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Häufige Fragen

Welche endoskopischen Untersuchungsmethoden werden in der Med. Klinik II angeboten?

Die Medizinischen Klinik II bietet das gesamte Spektrum der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten unseres Fachgebiets (= Erkrankungen des Verdauungssystems, des Stoffwechsels und der Hormondrüsen) an. Zusätzlich besteht eine Zusammenarbeit mit allen anderen Abteilungen des Klinikums sowie den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen im Lahn-Dill-Kreis und darüber hinaus.

In der Endoskopie und Sonographie werden die folgenden Verfahren und Eingriffe durchgeführt. Dank moderner Medikamente zur Beruhigung ist die individuelle Belästigung für den Patienten minimal geworden.

Diagnostische Endoskopie der Verdauungsorgane (mit modernsten hochauflösenden Video-Endoskopen):

  • Gastroskopie = Inspektion (Spiegelung) von Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm
  • Helicobacter pylori-Nachweis mit gleichzeitiger Gastritis-Diagnostik durch Entnahme entsprechender Gewebeproben (einschließlich Schnelltest)
  • Doppelballon-Enteroskopie = langstreckige, tiefergehende und schonende Inspektion (Spiegelung) des Dünndarms mit extralangen Endoskopen und ggfs. therapeutische Intervention mit Abtragung von Polypen, Behandlung von Gefäßmissbildungen, Entfernung von Fremdkörpern bzw. Aufdehnung von Engstellen (Intestinoskopie)
  • Kolo- , Rekto, Proktoskopie: Inspektion (Spiegelung) von Dickdarm und Enddarm
  • ERC, Cholangioskopie = Darstellung und ggfs. Inspektion (Spiegelung) der Gallenwege
  • ERP, Pankreatikoskopie = Darstellung und ggfs. Inspektion (Spiegelung) des Bauchspeichelsdrüsengangs
  • Chromoendoskopie (Färbetechniken mit Farbstofflösungen bzw. virtueller Technik zur verbesserten Erkennung der Schleimhautoberfläche in Ösophagus, Magen und Kolon)
  • Endoskopischer Ultraschall (Endosonographie) des oberen und unteren Verdauungstraktes, einschließlich der Minisonden-Endosonographie und der endosonographisch gesteuerten Punktion von Lymphknoten bzw. tumorverdächtigen Strukturen im oberen und unteren Verdauungstrakt sowie Mediastinum

Therapeutisch-interventionelle Endoskopie der Verdauungsorgane

In etablierter und standardisierter Techniken werden u.a. folgende Eingriffe durchgeführt:

