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Sport und Reha

Hier finden Sie die Protokolle unserer Expertenchats zum Thema Sport und Reha.

Volkskrankheit Arthrose - Wie Physiotherapie und Gerätetraining unterstützen können

Hier finden Sie eine Auswahl der Fragen zum Thema "Volkskrankheit Arthrose - Wie Physiotherapie und Gerätetraining unterstützen können" an Kathrin Bamberger und Sporttherapeutin Karoline Wagner. Der Chat fand am Donnerstag, 24. Mai 2018, statt.

Thema: Arthrose

Ich bin 54 und habe Arthrose in beiden Handwurzeln. Mir wird von einer OP mit Einsetzen von Titanplatten abgeraten. Leider kann ich meine Arbeit nicht mehr machen. Können  Rehamaßnahmen etwas daran verbessern? Danke für die Antwort.

Kathrin Bamberger: Hallo, vielen Dank für Ihre Frage. Bei einer Arthrose in den Handgelenken kann man auf jeden Fall versuchen, mit Physiotherapie eine Verbesserung zu erzielen. Man sollte immer erst eine konservative Therapie versuchen. Am besten lassen Sie sich eine Verordnung für Krankengymnastik oder Manuelle Therapie ausstellen, dann kann mit Ihrem individuellen Befund gearbeitet werden. Auch Bewegungsübungen der Hände in kaltem oder warmen Wasser können hilfreich sein.

Ich habe Arthrose in der Schulter. Was kann man tun, um die Schmerzen zu lindern? Ich bekomme alle 2 bis 3 Monate Cortison gespritzt.

Karoline Wagner: Da die Schulter ein komplexes und primär muskulär geführtes Gelenk ist, ist es wichtig, die Ursache der Schmerzen zu beseitigen. Durch konservative Therapie (Physio- und Medizinische Trainingstherapie) wird das umliegende Gewebe zuerst mobilisiert, gedehnt und Verklebungen werden gelöst. Durch die anschließende Kräftigung der stabilisierenden Muskulatur wird dem Gelenkspalt wieder mehr Raum zur Verfügung gestellt, wodurch die Strukturen entlastet und daraus resultierend die Schmerzen gelindert werden.

Ich habe starke Arthrose im Knie. Mein Orthopäde rät mir zu einer OP. Gibt es aus Ihrer Sicht eine Alternative? Vielen Dank!

Karoline Wagner: Bevor Sie eine Operation in Betracht ziehen, wäre es sinnvoll, eine konservative Therapie anzuwenden. Optimal speziell für eine Arthrose im Kniegelenk wäre eine Kombination aus Physiotherapie und Medizinischer Trainingstherapie. Die Schmerzlinderung, Gelenkmobilisation und Kräftigung der umliegenden Muskulatur wären Effekte, die dabei erzielt werden.

Das hört sich gut an. Benötige ich dafür ein Rezept?

Karoline Wagner: Dafür benötigen Sie zum einen ein Rezept für Krankengymnastik (KG) / Manuelle Therapie (MT) und/oder ein Rezept für die Krankengymnastik am Gerät (KGG). Diese Rezepte kann Ihnen Ihr Orthopäde oder Hausarzt ausstellen.

Kann man etwas gegen Arthroseschmerzen in den Füßen tun?

Kathrin Bamberger: Man kann auf jeden Fall etwas gegen Arthroseschmerzen in den Füßen tun. Eine gute Möglichkeit, um Gelenkschmiere zu bilden, ohne das Gelenk zu stark zu belasten, ist Fahrrad fahren. Außerdem empfiehlt sich ein Stabilitätstraining zur Kräftigung der Muskulatur. Man kann auch mit Physiotherapie das Gelenk mobilisieren und schmerzlindernde Techniken anwenden.

Wie kann ich Rückenschmerzen im Brustwirbelbereich zu Leibe rücken?

Gegen Rückenschmerzen im Brustwirbelbereich kann man einiges tun. Am Anfang sollte eine gründliche Anamnese/Befundung durchgeführt werden. Gegen die Rückenschmerzen empfiehlt sich eine Kräftigung der gesamten Rumpfmuskulatur. Außerdem sollten steife Wirbelsegmente mobilisiert und verkürzte Muskulatur gedehnt werden. Zu Hause könnten Sie versuchen, ob Wärme hilft, die Schmerzen zu lindern.

