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Beruf und Karriere

Hier finden Sie die Protokolle unserer Expertenchats rund um die Themen Ausbildung, Beruf und Karriere.

Entwicklungschancen und Karriere in der Pflege

Hier finden Sie eine Auswahl an Fragen und Antworten zum Thema Mitarbeiterangebote, Entwicklungschancen und Karrieremöglichkeiten im Bereich der Pflege.

Thema: Entwicklungschancen und Karriere in der Pflege

Welche Möglichkeiten bietet der Bereich Pflege-, Patienten- und Prozessmanagement für Gesundheits- und Krankenpfleger mit abgeschlossenem Bachelorstudium?

Annette Zeitler: Bei den Lahn-Dill-Kliniken gibt es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Eine Anstellung im mittleren Management wäre hier möglich. Als Beispiel kann man hier die Bereichsleitungen nennen.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten bieten die Lahn-Dill-Kliniken an?

Annette Zeitler: Zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung bieten die Lahn-Dill-Kliniken verschiedene Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten für Pflegekräfte an. Die Angebote reichen von der Übernahme von Führungspositionen wie Bereichsleitung und bestimmten Beauftragungen wie zum Beispiel Hygienebeauftragter über Fort- und Weiterbildungen wie Wundexperte oder Breast Care Nurse bis hin zum Studium. Das gesamte Angebot zu diesem Thema finden Sie auf www.lahn-dill-kliniken.de/pflege.html.

Welche Studienmöglichkeiten bieten die Lahn-Dill-Kliniken an?

Annette Zeitler: Die Lahn-Dill-Kliniken bieten die Studiengänge Bachelor of Arts (B.A.) in Advanced Nursing Practice und Bachelor of Arts (B.A.) Management in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft an. Der Studiengang B.A. Advanced Nursing Practice bietet Auszubildenden und examinierten Pflegekräften die Möglichkeit der beruflichen Weiterentwicklung mit Fokus auf eine erweiterte Pflegepraxis. Der Studiengang B.A. Management in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft fördert den Kompetenzerwerb, um damit eine verantwortliche Führungstätigkeit in Einrichtungen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft übernehmen zu können.

Ich interessiere mich sehr dafür, nach meinen Examen im September im Bereich OP oder Ambulanz zu arbeiten. Nehmen Sie denn auch frisch Examinierte gerade im Bereich OP?

Sven Lars Schüler: Gerne können Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bei uns einreichen. Wir freuen uns, Sie in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen und die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten mit Ihnen zu besprechen. Gemeinsam können wir dann auch Ihre berufliche Weiterentwicklung perspektivisch planen.

Ich bin examinierte Krankenschwester und befinde mich derzeit in einer Weiterbildung zum Fachwirt im Gesundheit- und Sozialwesen. Welche beruflichen Möglichkeiten bieten mir da die Lahn-Dill-Kliniken? Ich habe bisher noch keine genauen Vorstellungen, in welchem Bereich ich gerne arbeiten möchte.

Cathrin Scheel: Zugehörig zum Geschäftsbereich Pflege-, Patienten- und Prozessmanagement sind das Patientenmanagement und der Pflege- und Funktionsdienst. Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten Fuß zu fassen - auch in leitenden Positionen. Gerne können wir in einem persönlichen Gespräch gemeinsam erörtern, welcher Bereich für Sie der richtige ist. Sie erreichen mich unter Tel. 06441 79 – 2901.

Mich würde interessieren, ob Sie für junge Mütter auch ein angepasstes Arbeitszeitenkonzept haben?

Annette Zeitler: Ja, wir haben unterschiedliche Möglichkeiten, unter anderem befindet sich ein Springerpool gerade im Aufbau.

Gibt es freie Stellen als Kinderkrankenschwester? Oder gäbe es die Möglichkeit, nur oder vermehrt Nachtdienst zu machen?

Annette Zeitler: Ja, hier findet derzeit ein Bewerbungsverfahren für Kinderkrankenschwestern statt. Gerne können Sie uns eine Bewerbung senden.

Wie ist die Vergütung an den Lahn-Dill-Kliniken?

Annette Zeitler: Wir vergüten nach TVöD-K. Wir bieten außerdem unseren Mitarbeitern zahlreiche Zusatzleistungen, Vergünstigungen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Weitere Infos finden Sie hier: lahn-dill-kliniken.de/pflege/mitarbeiter-und-bewerber/mitarbeiterangebote.html

Wie werden neue Mitarbeiter bei Ihnen eingearbeitet?