  • Entfernen (Polypektomie) von bis zu mehreren Zentimeter großen gutartigen Neubildungen (Polypen) sowie von ausgewählten Frühformen einer Krebserkrankung in Speiseröhre, Magen, zugänglichen Abschnitten des Dünndarmes sowie im gesamten Dickdarm mittels verschiedener Techniken (z.B. Schlingenabtragung, Unterspritzung, Loopapplikation, Kappentechnik)
  • Verödung von Krampfadern in Speiseröhre und Magenfundus
  • Gummibandligaturen von Krampfadern der Speiseröhre
  • Endoskopische Resektion (EMR = endoskopische Mukosaresektion, ESD = endoskopische Submukosadissektion) von Vorstufen bzw. frühen Stadien von verändertem (= dysplastischem) Gewebe im Ösophagus (z.B. bei Barrettepithel), Magen, Dickdarm und Enddarm
  • Behandlung der Folgen einer GERD (gastroösophagealen Refluxerkrankung)
  • Beseitigung einer muskulären Verengung in der unteren Speiseröhre (Achalasie) durch Aufdehnung mittels Ballon oder durch Injektion von Botulinum-Toxin
  • Reduzierung von Tumormassen in der Speiseröhre, im Magen bzw. Darm mittels Argonplasmakoagulation (APC-Therapie)
  • Aufdehnung gut- und bösartiger Engstellen in Speiseröhre, Magen, Zwölffinger-, Dünn- oder Dickdarm mittels Ballons (Ballondilatation) oder Bougies (Bougierung)
  • Einbringen von Kunststoff- oder Metallprothesen bei entsprechenden Erkrankungen der Speiseröhre, des Dünn- bzw. Dickdarms und zur Therapie von Fisteln (sog. Stent-, Prothesenimplantation)
  • Anlage von Magen- und Dünndarmsonden (PEG, Jet-PEG, PEJ, nasojejunale Sonden) zur Langzeitsondenernährung bei Mangelernährung
  • Aufdehnung von gut- oder bösartigen Engstellen (Stenosen) der Gallengänge und des Bauchspeicheldrüsenganges mittels Ballons oder Bougies und im Bedarfsfalle Verhinderung eines Wiederverschlusses durch Einbringen von Kunststoff- oder Metallprothesen (Stents), ggfs. auch in Rendezvous-Technik
  • Entfernung von Fremdkörpern verschiedenster Art aus allen endoskopisch zugänglichen Abschnitten (Fremdkörperextraktion)
  • Blutstillung in allen endoskopisch zugänglichen Stellen des Verdauungstraktes mittels etablierter Techniken (Injektion, Klipp, thermische Verfahren)
  • Intraoperative Spiegelung des gesamten Magen-Darm-Trakts (Panendoskopie)
  • Intraoperative Endoskopie zur kontrollierten, auf ein Minimum beschränkten Abtragung von Gewebsneubildungen (intraoperatives Rendezvous-Verfahren)
  • Einlage von Ernährungssonden in den Magen (PEG) oder in den Dünndarm (PEJ) bei verschiedenen Arten der Schluckstörung, z.B. nach Schlaganfall
  • Bauchspiegelung (Mini-Laparoskopie mit Entnahme von Gewebsproben aus der Leber bzw. dem Bauchfell)
  • ERC, ERP bzw. ERCP = Darstellung und Therapie von Galleabflusshindernissen bzw. von Veränderungen an den Bauchspeicheldrüsengängen (Entfernung von Steinen, Einlage von Plastik- bzw. Metallstents in die Gallengänge bzw. den Bauchspeicheldrüsengang)
  • Spiegelung und ggfs. endoskopische Intervention an den Gallengängen bzw. dem Bauchspeichedrüsengang in konventionell- endoskopischer Technik (Cholangioskopie oder Pankreatikoskopie = Endoskopie der kleinen Gänge mit Miniendoskopen) zur Zertrümmerung und Entfernung von Steinen bzw. Einlage einer Drainage
  • Entfernung von bestimmten Neubildungen an der Einmündung des Gallen- und Bauchspeicheldrüsenganges mittels Papillektomietechnik
  • Darstellung und ggfs. endoskopische Intervention an den Gallengängen von außen (= perkutan-transhepatisch; PTC bzw. PTCD)
  • Zertrümmerung von Steinen im Gallen- bzw. Bauchspeicheldrüsengang entweder durch mechanische Lithotripsie oder durch cholangioskopisch bzw. pankreatikoskopisch gesteuerte elektrohydraulische Stoßwellenlithotripsie (ISWL), im Bedarfsfall durch extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL)
  • Inspektion von durch konventionelle Techniken nicht eindeutig klassifizierbaren Veränderungen der kleinen Gänge in der Leber und Bauchspeicheldrüse mittels Miniendoskopen.
  • Ableitung von Zysten und Abszessen (Eiterhöhlen) der Bauchspeicheldrüse nach innen in den Magen (sog. zystogastrale Drainage) bzw. auch nach außen durch die Haut
  • Behandlung von Gallengangserkrankungen auch nach den Zugang erschwerenden Voroperationen am Magen wie Billroth II Operationen oder Gastrektomie

Welche sonographischen Untersuchungsmethoden werden in Wetzlar durchgeführt?

  • Ultraschall-Diagnostik aller Organe und Blutgefäße (Hals, Brustkorb - Thorax, Bauchraum), einschließlich Doppler- und Duplexsonographie, Kontrastmittelsonographie
  • Ultraschallgesteuerte Punktionen aller Organe
  • Ultraschallgesteuerte Verödung von Leberkarzinomen mit Äthanol oder Essigsäure
  • perkutane Behandlung von Leber- und Pankreaspseudozysten, Leber- und Divertikulitisabszessen mittels Einlage großlumiger Drainagen
  • Endoskopischer Ultraschall (Endosonographie) des oberen und unteren Verdauungstraktes, einschließlich der Minisonden-Endosonographie und der endosonographisch gesteuerten Punktion von Lymphknoten bzw. tumorverdächtigen Strukturen im oberen und unteren Verdauungstrakt sowie Mediastinum

Welche Funktionsdiagnostik wird angeboten?