Rückenschmerzen behandeln mit Sport und Physiotherapie

Hier finden Sie eine Auswahl der Fragen zum Thema "Rückenschmerzen behandeln mit Sport und Physiotherapie" an Sporttherapeutin Carina Gerlach und Physiotherapeut Georg Klingmüller. Der Chat fand am Donnerstag, 16. März 2017, statt.

Thema: Rückenschmerzen behandeln mit Sport und Physiotherapie

Frau A.: Hallo. Ich habe Schmerzen im unteren Rücken, fast Gesäß, die bis ins Bein ziehen.

Carina Gerlach: Wie lange bestehen die Beschwerden bereits?

Frau A.: Sehr stark erst seit gestern Abend. Sitzen und langes Stehen sind fast nicht möglich.

Georg Klingmüller: Haben Sie gestern etwas körperlich Anstrengendes getan, z.B. sich verhoben?

Carina Gerlach: Bei so akuten, starken Schmerzen sollten Sie die Ursache ärztlich abklären lassen.

Frau A.: Ich habe nichts gemacht, was diese Beschwerden hervorgerufen haben könnte. Habe aber schon längere Zeit beim Aufstehen nach langem Sitzen Beschwerden im Bein und Knie. Werde morgen Vormittag auch zum Arzt gehen.

Carina Gerlach: Sind Sie denn im Alltag körperlich aktiv oder haben sie bspw. eine sitzende Tätigkeit? Ein sogenannter unspezifischer Rückenschmerz, d. h. ein Schmerz, der immer mal wieder auftreten kann, aber keine krankhafte Ursache hat, kann sehr gut mit körperlicher Aktivität behandelt werden.

Die Wirbelsäule kann man sich vorstellen wie das Segel eines Schiffes, das von vielen verschiedenen Tauen - also den Muskeln - gehalten wird. Entsteht durch monotone Haltungen wie das Sitzen ein muskuläres Ungleichgewicht, kann dies Schmerzen verursachen.

Frau A.: Ich habe einen Bürojob und sitze dementsprechend viel... mache aber Aqua Fitness 1x pro Woche. Sonst bewege ich mich nicht allzu viel.

Carina Gerlach: Sehr gut! Aqua Fitness gehört zu den empfohlenen Sportarten bei Rückenschmerzen. Allerdings müssen Sie bedenken, dass es schwierig ist, eine Bürotätigkeit mit 40 Wochenstunden mit 1 bis 2 Stunden Sport pro Woche zu kompensieren. Versuchen Sie, ihren Alltag etwas aktiver zu gestalten, z.B. abends einen zügigen Spaziergang zu machen.

Georg Klingmüller: Die Symptomatik abzuklären ist sicherlich der richtige Weg. Versuchen Sie für sich rauszufinden, welche Bewegungen machen den Schmerz schlimmer, was könnte den Schmerz reduzieren, um dem Arzt genaue Auskunft geben zu können. Viel Liegen und Schonen wird die Probleme tendenziell eher schlimmer machen.

Frau A.: Ich merke wenn ich mich bewege geht es besser... ich vermute das der Ischiasnerv eingeklemmt ist

Georg Klingmüller: Das ist möglich. Ich kann Ihnen empfehlen, beide Beine mal zu dehnen. Einfach ein Bein auf einen Stuhl stellen und den Oberkörper nach vorne beugen. Die Knie bleiben gestreckt. Wärme könnte auch hilfreich sein. Das Dehnen geht auch in Seitenlage. Was auch helfen sollte, bei der Arbeit zwischendurch mal aufstehen und laufen bzw. in die Hocke gehen, sodass der Körper nicht immer die gleiche Position beibehält.

Frau A.: Ja, das werde ich machen. Vielen Dank nochmals für die Tipps.

Carina Gerlach: Wir freuen uns, dass wir Ihnen helfen konnten. Der Arzt wird Ihnen vielleicht ein Rezept für Krankengymnastik ausstellen. Dies können Sie gerne bei uns im Rehazentrum kerngesund! wahrnehmen. Dann können wir Ihnen noch gezielt Übungen zur Kräftigung der Muskulatur vermitteln.

 

Herr A.: Hallo! Ich hatte im Jahr 2000 einen Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich. Einer OP konnte ich durch Rückenmuskelaufbau und ganz leichten Laufeinheiten aus dem Weg gehen. Nun habe ich beruflich bedingt durch langes Sitzen immer wieder mittelstarke Schmerzen sowie leichte Taubheit im linken Bein.