Stefan Zinn: Wir haben für neue Mitarbeiter ein so genanntes Onboarding-Konzept entwickelt, das sich auf der organisatorischen Ebene über alle 1200 internen Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Pflege-, Patienten- und Prozessmanagement erstreckt. Zentrale Maßnahmen des Konzeptes sind: Ein herzlicher Empfang durch ein Welcome-Frühstück, eine Einarbeitungscheckliste mit festgelegten Modulen zur vollständigen Orientierung sowie ein definierter Pate und „Kümmerer“, der den neuen Mitarbeiter innerhalb seiner Probezeit begleitet. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage:

Wie beurteilen Sie die Karrierechancen in Ihrem Arbeitsbereich mit einem Master-Abschluss in Gesundheitsmanagement? Kurz zu mir: Ich habe kürzlich mein Bachelor-Studium in Sportwissenschaft und Psychologie absolviert und beginne im April mit dem genannten Master im Bereich Gesundheitsmanagement an einer Fernuni. Besteht die Möglichkeit im Pflege-, Patienten- und Prozessmanagement ein Praktikum während des Studiums zu absolvieren oder wäre es gegebenenfalls sogar denkbar, den genannten Masterstudiengang als duale Variante in den Lahn-Dill-Kliniken zu absolvieren?

Sven Lars Schüler: Wir bieten individuelle Lösungen für die Weiterentwicklung, sowohl akademischer Art, als auch in der grundständigen Ausbildung an. Wir ermöglichen die Durchführung verschiedener Praktika und dualer Studiengänge. Gerne können Sie sich mit einer Bewerbungsmappe an uns richten. So können wir Ihre Fragen persönlich beantworten.

In anderen Krankenhäusern ist die Pflege als einzelner Geschäftsbereich aufgestellt. Bei Ihnen werden sowohl die Pflege als auch das Patientenmanagement und das Prozessmanagement in einem Bereich vereint. Warum? Welchen Vorteil habe ich als Mitarbeiter davon?

Annette Zeitler: Wir sind innovativ, motiviert und modern aufgestellt, dies hilft uns die Prozesse aufeinander abgestimmt zu gestalten. Um den wachsenden Herausforderungen im Gesundheitswesen auch zukünftig erfolgreich zu begegnen und die strategische Weiterentwicklung der Lahn-Dill-Kliniken voran zu treiben, wurde an den Lahn-Dill-Kliniken der Geschäftsbereich Pflege-, Patienten- und Prozessmanagement gegründet.  Dadurch entsteht eine enge Verzahnung aller am Behandlungsprozess beteiligten Berufsgruppen. Wir vereinen somit den Aufgabenkreis der Gesundheits- und Krankenpflege und den des Patienten- und Prozessmanagements unter einer Verantwortung.

Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in

Hier finden Sie eine Auswahl der Fragen zum Thema Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in an Alexander Daniel und Sonja Müller. Der Chat fand am Donnerstag, 19. Januar 2017, statt.

Thema: Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in

Frage: Wie findest du die Ausbildung bis jetzt? Ich will die Ausbildung auch gerne anfangen.

Sonja Müller: Hallo, mir gefällt die Ausbildung bisher sehr gut, ich bin im 2. Lehrjahr und habe bisher vier praktische Einsätze absolviert. Die Ausbildung besteht aus abwechselnden Theorie- und Praxisblöcken. Hast du dich schon bei uns beworben?

Nein, ich bin noch unentschlossen, hast du schon mal etwas Negatives erlebt?

Sonja Müller: Natürlich gibt es manchmal belastende Situationen im Stationsalltag, aber die Freude des Berufs überwiegt definitiv. Schüler werden in ihren Praxiseinsätzen häufig sehr gut ins Team einer Station integriert und viele bereits examinierte Pflegekräfte sind bereit, einem neue Tätigkeiten beizubringen.

 

Frage: Hallo Herr Daniel, ich habe Interesse an einer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Sollte ich vorher ein Praktikum machen?

Alexander Daniel: Hallo, um einen Einblick in die Gesundheits- und Krankenpflege zu bekommen, empfehlen wir allen Bewerbern ein 14-tägiges Praktikum im Pflegebereich eines Krankenhauses. Dieses Praktikum können Sie gerne in unserem Haus absolvieren. Bei Interesse setzen Sie sich bitte zur Terminabsprache mit unserer Pflegedirektion in Verbindung. Sie erreichen die Pflegedirektion am Standort Wetzlar unter 06441-79-2201 und am Standort Dillenburg unter 02771-396-4002.

