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18.000 Euro für die Strahlentherapie

Spende der Sparkassenstiftung

Wetzlar, 14. Mai 2019 – Die Sparkassenstiftung der Sparkasse Wetzlar hat den Lahn-Dill-Kliniken rund 18.000 Euro für ein innovatives Gerät gespendet, das die Durchführung hochpräziser, atemgesteuerter Strahlentherapie bei Krebserkrankungen ermöglicht. „Wir danken der Stiftung der Sparkasse Wetzlar für ihre äußerst großzügige Unterstützung“, sagte Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, bei einem Termin mit Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Sparkasse Wetzlar, und Stephan Hofmann, Sparkassen-Vorstand. Sie ließen sich vor Ort die Funktion des neuen Gerätes erklären.

Die Gesamtkosten des Systems belaufen sich auf 56.000 Euro, wovon die Lahn-Dill-Kliniken die Kosten in Höhe von 38.000 Euro übernehmen. „Dieses neue System leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Behandlungsqualität unser strahlentherapeutisch behandelten Krebspatienten“, sagte Kreutzer. 

Die Strahlentherapie hat sich in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von Innovationen mit Hochpräzisionstechniken wie zum Beispiel bildgeführter Strahlentherapie zu einem wichtigen Baustein in der fachübergreifenden Behandlung onkologischer Erkrankungen weiterentwickelt. Dadurch konnten Nebenwirkungen minimiert und die erforderliche Dosis am Tumorgewebe weiter erhöht werden, wodurch letztendlich eine bessere Tumorkontrolle erreicht wurde. „Eine Herausforderung blieb trotz erreichter Präzision die Bewegung der Organe und der Tumoren während der Strahlentherapie, bedingt durch Atembewegungen des Patienten“, erklärte Dr. Wolfram Wannack, Chefarzt der Strahlen­therapie/Radioonkologie am Klinikum Wetzlar.

Deshalb wurde bisher das Zielvolumen mit größeren Sicherheitssäumen versehen, um in jeder Atemphase den Tumor auch tatsächlich im Visier zu haben. Dies führt zu einer etwas größeren Belastung des umliegenden gesunden Gewebes. „Durch die Atemsteuerung wird die Präzision der Bestrahlung für den Patienten weiter erhöht und die Belastung des gesunden Gewebes reduziert“, so Dr. Wannack.

In der Radioonkologischen Klinik werden jährlich knapp 1.000 Patienten mit bösartigen Erkrankungen behandelt, wobei der Prozentsatz an Hochpräzisionstechniken ständig steigt. Diese ermöglichen eine bildgeführte Strahlentherapie unter online-Kontrolle, bei der die Intensität der Bestrahlung individuell an den Tumor des Patienten und die umliegenden Risikoorgane angepasst werden kann.

Ein weiterer Schwerpunkt des Systems ist eine Bestrahlung in tiefer Einatmung, um z.B. bei Brustkrebspatientinnen mit linksseitigem Tumor die zu bestrahlende Brustdrüse vom dahinterliegenden Herzen zu distanzieren, so dass dieses besser geschont werden kann. Der Patient selbst hilft bei dieser atemgesteuerten Bestrahlung mit. Durch eine Videobrille sieht er seinen Atemzyklus und kann nach einer Trainingsphase in die zuvor festgelegte optimale Atemlage hinein atmen und dort den Atem für einige Zeit anhalten. Während dieser Zeit erfolgt dann die Bestrahlung. Bewegt sich der Patient aus dieser optimalen Atemlage heraus, wird die Bestrahlung unterbrochen und erst wieder fortgesetzt, wenn der Patient die gewünschte Atemlage wieder erreicht hat.

Über die Sparkassenstiftung

Die Stiftung der Sparkasse Wetzlar wurde im Jahr 1967 als „Krankenhausstiftung“ gegründet und 2007 in „Stiftung der Sparkasse Wetzlar“ umgewandelt. Im Laufe der Jahre wurde das ursprüngliche Stiftungskapital immer wieder mit Zustiftungen der Sparkasse Wetzlar aufgestockt und beläuft sich inzwischen auf 5,8 Mio. Euro.

Der Zweck der Stiftung war zunächst auf die gemeinnützigen Krankenhäuser in der Region und die Unterstützung durch Überlassung von medizinisch-technischen Geräten gerichtet. Dieser Verwendungszweck hat sich jedoch erheblich ausgeweitet, indem er sich neben der Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens auch der Förderung der Wissenschaft und Forschung, der Kunst und Kultur, der Bildung und Erziehung, des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes, des Denkmalschutzes, des Sports, der Wohlfahrtspflege und der Heimatpflege innerhalb des Geschäftsgebietes der Sparkasse Wetzlar widmet.

Seit Stiftungsgründung konnten Geräte und Spenden von rund 3,8 Mio. Euro für diese gemeinnützigen Zwecke übergeben werden.

Bildunterschrift:

Wolfgang Schuster (2.v.r.) und Stephan Hofmann (4.v.r.) ließen sich die hochpräzise, atemgesteuerte Strahlentherapie bei Krebserkrankungen erläutern.