Carina Gerlach: Versuchen Sie zunächst, die Aktivität, die Ihnen bei Ihrem Bandscheibenvorfall geholfen hat, wieder aufzunehmen. In einer akuten Schmerzphase sollten Sie das Joggen auf Grund der Stoßbelastung eher meiden und dafür z.B. zügig gehen. Zusätzlich können kräftigende Übungen helfen, Ihre Muskulatur wieder zu stärken. Das erreichen Sie am besten mit einer Kombination aus Krankengymnastik und gerätegestützter Krankengymnastik. Eine Verordnung hierfür erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt oder Orthopäden. Mit diesem können Sie dann zu uns ins Rehazentrum kerngesund! kommen. Wir behandeln die Schmerzen und erarbeiten mit Ihnen einen individuellen Trainingsplan.

Gerade in Zeiten, in denen Sie viel sitzen, sollten Sie sich regelmäßig als Ausgleich bewegen. Zusätzlich zu o.g. Spaziergängen sind natürlich auch Krafttraining und Wassergymnastik gute Sportarten.

Herr A.: Wie ist es mit Mountainbike fahren? Das tut mir trotz der Stoßbelastung gut.

Carina Gerlach: Es kann sein, dass das MTB fahren auf Grund der leichten Bewegung und damit im Becken zu einer Besserung führt. Bandscheiben sind Gewebe, die nicht mit Blutgefäßen versorgt sind, sondern durch Bewegung "ernährt" werden. Deshalb sind eben eintönige "Zwangshaltungen" wie das permanente Sitzen eher problematisch.

Versuchen Sie, tagsüber öfter mal im Sitzen Ihre Position zu verändern. Dies führt zu Bewegung in der Lendenwirbelsäule und damit zu einer verbesserten Versorgung der Bandscheiben.

Eine weitere Maßnahme wäre, regelmäßig die sog. ischiocrurale Muskulatur - also die Oberschenkelrückseite - sowie die Gesäßmuskulatur zu dehnen.

Herr A.: Mein Arbeitgeber müsste für einen Steharbeitsplatz in meinem Arbeitsbereich sorgen. Das würde doch sicher auch helfen, oder?

Carina Gerlach: Ja auf jeden Fall! Damit kann man noch öfter die Position wechseln. Gerne können Sie auch bei uns im Rehazentrum vorbei kommen und wir informieren Sie persönlich über die Möglichkeiten, wie Sie ihre Schmerzen besser in den Griff bekommen. Dies kann über ein Rezept für Physiotherapie als auch über eine 10er Karte für die medizinische Trainingstherapie erfolgen.

 

Herr K.: Hallo, ich bin beruflich ausschließlich am Schreibtisch tätig und merke immer wieder, dass im Laufe eines Tages leichte Rückenschmerzen im unteren Rücken auftreten und ich mit der Zeit auf dem Stuhl "zusammensinke". Dem würde ich gerne aktiv entgegenwirken.

Georg Klingmüller: Wichtig ist bei der Arbeit, dass man variierende Positionen einnimmt. Das heißt: Den Oberkörper nach vorne beugen, evtl. wenn der Tisch verstellbar ist, dann auch mal höher bzw. tiefer einstellen. Was sich auch grundlegend lohnt, ist aufzustehen und mal ein paar Schritte zu laufen, die Beine anzuheben oder mal in die Hocke zu gehen.

Man könnte sich auch mal ein Kissen in den Lendenbereich reinlegen bzw. unter ein Bein, aber wie gesagt nicht den ganzen Tag.

Herr K.: Das hört sich auf jeden Fall umsetzbar an, zumal die Tische tatsächlich höhenverstellbar sind. Da ich wöchentlich im Fitnessstudio trainiere, bieten sich bestimmte Übungen an, um diesen Bereich zu stärken bzw. zu stabilisieren?

Georg Klingmüller: Vorwiegend sollte die Bein- und Bauchmuskulatur trainiert werden. Was die Rückenmuskulatur betrifft, sollte man vorsichtig sein und eine Übung auswählen, die nicht zu einer Schmerzverstärkung führt. Wichtig ist auch ausreichendes Dehnen von Rücken- und Beinmuskulatur, dabei die Dehnposition mindestens eine Minute lang halten.

 

Frau E.: Hallo, ich bin 66 Jahre alt und hatte eigentlich nie Rückenschmerzen. Aber seit ich unter Osteoporose leide, habe ich permanente Probleme über den gesamten Rücken. Was raten Sie mir?

