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Häufige Fragen

Bei mir besteht der Verdacht auf eine Tumorerkrankung, wie geht es weiter?

In Absprache mit Ihrem Hausarzt werden wir einen Termin für Sie vereinbaren, ob zunächst ambulant oder direkt stationär werden wir anhand dessen, was Ihr Hausarzt uns berichtet, gemeinsam entscheiden.

Natürlich können Sie auch selbst einen Termin ausmachen, Telefonnummern finden Sie auf der Kontaktseite.

Was muss ich zu einem ambulanten oder stationären Termin mitbringen?

Wichtig ist für einen ambulanten Termin eine Überweisung von Ihrem Hausarzt, für einen stationären Termin eine Einweisung. Außerdem hilft es uns weiter, wenn Sie Unterlagen von bisherigen Untersuchungen oder CD´s mit Röntgenbildern mitbringen. Für einen stationären Aufenthalt sind je nach geplanter Länge die Dinge mitzubringen, die Sie für jeden stationären Aufenthalt einpacken.

In der Ambulanz können immer wieder Wartezeiten entstehen, die Sie z.B. durch Mitnahme von Lesestoff aber auch Essen und Trinken überbrücken können.

Werden nur Krebserkrankungen in der Klinik für Hämatologie/Onkologie und Palliativmedizin behandelt?

Die meisten Patienten, die in unserer Klinik behandelt werden, haben eine Krebserkrankung und erhalten Medikamente oft in Form einer Chemotherapie. Darüber hinaus gibt es aber auch spezielle Formen der Blutarmut oder andere Bluterkrankungen wie Gerinnungsstörungen, die eine hämatologische Therapie notwendig machen.

Außerdem behandeln wir in der Palliativmedizin auch Patienten mit anderen schweren Erkrankungen, z.B. des Herz-Kreislaufsystems.

Wie läuft eine ambulante Chemotherapie ab?

Zunächst spricht einer der Fachärzte der Klinik mit Ihnen, schaut nach, welche Unterlagen vorliegen, welche Untersuchungen noch durchgeführt werden müssen, und legt das Therapiekonzept fest. Viele Patienten werden zusätzlich in der Tumorkonferenz besprochen. Dies alles wird genau mit Ihnen besprochen und Sie bekommen Informationen zu der geplanten Therapie. Gerne können Sie auch eine Zweitmeinung in einer anderen Klink einholen, wir geben Ihnen die Unterlagen dann entsprechend mit und vermitteln auch gerne einen Termin.

Wenn Sie zur Therapie kommen, wird als erstes Blut abgenommen, weiter erfolgt ein Gespräch mit einem unserer Ärzte. Wenn die Blutwerte in Ordnung sind wird dann die Chemotherapie bestellt und in unserer Apotheke individuell für Sie zubereitet.

Sobald das Medikament in der Ambulanz angekommen ist, wird es Ihnen verabreicht. Wenn Sie dann fertig sind, dies ist spätestens am frühen Nachmittag der Fall, können Sie nach Hause gehen. Ein Folgetermin wird Ihnen direkt mitgegeben.

Welche Nebenwirkungen können nach der Therapie auftreten, wie soll ich mich dann verhalten?

Die Nebenwirkungen einer Therapie sind abhängig von der Art des Medikamentes. Die möglichen Nebenwirkungen werden Ihnen vorher ganz genau erklärt. Durch zusätzliche Medikamente, die oft schon prophylaktisch (vorsorglich) gegeben werden, können Nebenwirkungen abgeschwächt oder verhindert werden. 

Sollten bei Auftreten bestimmter Nebenwirkungen auch bestimmte Maßnahmen Ihrerseits notwendig sein, werden wir Ihnen das dann genau erklären.

Sollte es zu Nebenwirkungen kommen, können Sie jederzeit in der Ambulanz anrufen oder auch mit Ihrem Hausarzt sprechen. Sollten am Wochenende oder nachts schwere Nebenwirkungen auftreten, können Sie jederzeit in unserer Notaufnahme vorstellig werden, von hier aus ist dann ein Onkologe telefonisch immer erreichbar.

Was passiert, wenn ich die Therapie nicht vertrage?