Die gastroenterologisch-hepatologische Funktionsdiagnostik umfasst

  • die Manometrie (Druckmessung in der Speiseröhre und im Enddarm)
  • die 24h-pH Metrie (Säuremessung in der Speiseröhre oder im Magen)
  • verschiedene Funktionstests des Magen-Darm-Traktes:
    • nichtinvasive Atemtests (H2-Exhalationstests, sog. „Röhren-Pustetests“) für Laktose-, Maltose-, Fruktose-, Sorbit-Intoleranzen (Unverträglichkeit), die bakterielle Überwucherung von Darmabschnitten (Glukose) und die Mund-Zökum-Passagezeitbestimmung (Lactulose)
  • verschiedene Funktionstests der Leber:
    • nichtinvasive Atemtests (13C-Atemttests zur Bestimmung von Partialfunktionen der Leber, z.B. Methacetin).

Diabetes mellitus und Ernährungstherapie

  • Beratung bei Übergewicht, Magersucht und Mangelernährung
  • Regelmäßig (monatlich) strukturierte einwöchige Schulungen für Patienten mit Typ I- und Typ II-Diabetes sowie Patientinnen mit Diabetes mellitus in der Schwangerschaft

Bestehen Kooperationen zu Selbsthilfegruppen?

Für die fachgebietübergreifende (interdisziplinäre) Behandlung der Erkrankungen bestehen enge Kooperationen mit verschiedenen Patienten-Selbsthilfegruppen sowie über unseren Sozialdienst zu ambulanten und häuslichen Pflegeeinrichtungen.

Gastro-Liga e.V.
Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber sowie von Störungen des Stoffwechsels und der Ernährung
Friedrich-List-Straße 13, 35398 Gießen
Telefon: 0641 / 97481-0
Telefax: 0641 / 97481-18
E-Mail: geschaeftsstelle(at)gastro-liga.de

Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung DCCV e.V.
Inselstraße 1, 10179 Berlin
Telefon: 030 / 2000 392-0
Telefax: 030 / 2000 392-87
E-Mail: info(at)dccv.de
Internet: www.dccv.de

Familienhilfe Polyposis coli e.V.
Am Rain 3a, 36277 Schenklengsfeld
E-Mail: info(at)familienhilfe-polyposis.de

Deutsche ILCO, Vereinigung der Stomaträger
Deutsche ILCO e.V., Thomas-Mann-Str. 40,53111 Bonn
Telefon: 0228 / 338894-50 
Telefax: 0228 / 338894-75
E-Mail: info(at)ilco.de
Internet: www.ilco.de

Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V.
Filderhauptstr. 61, 70599 Stuttgart
Telefon: 0711 / 459981-0
Telefax: 0711 / 459981-50
E-Mail: info(at)dzg-online.de

Deutsche Leberhilfe e.V.
Luxemburger Str. 150, 50937 Köln
Telefon: 0221 / 28299-80
Telefax: 0221 / 28299-81
E-Mail: info(at)leberhilfe.org
Internet: www.leberhilfe.org

Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V.
Vertretungsberechtigt für den Verein ist Jutta Riemer, Maiblumenstr. 12, 74626 Bretzfeld
Telefon: 06202 / 702613
Telefax: 06202 / 702614
E-Mail: info(at)lebertranplantation.de
Internet: www.lebertransplantation.de

Morbus Wilson e.V.
Leiblstr. 2, 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 / 249230
Telefax: 08031 / 43876
E-Mail: morbus.wilson(at)t-online.de
Internet: www.morbus-wilson.de

Hämochromatose-Vereinigung Deutschland e.V.
Vertretungsberechtigt für den Verein ist Mario Haub, Oberstr. 115, 51149 Köln
Telefax: 02203 / 1832020
E-Mail: info(at)haemochromatose.org
Internet: www.haemochromatose.org

Wie ist der Ablauf bei geplanter stationärer Aufnahme?

Die Vereinbarung des Termins zur geplanten (= elektiven) stationären Aufnahme erfolgt werktags über unser Sekretariat (Angela Glaum oder Ilona Hartmann; Telefon: 06441 79 - 2351 oder 79 - 2353). Das Sekretariat ist von Montag bis Freitag zwischen 07:00 - 17:00 Uhr besetzt (ein 24h-Anrufbeantworter ist angeschlossen). Hier wird Ihnen auch mitgeteilt, wo und wann Sie sich am Tag Ihrer Krankenhausaufnahme einfinden sollen und ob Sie, falls am Aufnahmetag endoskopische oder sonographische Untersuchungen vorgesehen sind, auf Ihr Frühstück verzichten müssen.