Carina Gerlach: Guten Abend. Zunächst einmal die Frage: Liegen bei Ihnen bereits osteoporosebedingte Wirbelkörperfrakturen vor?

Frau E.: Bisher nicht, aber ich würde dem gerne vorbeugen.

Carina Gerlach: Die Therapie der Osteoporose stützt sich in der Regel auf eine ärztlich verordnete medikamentöse Therapie. Viel zu oft wird leider das Thema Bewegung - genauer gesagt ein gezieltes Krafttraining - zu wenig umgesetzt. Ein gezieltes Muskeltraining hilft, eine Verschlimmerung der Osteoporose zu verlangsamen und die Knochendichte zu erhöhen. Durch den Zug am Knochen, den der Muskel beim Anspannen ausübt, wird der Knochen zum Wachstum angeregt. Deshalb sollten Sie zusätzlich zu Ihren Medikamenten ein gezieltes Aufbautraining machen. Die ist einerseits durch Gerätetraining, als auch beispielsweise über Wassergymnastik möglich. Außerdem kann Physiotherapie die Rückenschmerzen durch gezielte Detonisierung der Muskulatur helfen, die Schmerzen zu reduzieren.

Georg Klingmüller: Was vorher eventuell noch abgeklärt werden sollte, ist, wie weit die Osteoporose vorangeschritten ist. Man sollte wissen, wie die Knochendichte ist, damit der Therapeut auch weiß, ob es Stellen gibt, die "brüchig" sind.

Frau E.: In Ordnung, das mache ich. Vielen Dank!

Höhere Leistungsfähigkeit durch Sport

Hier finden Sie eine Auswahl der Fragen zum Thema "Höhere Leistungsfähigkeit durch Sport" an Christian Strauß vom Rehazentrum kerngesund!. Der Chat fand am Montag, 20. Juni 2016, statt.

Thema: Höhere Leistungsfähigkeit durch Sport

Frage von Frau H.

Frau H.: Ich war früher begeisterte Marathonläuferin und ich habe jetzt leider Hüftarthrose auf der rechten Seite, hatte erst Hüftdysplasie, die sich dann innerhalb eines Jahres in Hüftarthrose entwickelt hat... was kann ich machen? Ich jogge immer noch ein wenig, nicht länger als eine halbe Stunde auf weichem Waldboden. Ich möchte eine OP so lange wie es geht hinauszögern. Bin 58 Jahre, werde im Juli 59 Jahre alt.

Christian Strauß: Hallo, zunächst einmal ist das der richtige Ansatz, die OP soweit wie möglich nach hinten zu verschieben. Bei dem Hüftgelenk stellt sich generell die Frage der Beweglichkeit. Da es sich um ein Kugelgelenk handelt, muss eine hohe Beweglichkeit gewährleistet sein. Oft disloziert das Kugelgelenk und sitzt nicht mehr passend über der Hüftpfanne. Ein gezieltes Achsentraining kann da Abhilfe schaffen.

Frau H.: Wo kann ich das gezielte Achsentraining bekommen, und wie geht das? Auf Rezept? Auch bei Ihnen?

Christian Strauß: Sinnvollerweise immer über ein Rezept. KGG müsste auf der Verordnung stehen. Ausformuliert bedeutet das "Krankengymnastik am Gerät". Was natürlich nicht bedeutet, dass die "Heilung" nur am Gerät erfolgt. Es bedarf einer guten Eingangsdiagnose des jeweiligen Therapeuten.

Frau H.: Und das wäre bei Ihnen möglich?

Christian Strauß: Genau. Darin besteht unsere Kernarbeit: Menschen mit orthopädischen und unfallchirurgischen Problemen zu helfen.

Frau H.: Vielen herzlichen Dank, ich werde auf Sie zukommen.

Christian Strauß: Sehr gerne!

 

Frage von Herrn M.

Herr M.: Hallo, ich habe massive Rückenprobleme und möchte meine Leistung steigern.

Christian Strauß: Hallo, es ist wichtig zu unterscheiden, ob ein spezifischer oder ein unspezifischer Schmerz vorliegt, d. h. liegt z.B. eine Bandscheibenvorwölbung vor, welche sich über ein MRT diagnostizieren lässt, oder nur eine " Muskelverspannung". Beides löst natürlich Schmerz aus, was eine zwingend notwendige Behandlung von Seiten der Therapeuten nach sich zieht. Zunächst einmal die Funktion wieder herstellen und dann erfolgt die Leistungssteigerung.