Sollten Sie eine Chemotherapie nicht vertragen, werden wir zunächst gemeinsam sehen ob mit zusätzlichen Medikamenten, z.B. gegen Übelkeit, eine bessere Verträglichkeit erreicht werden kann. Sollte dies nicht der Fall sein, wird im nächsten Schritt in der Regel die Dosis der Chemotherapie reduziert, sollte auch hierunter keine Besserung Ihrer Beschwerden eintreten, muss über einen Wechsel des Medikaments nachgedacht werden. Dies wird ganz individuell im gemeinsamen Gespräch entschieden.

Wie wird der Erfolg einer Chemotherapie gemessen?

Sollte es sich um eine „Sicherheitschemotherapie“ (sog. adjuvante Chemotherapie) nach z.B. einer Operation bei Darm- oder Brustkrebs handeln, gibt es keine „messbaren Tumorläsionen“, d.h. die Therapie wird verabreicht, damit der Tumor nicht wieder kommt. Hier gibt es nach der Chemotherapie dann die Nachsorgekontrollen.

Sollte die Chemotherapie durchgeführt werden, um einen Tumor zu verkleinern, wird in regelmäßigen Abständen die Tumorgröße, bzw. Aktivität gemessen. Dies geschieht normalerweise durch CT´s. Bei manchen Tumoren werden andere Messgrößen herangezogen, z.B. bestimmte Blutwerte (Eiweißstoffe im Blut oder Tumormarker).

Kann ich nach einer Chemotherapie mit dem Auto fahren?

Dies hängt davon ab, welche Chemotherapie und insbesondere welche zusätzlichen Medikamente Sie erhalten. Am Besten, Sie fragen direkt den Arzt, der Sie über die Chemotherapie informiert, ob Sie Auto fahren können. Wir empfehlen Ihnen aber in jedem Fall nach der ersten Therapiegabe nicht selbst zu fahren. Grundsätzlich besteht der Anspruch auf eine Übernahme der Fahrtkosten mit einem Krankentransport/ Taxi durch die Krankenkasse.

Fallen bei jeder Chemotherapie die Haare aus?

Bei einer Vielzahl von Chemotherapien kommt es heute nicht mehr zu einem Haarausfall. Trotzdem gibt es einige Medikamente von denen wir wissen, dass die Haare mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ausfallen. Hierüber werden wir mit Ihnen vor Beginn der Therapie sprechen. Wir empfehlen in diesen Fällen auf jeden Fall die Anfertigung einer Perücke, die von der Krankenkasse bezahlt wird.

Welche Nebenwirkungen können direkt während der Chemotherapiegabe auftreten?

Die meisten Patienten merken von der Chemotherapie beim Einlaufen der Substanz keinerlei Nebenwirkungen. Viele Patienten fühlen sich direkt nach der Therapiegabe müde. Selten kommt es zu Übelkeit, schon vor der Chemotherapie erhalten Sie aber Medikamente gegen Übelkeit, damit es gar nicht dazu kommt. Über die speziellen Nebenwirkungen Ihrer Chemotherapie wird Sie der Arzt, der mit Ihnen die Therapie bespricht, ausführlich informieren.

Werden in der onkologischen Ambulanz nur Chemotherapien gegeben?

Wir führen eine medikamentöse Tumortherapie durch. Dies beinhaltet neben der klassischen Chemotherapie auch die Therapien mit Antikörpern oder anderen zielgerichteten Substanzen. Es handelt sich hierbei um neuere Medikamente, die zielgerichtet den Tumor angreifen und die übrigen Zellen schonen. Ob eine solche Therapie für Sie in Frage kommt, wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen.

Außerdem werden in der onkologischen Ambulanz auch Blutbildkontrollen durchgeführt, es werden Untersuchungen geplant, und Gespräche geführt.

Wie muss ich mich während einer Chemotherapiebehandlung verhalten?

Wichtig ist, dass Sie Ihr normales Leben, soweit möglich, weiterführen, sich auch mit Freunden treffen und die Dinge tun können, die Ihnen gut tun. Welche speziellen Verhaltensmaßnahmen Sie im Einzelnen einhalten sollten, wird Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen besprechen. Wichtig ist, dass Sie bei Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen, z.B. Fieber, mit uns Kontakt aufnehmen.

Zwischenzeitlich kann es notwendig sein, prophylaktisch ein Antibiotikum zu nehmen oder regelmäßig zu Blutbildkontrollen zu kommen oder z.B. auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten. Dies alles werden wir mit Ihnen im Bedarfsfall besprechen und dies gilt nur in Ausnahmesituationen.

Kann ich während einer Chemotherapie in Urlaub fahren?