Von Ihrem Hausarzt bekommen Sie die zur Aufnahme erforderliche Krankenhauseinweisung.

Bitte bringen Sie auch Befunde von Voruntersuchungen oder Röntgenbilder mit, falls diese im Zusammenhang mit Ihrem aktuellen Gesundheitsproblem stehen.

Wie ist der Ablauf bei ambulanter Vorstellung?

Die Anmeldungen zur Sprechstunde oder zur ambulanten endoskopischen und sonographischen Untersuchungen sowie zu Untersuchungen im gastroenterologischen Funktionslabor erfolgen über unser Sekretariat (Angela Glaum oder Ilona Hartmann; Telefon: 06441 79 - 2351 oder 79 - 2353).

Es wird Ihnen dabei erklärt, ob Sie für die geplante Untersuchung im Nüchternzustand (d.h. ohne vorherige Einnahme einer Mahlzeit, z.B. Frühstück) kommen müssen oder nicht.

Falls Sie Diabetiker sind, dürfen Sie vor einer nüchtern durchzuführenden Untersuchung kein Insulin spritzen und keine Blutzucker-senkenden Medikamente einnehmen! Weisen Sie uns bitte darauf hin, dass Sie Diabetiker sind. Sie werden dann am Untersuchungstag für einen frühen Termin im Programm eingeplant.

Wie erfolgt die Aufklärung zu den Untersuchungen?

Für alle endoskopischen Untersuchung (diagnostisch oder therapeutisch-interventionell) und für alle sonographisch-geführten Punktionen ist Ihr schriftlich gegebenes Einverständnis erforderlich.

Bei stationär durchgeführten Untersuchungen wird Ihr Stationsarzt Ihnen dazu ein spezielles Formblatt übergeben, das Ablauf und Risiken der jeweiligen Untersuchung in verständlicher Form beschreibt. Spätestens am Vortag der Untersuchung klärt Sie Ihr Stationsarzt nochmals im Rahmen eines ausführlichen Aufklärungsgespräches detailliert über die geplante Untersuchung auf und beantwortet Ihre offenen Fragen.

Bei ambulant durchgeführten Untersuchungen erhalten Sie telefonisch alle notwendigen Vorinformationen zum Termin und zur Art der Vorbereitung von unserem Sekretariat. Auch hier benötigen wir Ihre schriftliche Einverständniserklärung auf einem speziell dafür vorgesehen Formblatt und eventuell Ihre aktuellen Blutgerinnungswerte. Sie erhalten deshalb einen Termin zum Aufklärungsgespräch mit einem Arzt einige Tage vor der geplanten Untersuchung. Auch das für eine ggfs. geplante Dickdarmspiegelung notwendige Abführmittel sowie das entsprechende Informationsmaterial dazu werden Ihnen im Rahmen dieses Termins dann ausgehändigt.

Für geplante therapeutische Eingriffe sollten möglichst die aktuell (nicht älter als 10 Tage) bestimmten Blutgerinnungswerte (Quick-Wert bzw. INR, Thrombozyten) vorliegen. Falls die Bestimmung dieser Werte durch Ihren Hausarzt erfolgt, bitten wir Sie, die Befunde am Untersuchungstag mitzubringen.

Worauf ist bei der Einnahme von Blutgerinnungs-hemmenden Medikamenten zu achten?

Falls Sie aus medizinischen Gründen (z.B. stattgehabte Lungenembolie, Gefäßverschlüsse, koronare Herzerkrankung mit Implantation von Stents in die Herzkranzgefäße, stattgehabter Schlaganfall, etc.) eines oder mehrere die Blutgerinnung hemmende Medikamente einnehmen müssen, teilen Sie uns dies unbedingt und im Detail mit.

Von besonderem Interesse ist hierbei die Einnahme von:

  • Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin®, ASS®)
  • Clopidogrel (z.B. Plavix®, Iscover®)
  • Ticlopidin (z.B. Tyklid®)
  • Prasugrel (z.B. Efient®)
  • Ticagrelor (z.B. Brilique®)
  • Phenprocoumon (z.B. Marcumar®)

In Abhängigkeit der vorgesehenen Untersuchungsmaßnahme müssen in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt bzw. Kardiologen rechtzeitig vor der Untersuchung die Blutgerinnungs-hemmenden Medikamente abgesetzt oder auf ein anderes Medikament umgestellt werden.