 

Frage: Ich werde im Sommer 16 Jahre alt. Wann kann ich mit der Ausbildung beginnen? Ich möchte gerne an den Lahn-Dill-Klinken die Ausbildung machen.

Sonja Müller: Hallo. Ja, man kann mit 16 Jahren eine Ausbildung in unserem Haus beginnen, man arbeitet bis zu seinem 18. Geburtstag allerdings unter den Bedingungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes. Beendest du dieses Jahr die Schule und möchtest dich bei uns bewerben?

Im Sommer mache ich den Realschulabschluss. Meine Noten sind so zwischen 3 und 3,5.

Sonja Müller: Hast du schon mal ein Praktikum im pflegerischen Bereich absolviert?

Ein Praktikum habe ich noch nicht gemacht, würde es aber gerne tun.

Sonja Müller: Dann bewirb dich doch für ein 14-tägiges Praktikum im Pflegebereich eines Krankenhauses. Dieses Praktikum kannst du auch bei uns machen. Hier kommen die Kontaktdaten: Standort Wetzlar: Tel. 06441-79-2201, Standort Dillenburg: Tel. 02771-396-4002.

 

Frage: Wie sieht es mit Tattoos und Piercings aus? Kann ich die bei der Arbeit tragen?

Alexander Daniel: Hallo, vielen Dank für Ihre Frage, die immer wieder kommt. Tattoos sind hygienisch überhaupt kein Problem und Piercings an den meisten Stellen des Körpers auch. Schwierig sind Piercings, die einen Einfluss auf die Hygiene haben.

 

Frage: Was könnte mich überzeugen eine Ausbildung in der Krankenpflege zu beginnen?

Alexander Daniel: Es gibt viele Argumente, um diesen wunderbaren Beruf zu erlernen: Es ist ein zukunftssicherer Beruf mit vielen Möglichkeiten und auch Karriereperspektiven.

Sonja Müller: Und ich ergänze mal: Was mich in dieser Ausbildung immer wieder fasziniert, ist der Kontakt mit so vielen Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Arbeit auf einer Station im Krankenhaus bringt viel Freude mit sich und man gewinnt im Ausbildungskurs viele neue Freunde, die die gleiche Gesinnung haben.

Wer würde mich durch die Ausbildung begleiten?

Alexander Daniel: In der Ausbildung werden Sie zum einen im Kurs durch eine Kursleitung über die gesamten drei Jahre begleitet. Im praktischen Einsatz bekommen Sie außerdem eine pädagogisch weitergebildete Praxisanleiterin an die Seite, die Sie in der praktischen Ausbildung unterstützt. Dazu kommen zahlreiche Lernangebote wie die Ausbildungsstation, wo Sie durch die Ausbildungskoordinatorin begleitet werden.

Das hört sich gut an! Kann ich mich schon während meiner Ausbildung um eine "Karriereplanung“ kümmern bzw. mich orientieren, was nach meiner Ausbildung kommen könnte? Wie sieht es mit Studium aus?

Alexander Daniel: Da sind Sie bei den Lahn-Dill-Kliniken genau richtig: Wenn Sie eine Hochschulzugangsberechtigung mitbringen, können Sie sich schon während der Ausbildung um einen dualen Studienplatz bewerben. So können Sie die Pflegeausbildung und das Studium dual absolvieren.

Da ich weiß, dass Dienste auch mal herausfordernd sind, würde ich gerne wissen, ob auch ein körperlicher oder geistiger Ausgleich, z.B. Betriebssport o.ä. angeboten wird?

Alexander Daniel: Sie können im  Rehazentrum "kerngesund!" auf dem Klinikgelände trainieren, außerdem erhalten Sie auch Vergünstigungen bei anderen Fitnessstudios.

In welchen Bereichen setzen Sie Auszubildende ein? Gibt es Wahlmöglichkeiten? Wie genau sehen Unterrichtszeiten aus?

Alexander Daniel: Die Einsätze sind neben der Chirurgie, der Inneren Abteilung, der Gynäkologie und der Kinderheilkunde auch der ambulante Dienst und die Notaufnahme. Bei Interesse erhalten Sie einen Einblick ins Case Management, die Intensivstationen, den OP oder die Anästhesie. Auch Spezialbereiche wie die Dialyse oder die Operative Tagesklinik sind möglich. Die Einsätze werden grundsätzlich immer in Absprache mit den Schülern durch die Schul- und Kursleitungen geplant.

