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Der Begriff „Anästhesie“ bezeichnet im Allgemeinen die Betäubung und/oder Narkose; im Sprachgebrauch innerhalb von Krankenhäusern sind mit dem Begriff „Anästhesie“ auch oft die „Abteilung für Anästhesie“ gemeint. Der sprachliche Ursprung rührt vom griechischen Begriff Anaesthesia her, was soviel wie Empfindungslosigkeit bzw. Betäubung bedeutet.

Man unterscheidet:

  • die Lokalanästhesie oder örtliche Betäubung, bei der durch Einspritzen eines Betäubungsmittels nur ein kleiner Bezirk des Körpers empfindungslos gemacht wird
  • die Regionalanästhesie, eine Betäubung, die sich auf einen größeren Körperabschnitt erstreckt
  • die Allgemeinanästhesie oder Narkose, bei der der Patient in einen vorübergehenden Zustand der Bewusstlosigkeit versetzt und das Schmerzempfinden im gesamten Körper ausgeschaltet wird

Alle Regional- oder Allgemeinanästhesieverfahren obliegen der Verantwortung von Anästhesie-Ärzten.

Anästhesiologie bezeichnet die Lehre und Forschung über das Fachgebiet der Anästhesie. Seit 1953 ist die Anästhesiologie als eigenständiges Fachgebiet mit eigener Facharztbezeichnung und dafür erforderlichen Facharztprüfungen in die Reihe der medizinischen Fachgebiete eingebunden.

Analgesie ist die Aufhebung der Schmerzempfindung.

Narkose ist ein reversibel und steuerbar erzeugter Zustand, der eine operative oder diagnostische Maßnahme unter Ausschaltung von Schmerzempfinden und Bewusstsein ermöglicht.

Größere chirurgische Eingriffe werden durch eine angemessene Anästhesie möglich.

Neben der Ausschaltung von Schmerz und Bewusstsein übernehmen Anästhesisten während einer Operation die Überwachung und Aufrechterhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen. Insbesondere kümmern sie sich um Atmung und Kreislauf.

Eine intensivmedizinische Behandlung wird nach großen Eingriffen oder bei Begleiterkrankungen mit Gefährdung der Vitalfunktionen (Herz/Kreislauf/Atmung/Stoffwechsel) auf der anästhesiologisch geführten Operativen Intensivstation gemeinsam mit den jeweiligen Operateuren durchgeführt.

Ein weiteres Aufgabengebiet stellt die Behandlung operations- und krankheitsbedingter Schmerzen dar.

Anästhesisten betreuen zusammen mit anderen Abteilungen Notfallpatienten auf dem Notarztwagen und in der Klinik.