Wie muss ich mich für die Untersuchungen und Eingriffe vorbereiten?

Endoskopien und auch viele sonographische Untersuchungen können nur nüchtern durchgeführt werden. D.h. die letzte Mahlzeit erhalten Sie am Abend vor der Untersuchung; am Untersuchungstag selbst müssen Sie zunächst auf Ihr Frühstück und evtl. das Mittagessen verzichten.

Die Koloskopie (Dickdarmspiegelung) erfordert zusätzlich eine Reinigung des Dickdarms, die bereits am Vortag der Untersuchung beginnt. Es ist sinnvoll, hier bereits 7 – 10 Tage vor der Untersuchung die Ernährung umzustellen und eher leichte Kost zu essen. Bitte vermeiden Sie folgende Produkte: Leinsamen, Körner-Produkte, Kiwi, Kerne von Äpfeln und Birnen, Tomatenschalen, Mais, sehr faserhaltige Nahrungsmittel. Am Tag vor der Untersuchung ist noch ein leichtes Mittagessen möglich. Am späteren Nachmittag beginnen Sie dann mit dem Trinken von 1 Liter einer speziellen Darmreinigungslösung. Sie können – falls nichts anderes besprochen oder angeordnet wurde - zusätzlich noch weitere Flüssigkeit (z.B. Tee, Wasser) trinken. Am Untersuchungstag müssen Sie bereits früh morgens (ab 06:00 Uhr) nochmals 1 Liter der speziellen Koloskopie-Trinklösung und ggfs. noch weitere Flüssigkeit (z.B. Tee, Wasser) zu sich nehmen, bis der entleerte Darminhalt klar ist.

Wie läuft die endoskopische Untersuchung selbst ab?

Sie werden vom Transpostdienst des Hauses in Ihrem Bett von der Station in die Endoskopieabteilung und nach Beendigung der Untersuchung wieder auf die Station zurück gefahren.

Während der gesamten Zeitdauer der endoskopischen Untersuchung führen wir routinemäßig eine kontinuierliche Überwachung von Herzfrequenz, Blutdruck und Atmung durch und dokumentieren Ihre Werte auf einem speziellen Überwachungsbogen.

Alle endoskopischen Untersuchungen werden nach intravenöser Injektion eines kurz wirksamen Schlafmittels (und ggfs. Schmerzmittels) so durchgeführt, dass Sie während der Untersuchung tief schlafen (außer Sie wünschen ausdrücklich keine Sedierung). Die Untersuchung und die Entnahme von Gewebsproben (Biopsie) erleben Sie also nicht bewusst, sie ist daher nicht mit Schmerzen oder Beschwerden verbunden.

Nach der Untersuchung wird sofort ein schriftlicher Befund (mit Bildern) erstellt. Der Befund in Papierform geht zusammen mit Ihnen auf Ihre jeweilige Station, so dass Ihr weiterbehandelnder Arzt sofort über das Ergebnis der Untersuchung informiert ist. Zusätzlich ist der Befund jederzeit auch in Ihrer eigenen elektronischen Krankenhausakte gespeichert.

Nach ambulant durchgeführten Untersuchungen verbleiben Sie zunächst im Überwachungsraum der Endoskopieabteilung, bis Sie vollständig ausgeschlafen haben. Bevor Sie dann wieder unsere Klinik verlassen, beurteilt ein Arzt, ob die Wirkung der Schlaf- und Schmerzmedikamente abgeklungen ist.

Beachten Sie bitte, dass Sie am Untersuchungstag aufgrund der verabreichten Arzneimittel nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen (z.B. Auto bzw. Fahrrad fahren), keine Maschinen bedienen (z.B. Rasenmäher, Heckenscheren etc.) und keine rechtswirksamen Geschäfte (z.B. Verträge, Gerichtstermine) abschließen dürfen und können.

Bitte lassen Sie sich von einer Begleitperson abholen und nach Hause bringen.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass selbst bei bester Planung gelegentlich Wartezeiten entstehen können. Bitte bringen Sie daher für den Tag der Untersuchung Geduld und z.B. ein Buch mit.

Wie läuft die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ab?

Für die Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane ist es am besten, wenn Sie nüchtern sein, d.h. die letzte Mahlzeit erhalten Sie am Abend vor der Untersuchung (bitte vermeiden Sie stark blähende Speisen und Getränke, z.B. mit Kohlensäure). Am Untersuchungstag sollten Sie – wenn irgend möglich - auf Ihr Frühstück verzichten. Nur so ist eine gute Beurteilung durch den Ultraschall möglich.