 

Frage: Ich mache im Sommer mein Abitur, wollte eigentlich gerne studieren (habe auch gute Noten). Wichtiger wäre mir aber eine fundierte Ausbildung. Ich habe schon ein Praktikum im Krankenhaus gemacht und würde gerne die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin machen. Welche Studienmöglichkeiten habe ich mit dieser Ausbildung?

Alexander Daniel: Das Schöne an den Lahn-Dill-Kliniken ist, dass Sie auch schon parallel zur Ausbildung studieren können. So vereinen Sie beides gut miteinander.

Das klingt gut. Habe ich auch Chancen, anschließend im Unternehmen einen Arbeitsplatz zu bekommen?

Alexander Daniel: In den letzten Jahren konnten wir allen Auszubildenden, die in der regulären Ausbildungszeit die Ausbildung beendet haben, ein Angebot zur Übernahme machen. Und ich gehe fest davon aus, dass der Bedarf an Pflegekräften in den kommenden Jahren weiter anhalten wird.

Gibt es noch Ausbildungsplätze im Herbst? Könnte mir auch vorstellen, erst mal für ein halbes Jahr ins Ausland zu gehen, kann ich auch nächstes Jahr im Frühjahr anfangen?

Alexander Daniel: Ja, im Herbst sind noch Ausbildungsplätze zu besetzen. Grundsätzlich kann man sagen: Je früher Sie sich bewerben, umso größer sind Ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Dankeschön, schicke die Bewerbung dann mal los.

 

Frage: Sind alle Arten von Abschlüssen für die Bewerbung zugelassen? Also von Hauptschule bis Abitur oder gibt es Grenzen?

Alexander Daniel: Formal geht alles oberhalb des qualifizierten Hauptschulabschlusses. Gut wäre allerdings ein Realschulabschluss.

 

Frage: Hallo meine Damen und Herren, ich wollte mal fragen, welche die genauen Aufgaben eines Gesundheits- und Krankenpflegers sind und wie ich mir so den genauen Alltag vorstellen kann? Gibt es eine Art roten Faden in der Pflege?

Alexander Daniel: Kurz gesagt: Sie lernen alles, um eine gute Pflege durchführen zu können. Dazu zählt zum Beispiel das Betreuen und Beobachten von Patienten in stationären Einrichtungen oder im ambulanten Bereich. Ihre Aufgaben liegen in der eigenständigen Grund- und Behandlungspflege. Das bedeutet, dass Sie Patienten z.B. waschen und betten, ihnen Verbände wechseln oder ihnen nach ärztlicher Anordnung Medikamente verabreichen. Weiter: Sie sind Assistenten bei ärztlichen Untersuchungen und operativen Eingriffen, sie bedienen und überwachen medizinische Apparate und begleiten den Arzt oder die Ärztin auf Visiten. Gesundheits- und Krankenpfleger/innen sind auch mit der Erstellung von Pflegeplänen, deren Auswertung sowie der Pflegedokumentation betraut. Schließlich beraten sie Patienten und helfen, deren Selbstständigkeit zu fördern. All dies lernen Sie in der Ausbildung.

 

Frage: Ich bin 17 Jahre alt und männlich, muss ich auch Frauen pflegen?

Sonja Müller: Tendenziell ja. Hast du schon mal ein Praktikum im Krankenhaus gemacht, um herauszufinden, ob dir eine solche pflegerische Tätigkeit etwas ausmachen würde?

Nein, mache meinen Realschulabschluss im Sommer und will in den Osterferien ein Praktikum in der Pflege machen. Ich hatte bisher Schulpraktika als Elektriker und in der Metallverarbeitung. Beides war nicht so mein Ding. Das Sozialpraktikum in der betreuten Nachmittagsschule war anstrengend, hat aber mehr Spaß gemacht. Kann ich im Krankenhaus ein Praktikum machen und wo muss ich mich melden?

Sonja Müller: Ja das geht. Das Praktikum dauert 14 Tage und du kannst es auch bei uns machen. Hier kommen die Kontaktdaten: Standort Wetzlar: Tel.06441-79-2201, Standort Dillenburg: Tel. 02771-396-4002.

 

Frage: Man weiß ja, dass jede Frau auch mal eine Familie gründen möchte. Kann sie dann später auch mal sagen, dass sie keine Nachtschicht machen möchte? Könnte man das dann so einrichten, dass sie vielleicht nur noch Früh- und Spätschichten macht?