Viele Chemotherapiegaben verlaufen in Abständen von einer bis mehreren Wochen. Sollte eine Chemotherapie auf längere Zeit angelegt sein, ist eine Urlaubsreise durchaus möglich. Im Rahmen der Therapieplanung sprechen Sie uns diesbezüglich an und wir werden gemeinsam die Chemotherapie so planen, dass eine Urlaubsreise möglich ist. Aus Sicherheitsgründen raten wir von Fernreisen während einer Chemotherapie ab.

Was ist mit verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und alternativen Therapien (sog. komplementären Verfahren)?

Wir werden mit Ihnen die verschiedenen Therapiemöglichkeiten ausführlich besprechen. Sollte es mehrer Möglichkeiten einer seriösen Therapie geben, werden wir diese verschiedenen Möglichkeiten mit Ihnen besprechen und Ihnen eine Empfehlung geben. Mit dieser Empfehlung können Sie sich in einer anderen Klinik eine zweite Meinung einholen. Wir unterstützen das gerne, indem wir einen Termin für Sie vereinbaren und Ihnen die entsprechenden Unterlagen aushändigen.

Es gibt eine Vielzahl von zusätzlichen Behandlungsmöglichkeiten, (insbesondere aus dem komplementärmedizinischen Bereich). In wie weit diese Therapieformen echte Behandlungsalternativen darstellen, bleibt dahingestellt. Wenn Sie hierzu konkrete Fragen haben, sprechen Sie uns an, wir werden Sie gerne beraten.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Hämatologie“?

Die Hämatologie (der Name kommt von dem griechischen Wort „haima“= Blut) beinhaltet die Behandlung von Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe. Es handelt sich hierbei oft um bösartige Erkrankungen wie zum Beispiel den verschiedenen Leukämie-Formen oder Erkrankungen des lymphatischen Systems (maligne Lymphome). Aber auch andere Krankheiten wie z.B. Gerinnungsstörungen und einige Formen der Blutarmut werden in der Hämatologie behandelt.

Was bedeutet „Onkologie“?

Die Onkologie beinhaltet die Diagnostik und Therapie solider Tumoren. Hierzu zählen zum Beispiel Darmkrebs oder Lungenkrebs. Ebenso gehören die Beratung zu Vorsorgemaßnahmen und die Organisation der Nachsorge nach Abschluss der Behandlung zu den Aufgaben der Onkologie.

Die medikamentöse Tumortherapie umfasst die klassische Chemotherapie, aber auch neue Therapieformen wie die Gabe von Antikörpern oder anderen zielgerichteten Substanzen („target therapies“), die die einzelnen Tumorzellen angreifen und die gesunden Körperzellen schonen. Hierdurch wird die Therapie nebenwirkungsärmer und relativ gut verträglich. Welche Therapieform für den einzelnen Patienten geeignet ist, hängt hauptsächlich von der Tumorart und dem Tumorstadium ab, d.h. wie weit die Erkrankung zum Diagnosezeitpunkt fortgeschritten ist.

Zur erfolgreichen Therapie bösartiger Erkrankungen ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von großer Bedeutung. Im Fall von bestimmten Krankheiten kann es notwendig sein, eine Kombinationsbehandlung aus Chemotherapie, Strahlentherapie und Operation durchzuführen. Daher sind enge Kooperationen mit den anderen Kliniken des Hauses wichtig, auch um einen optimalen Behandlungsablauf zu gewährleisten.

Was heißt „Palliativmedizin“?

Im Blickpunkt der Palliativmedizin stehen die Patienten, deren Erkrankung nicht mehr heilbar ist und die eine durch die Krankheit begrenzte Lebenserwartung haben. Behandlungsziel ist die Linderung von Symptomen wie Schmerzen oder Angst aber auch Überlegungen zu ganz praktischen Aspekten, wie der Vorbereitung einer Entlassung nach Hause oder in das Hospiz.

Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es eines gut funktionierenden Teams, zu dem verschiedene Berufsgruppen gehören. Neben den Ärzten und Schwestern/Pflegern werden hier auch Psychologen, Seelsorger und Sozialarbeiter tätig. Weiterhin ist eine enge Kooperation mit allen, die sich im ambulanten Umfeld um die Patienten kümmern wichtig, dies sind in erster Linie die Hausärzte und Pflegedienste. Die Patienten kommen entweder von Zuhause oder werden aus anderen Krankenhäusern oder auch Abteilungen des Hauses übernommen.

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