Da pro Tag zahlreiche Untersuchungen in der Abteilung durchgeführt werden, bitten wir Sie um Verständnis dafür, wenn Sie eventuell erst am Nachmittag zur Untersuchungen gerufen werden.

Für die Ultraschall-Untersuchung benötigen Sie keine Einverständniserklärung und keine aktuelle Blutgerinnung, es sei denn, eine Organpunktion (z.B. Gewebeprobe aus der Leber) oder eine Kontrastmittel-Ultraschalluntersuchung ist geplant. In diesen Fällen benötigen wir neben Ihren aktuellen Blutgerinnungswerten noch Ihre schriftliche Einverständniserklärung auf einem speziell dafür vorgesehen Formblatt nach einem ausführlichen Aufklärungsgespräch.

Nach der Untersuchung wird sofort ein Befund (mit Bildern) erstellt, der zusammen mit Ihnen auf Ihre jeweilige Station gebracht wird, so dass Ihr weiterbehandelnder Arzt sofort über das Ergebnis der Untersuchung informiert ist.

Wie läuft die gastroenterologische Funktionsdiagnostik ab?

Zur gastroenterologischen Funktionsdiagnostik gehören manometrische Untersuchungen (Druckmessungen) in der Speiseröhre oder im Dünndarm, Untersuchungen der Magensäuresekretion und der Säurebelastung der Speiseröhre (pH-Metrie) sowie Wasserstoff-Atemtests (H2-Atemtest) zur Untersuchung der bakteriellen Dünndarmbesiedlung, der Milch- und Fruchtzuckerunverträglichkeit und Resorptionstests des Dünndarms.

Diese Untersuchungen erfordern, dass Sie nüchtern untersucht werden, d. h. das Sie die letzte Mahlzeit am Vorabend der der Untersuchung zu sich genommen haben.

Bitte trinken Sie morgens am Tag der Untersuchung nichts und putzen Sie sich auch nicht die Zähne oder spülen den Mund mit Wasser aus. Bitte nehmen Sie auch keine Bonbons oder Kaugummi zu sich. Diese Untersuchungen werden zwischen 8.00 und 11.00 Uhr durchgeführt.

Für Untersuchungen der Schließmuskelfunktion des Enddarms (Druckmessung, etc) müssen Sie nicht nüchtern sein. Es genügt eine Reinigung des Enddarms durch einen kleinen Einlauf (Klistier), den wir Ihnen unmittelbar vor der Untersuchung verabreichen.

Für diese Untersuchungen (Druck- und, pH-Metriemessung) benötigen wir Ihre schriftliche Einverständniserklärung auf einem speziell dafür vorgesehen Formblatt nach einem ausführlichen Aufklärungsgespräch.

Auf was muss ich nach Beendigung der Untersuchung (Endoskopie, Sonographie) achten?

Im Regelfall können Sie sofort nach Ultraschall- und Laboruntersuchungen sowie wenige Stunden nach einer Endoskopie wieder uneingeschränkt essen und trinken. Ihr Stationsarzt (bei ambulanten Untersuchungen: Ihr untersuchender Arzt) teilt Ihnen definitiv mit, ab wann Sie wieder essen dürfen und wann Sie in welcher Dosierung Insulin bzw. Blutzucker-senkende Tabletten bzw. wieder die Blutgerinnung-hemmenden Medikamente einnehmen dürfen. Er informiert Sie auch über spezielle Verhaltensregeln nach therapeutischen Eingriffen.

Falls doch Unannehmlichkeiten nach einer Untersuchung bzw. einem Eingriff auftreten sollten, melden Sie sich bitte unbedingt auf Station oder nach ambulant durchgeführten Untersuchungen über unsere Notaufnahme.

Wie läuft die Diabetes-Schulung?

Wir führen strukturierte Schulungen für Patienten mit Typ I- und Typ II- Diabetes mellitus sowie für Patientinnen mit Diabetes mellitus während einer Schwangerschaft (Gestationsdiabetes) durch. Die entsprechenden Termine erhalten Sie über unser Sekretariat (Telefon: 06441 79-2351) bzw. diese sind auf allen Stationen des Hauses bekannt. Die Schulungen finden aktuell jeden Dienstag ab 13:30 Uhr im kleinen Hörsaal (11. OG) statt.