Alexander Daniel: Das Schöne an der Ausbildung ist, dass ich danach in viele unterschiedliche Bereiche gehen kann. Und da es auch Bereiche gibt, in denen kein Nachtdienst notwendig ist (z.B. Dialyse) kann man sich später auch auf einen solchen Bereich bewerben.

 

Frage: Hallo, meine Frage zu der Ausbildung: Wie ist der theoretische Teil der Ausbildung aufgebaut?

Sonja Müller: Hallo. Die Ausbildung ist so strukturiert, dass wir wechselnd Theorie- und Praxiseinsätze (jeweils ca. 6 Wochen lang) absolvieren. Der erste Theorieblock ist 12 Wochen lang, man hat keine typischen Schulfächer mehr, sondern die Untergliederung erfolgt nach Themenbereichen, die sowohl medizinisch-naturwissenschaftliches sowie sozialwissenschaftliches und rechtliches Wissen vermittelt wird. Im ersten theoretischen Block schreibt man 10 Klausuren zu den in diesem Zeitraum behandelnden Themen. Im weiteren Verlauf der Ausbildung schreibt man weiterhin Klausuren, aber es kommen auch Fallbeispiele, auf die man das erlernte Wissen anwendet.

Ok danke. Wie sind die Lehrer so?

Sonja Müller: Unsere Lehrer sind nett und auch sehr offen. Jeder Lehrer hat seine eigenen Unterrichtsfelder und ist bemüht, uns deren Inhalt verständlich zu vermitteln.

Was wird bei der Bewerbung nicht gerne gesehen? Also z.B. Tattoos und Piercings?

Sonja Müller: Also Tattoos sind gar kein Problem. Für Piercings gilt dies ebenso, sie müssen nur im praktischen Ausbildungsteil abgelegt werden, wenn sie die Hygiene "behindern".

Was genau heißt Hygiene behindern? Also was darf man nicht haben?

Sonja Müller: Also z.B. müssten Piercings im Gesicht abgelegt werden, da Patienten sich beispielsweise in einer Paniksituation an Ihnen festhalten und dich somit verletzten könnten. Bezüglich der Hygiene ist gemeint, dass die Haut desinfizierbar sein muss, deswegen darf man z.B. auch keinen Schmuck tragen.

 

Frage: Hi, wie viel verdient man in der Ausbildung?

Alexander Daniel:

◦1. Ausbildungsjahr 1.040,69 €
◦2. Ausbildungsjahr 1.102,07 €
◦3. Ausbildungsjahr 1.203,38 €

 

Frage: Im Praktikum im Krankenhaus habe ich mich über die Ausbildung schon informiert. Ich bin erst 17 und habe noch keinen Führerschein. Es müssen aber wohl auch Außeneinsätze absolviert werden. Kann ich mich trotzdem bewerben?

Alexander Daniel: Auf jeden Fall. Wir können Ihnen ein Wohnheimplatz anbieten. Der Außeneinsatz wird bei Ihnen dann in Laufnähe sein. Wir freuen uns daher auf Ihre Bewerbung.

Dankeschön, da bin ich beruhigt und werde eine Bewerbung schicken.

 

Frage: Guten Abend. Kann ich auch als Kleinwüchsiger bei Ihnen anfangen? In anderen Kliniken wurde ich schon abgelehnt.

Sonja Müller: Hallo Kevin. Ja das geht, warum nicht?

Und wie sieht es mit fehlenden Extremitäten aus?

Alexander Daniel: Das entscheidet der Betriebsarzt bei der Einstellungsuntersuchung.

 

Frage: Wie ist die Theorie- und Praxiszeit aufgeteilt?

Sonja Müller: Hallo. Wir haben im Wechsel Theorie- und Praxisblöcke (jeweils ca. 6 Wochen lang, abgesehen vom ersten Einsatz).

 

Frage: Welche Voraussetzungen gibt es, um diesen Beruf erlernen zu können?

Alexander Daniel: Formal: Schulabschluss (mindestens qualifizierter Hauptschulabschluss, besser Mittlere Reife), gesundheitliche Eignung, keine Einträge im Führungszeugnis und wenn Sie noch ein Praktikum gemacht haben, umso besser.

Das klingt gut. Dann werde ich mich demnächst bei Ihnen bewerben.

Alexander Daniel: Ich freue mich auf Ihre Bewerbung.

