederholt dem Brustzentrum Lahn-Dill des Klinikums Wetzlar eine hohe Qualität in Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Brustkrebspatienten bescheinigt. Aus der aktuellen Benchmark-Jahresauswertung für das Jahr 2015 geht hervor, dass das Klinikum Wetzlar im Vergleich mit den anderen teilnehmenden zertifizierten Zentren überdurchschnittlich gute Ergebnisse in allen Behandlungsstadien erreicht hat.„Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis“, erklärte Dr. Norbert Köneke, Medizinischer Direktor der Lahn-Dill-Kliniken. „Die Auswertung bestätigt die leitliniengetreue, qualitativ hochwertige Versorgung unserer jährlich rund 180 neu diagnostizierten Brustkrebspatientinnen.“Zirka 200 zertifizierte Brustzentren nehmen derzeit am Verfahren des Westdeutschen Brustzentrums teil. Insgesamt wurden vom WBC für das Jahr 2015 die Qualität der Diagnostik und Therapie von über 23.000 Brustkrebspatienten analysiert. Die Teilnahme ist freiwillig. Grundlage für die aufgestellten Qualitätsindikatoren sind der aktuellste medizinisch-wissenschaftliche Stand und die entsprechenden Leitlinien zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Brustkrebses.„Seit dem Jahr 2009 übermitteln wir die Daten an das WBC in Düsseldorf, um uns mit anderen Kliniken zu vergleichen und um zu sehen, wo Verbesserungspotenzial besteht“, verdeutlichte Priv.-Doz. Dr. Ulrich Winkler, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Wetzlar und Leiter des Brustzentrums.Sehr gute Ergebnisse hat das Klinikum Wetzlar beispielsweise im Bereich der Diagnosesicherung erhalten: So wurde bei allen Patienten vor der Operation die Diagnose mittels Gewebeprobeentnahme in lokaler Betäubung (Stanzbiopsie) abgesichert, damit eine optimale Planung der Behandlung erfolgen kann. Der Durchschnittswert aller teilnehmenden Kliniken lag bei 98 Prozent.Zudem erhielten fast alle Patienten im Brustzentrum des Klinikums Wetzlar (99 Prozent) eine schonende Wächterlymphknoten-Entnahme (Sentinel-Node-Biopsie), die minimal-invasiv durchgeführt wird. Beim Wächterlymphknoten-Verfahren wird der erste Knoten der Lymphstrombahn ausfindig gemacht, während der Brustkrebsoperation entfernt und auf Krebszellen hin untersucht. Ist dieser Lymphknoten frei von Tumorzellen, kann leitliniengerecht auf eine weitere Entnahme von Lymphknoten verzichtet werden. Unerwünschte Nebenwirkungen oder nicht notwendige Eingriffe können so auf ein Minimum reduziert werden. Der durchschnittliche Wert über alle Kliniken lag bei 92 Prozent.Auch im Bereich der Chemotherapie war das Ergebnis ausgezeichnet. In manchen Fällen kann eine zusätzliche Chemotherapie vor oder nach der Operation die Behandlungsergebnisse verbessern. Alle Patienten, die nach den Leitlinien eine Chemotherapie erhalten sollten, haben diese auch erhalten. Der Wert über alle Einrichtungen lag hier bei 77 ProzentDas Brustzentrum Lahn-Dill ist seit 2011 durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert. Die Abklärung und Behandlung von gut- und bösartigen Erkrankungen der Brust erfolgt durch ein spezialisiertes Team aus Gynäkologen, Onkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Pathologen und weiteren Partnern. Koordinator des Zentrums ist Dr. Knut Radler, Oberarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Wetzlar. Seit diesem Jahr ist am Brustzentrum zusätzlich eine Breast Care Nurse tätig. Sie ist für die kontinuierliche Begleitung der Brustkrebspatienten von Diagnosestellung an zuständig. Schwerpunkte sind unter anderem die Unterstützung bei organisatorischen Fragen, individuell angepasste Beratungsangebote aus pflegerischer Sicht sowie Krisenintervention.