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Besuchersperre gilt auch für Geburtshilfe

Die Ausnahmen für das Besuchsverbot an den Lahn-Dill-Kliniken werden weiter eingeschränkt. Somit gilt die Besuchersperre nun auch für werdende Väter und andere Begleitpersonen in den Kreißsälen und den Geburtshilfestationen in Wetzlar und Dillenburg.

„Diese Entscheidung ist uns äußerst schwergefallen und wir bedauern sehr, dass wir den werdenden Eltern keine besseren Nachrichten überbringen können. Aufgrund der aktuell stark ansteigenden Zahl an Corona-Infektionen ist es jedoch notwendig, dass wir jegliche vermeidbaren Kontakte und damit eine mögliche Ansteckung verhindern. Unser oberstes Ziel ist es, dass unser Personal einsatzfähig bleibt und wir die Versorgung im Lahn-Dill-Kreis aufrechterhalten können“, sagte Tobias Gottschalk, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken.

Die Entscheidung hat die Klinikleitung gemeinsam mit dem Chefarzt bzw. den Belegärzten der geburtshilflichen Abteilungen in Wetzlar und Dillenburg und der Hygieneabteilung der Lahn-Dill-Kliniken getroffen. „Jeder Besucher trägt ein potenzielles Infektionsrisiko in das Krankenhaus. Wenn es unter den Mitarbeitern zu einer Infektion kommen sollte, besteht die Gefahr, dass die Versorgung in manchen Bereichen nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Dieses Risiko können wir in der derzeitigen Lage nicht eingehen“, so Gottschalk.

„Die ärztlichen Geburtshelfer und Hebammen in Wetzlar und Dillenburg stellen sich der schwierigen Aufgabe, die Entbindungen auch in Zeiten einer allgegenwärtigen Infektionsgefahr sicher zu stellen. Aus medizinischer Sicht konnte es daher nur eine Entscheidung geben, die Begleitung von Schwangeren und übrigens auch aller unserer anderen Patientinnen in das Krankenhaus hinein nicht mehr zuzulassen“, so Priv.-Doz. Dr. Ulrich Winkler, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Wetzlar.

Für die Enttäuschung, Wut und Ängste der Betroffenen hat Dr. Winkler großes Verständnis: „Jede Familie hat ein Bild von dem gemeinsamen Geburtserlebnis, von der Hilfe und Unterstützung, die der Partner dabei geben kann, von der gemeinsamen Freude, der Kraft und Zuversicht, die nun verloren zu gehen droht. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr wir alle, die Hebammen, die Geburtshelfer, die Kinderschwestern und alle anderen, wie sehr wir dies bedauern, wie sehr wir Sie verstehen und einfach nur traurig sind, dass keine andere Entscheidung getroffen werden konnte.“

Für die Geburtshilfe in Wetzlar steht Dr. Winkler als Ansprechpartner unter Tel. 06441 79-2301 zur Verfügung. Schwangere, die in Dillenburg entbinden möchten, können sich an Dr. Axel Valet, Constance Scholl oder Assem Hossein wenden. Die Kontaktdaten sind unter www.lahn-dill-kliniken.de zu finden.