 

Frage: Guten Abend, Welche Studiengänge nach der Ausbildung sind möglich?

Alexander Daniel: Schon heute können Sie an den Lahn-Dill-Kliniken dual zur Ausbildung studieren.

Ansonsten können Sie nach der Ausbildung

-Pflegepädagogik

- Pflegemanagement

- Pflegewissenschaft

oder auch Klinische Pflege (Psychiatrische Pflege, Wundmanagement, etc.) studieren.

Ginge auch Psychologie? Und kann man diese Studiengänge auch ohne Fachabitur bzw. Abitur machen?

Alexander Daniel: Duale Studiengänge gehen mit Fachabitur. Psychologie geht nur mit allgemeiner Hochschulreife.

Vielen Dank! Bezahlt das Klinikum Studiengänge?

Alexander Daniel: Ja, jedes Jahr werden Stipendien vergeben.

Wie viele Urlaubstage stehen einem im Jahr zu und kann man als Schüler mitentscheiden wann?

Alexander Daniel: 29 Tage. Die meisten sind (wie an fast allen Krankenpflegeschulen) fest vorgeplant. Ein Teil der Tage kann aber frei gewählt werden.

Was bedeutet ein Teil? Haben die Azubis denn oft Probleme auf Station oder werden sie gut behandelt?

Alexander Daniel: Auf jeder Station sind speziell weitergebildete Praxisanleiter, die Sie in der praktischen Ausbildung unterstützen. Und wenn es mal knirscht, vermittelt die Krankenpflegeschule gerne. Der Urlaub ist zum überwiegenden Teil vorgeplant. Wenn jedoch begründet davon abgewichen werden muss (z.B. bei Müttern mit Kindern), dann machen wir auch mehr möglich.

Das klingt sehr gut, da ich ein Kind habe. Wie qualifiziert ist das Lehrerpersonal?

Alexander Daniel: Dann schlage ich vor, Sie bewerben sich und wir besprechen das Ganze. Das gesamte Lehrpersonal ist durch das Regierungspräsidium als Lehrkraft an Krankenpflegeschulen zugelassen. Sie profitieren von unterschiedlichen Qualifikationen und Fachweiterbildungen der Lehrkräfte.

Sehr gut...habe Angst, dass es etwas wie in der normalen Schule ist und ich schon etwas älter bin.

Alexander Daniel: Der Vorteil in den Aprilkursen ist, dass Sie dort mehrere Azubis mit Kindern haben. Und auch der Altersdurchschnitt ist in den Aprilkursen etwas höher.

 

Frage: Hallo, ich würde gerne wissen, wie lange die Ausbildung dauert und ob man sich noch nach Möglichkeit weiterbilden kann.

Sonja Müller: Hallo. Die Ausbildung dauert insgesamt 3 Jahre. Im Wechsel haben wir Praxis- und Theorieblöcke (jeweils ca. 6 Wochen, außer dem ersten Einsatz).

Es gibt verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten:

Aufstiegsweiterbildungen kannst du in ganz vielen verschiedenen Bereichen oder für unterschiedliche Abteilungen absolvieren. So gibt es beispielsweise die Fachweiterbildungen für Intensiv- und Anästhesiepflege, für Gerontopsychiatrie, für Onkologische Pflege oder auch den Operationsdienst. Genauso gut kannst du dich auch zum Praxisanleiter oder zur Praxisanleiterin ausbilden lassen.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, einen komplett neuen Berufstitel zu erwerben und beispielsweise eine Weiterbildung zur Hygienefachkraft, zur Fachkraft zur Leitung einer Funktionseinheit, zum Qualitätsmanager, zum Auditor, zum Case Manager, zum Wundmanager oder zum Fachwirt in der Alten- und Krankenpflege, im Sozialwesen oder für Notfallmedizin zu machen.

Hochschulstudium
Hast du neben deinem Ausbildungsabschluss auch (Fach-)Hochschulreife, kannst du ein weiterführendes Studium anhängen – beispielsweise in den Studiengängen Pflegewissenschaften, Pflegemanagement, Pflegepädagogik oder Gesundheitsmanagement.

Ab wann könnte man sich denn für wann bewerben? Ich kenne viele Leute aus den Kliniken und habe schon viel Positives gehört.

Sonja Müller: Je schneller du dich bewirbst, desto besser. Wir bieten zweimal im Jahr (April und Oktober) neue Ausbildungskurse an.