Herr M.: Ich hatte schon mal einen Bandscheibenvorfall und Physiotherapie. Der Bandscheibenvorfall wurde anhand eines MRT diagnostiziert.

Christian Strauß: Wie lange ist das her?

Herr M.: Ca. 3 Jahre.

Christian Strauß: Bandscheibenvorfälle können natürlich segmental auch an anderer Stelle auftreten. Das Ganze kann auch rezidiv, also an gleicher Stelle wiederkehrend passieren. Termin beim Arzt holen, einen Befund erstellen lassen und therapeutische Abhilfe suchen. Das ist auch bei uns im Rehazentrum möglich.

Herr M.: Danke für die Auskunft!

 

Frage von Frau P.

Frau P.: Hallo, ich bin 47 Jahre alt und möchte gerne abnehmen. Ich gehe bereits regelmäßig joggen, aber es tut sich nichts. Was kann ich noch machen?

Christian Strauß: Hallo Frau P., wichtig ist in diesem Zusammenhang zu wissen: Wo liegen meine Belastungsgrenzen? Ich erlebe es sehr oft, dass die Trainierenden zu häufig im oberen Drittel, also über ihrer Belastungsgrenze, trainieren. Grundlagentraining ist das A und O. Abhilfe schafft in diesem Falle eine gute sportmedizinische Untersuchung. Zunächst einmal schauen, wo stehe ich überhaupt.

Frau P.: Ok, ich dachte ich trainiere vielleicht eher zu wenig als zu viel... Wo kann ich so eine Untersuchung machen lassen?

Christian Strauß: Ein Belastungs-EKG bei ihrem Internisten machen. Weitere leistungsdiagnostische Untersuchungen bieten wir bei uns im Rehazentrum an.

Frau P.: In Ordnung, das werde ich machen. Vielen Dank!

 

Frage von Frau G.

Frau G.: Guten Abend, obwohl ich viel trainiere (Bauch und Rückenmuskulatur), habe ich immer wieder Rückenprobleme und Schmerzen. Ich hatte schon mal einen Bandscheibenvorfall, kann es daran liegen?

Christian Strauß: Guten Abend, wie sieht denn ihre berufliche Tätigkeit? Aktiv oder haben sie eher eine sitzende Tätigkeit?

Frau G.: Arbeite im Büro und sitze die meiste Zeit.

Christian Strauß: Hier liegt natürlich die Hauptproblematik. Die Monotonie des Sitzens. Ein Fulltimejob lässt sich kaum kompensieren. Man müsste ihr Trainingsverhalten erst einmal analysieren. Der Klassiker ist, dass die Trainierenden in ein Fitnessstudio gehen und versuchen, "sitzend" an den Geräten ihre Rückenprobleme in den Griff zu bekommen. Ein segmentales oder funktionelles Training bleibt da meist aus.

Frau G.: Können Sie mir einen konkreten Tipp geben, welche Trainingsform oder welches Gerät sich eignet?

Christian Strauß: Sind Sie bereits in einem Fitnessstudio aktiv?

Frau G.: Ja, schon seit zwei Jahren.

Christian Strauß: Stärken sie ihre Gesäßmuskulatur sowie die hintere Oberschenkelmuskulatur und vor allem Ihre untere Bauchmuskulatur. Haben Sie in Ihrem Studio professionelle Ansprechpartner?

Frau G.: Bin in einem günstigen Studio, da ist nicht immer jemand vor Ort. Aber den Tipp mit der Gesäßmuskulatur werde ich mal ausprobieren, danke.

Christian Strauß: Wenn Sie akute Beschwerden haben, lassen Sie sich bitte ärztlich untersuchen. Ein akuter Bandscheibenvorfall stellt ein spezifisches Problem dar und sollte nur von ärztlicher und therapeutischer Seite behandelt werden.

 

Frage von Herrn K.

Herr K.: Hallo, ich würde gerne mal meine Muskelkraft testen und habe gehört, dass ihr einen Isokineten habt. Brauche ich für den Test einen Termin?

Christian Strauß: Das ist richtig. Wir haben ein Diagnosegerät vor Ort. Da eine Testung einiges an Zeit in Anspruch nimmt und für ein aussagekräftiges Ergebnis noch weitere Tests gemacht werden, müssen Sie bei uns einen Termin vereinbaren. Die Telefonnummer finden Sie auf unserer Homepage.

Herr K.: Ok, danke.