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Häufige Fragen

Wer darf Blutspenden?

Es gibt zahlreiche Auswahlkriterien für die Zulassung als Blutspender. Daher ist es nicht möglich, an dieser Stelle alle Kriterien zu erwähnen. Letztlich entscheidet der Arzt nach einem Gespräch, einer orientierenden körperlichen Untersuchung und evtl. weiteren Untersuchungsergebnissen bei jeder Blutspende über die Zulassung zur Blutspende.&nb

Altersgrenzen

Blutspenderinnen und Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt sein. 

Maximale Spendenanzahl pro Jahr

Männer dürfen pro Jahr nicht mehr als 6 Vollblutspenden und Frauen nicht mehr als 4 Vollblutspenden leisten.

Spendeabstand

Der Mindestabstand zwischen zwei Vollblutspenden muss 8 Wochen betragen.

Gesundheitszustand des Spendewilligen

Spendewillige müssen gesund sein. Erkrankungen können zu einer dauerhaften Zurückstellung als Blutspender führen. Nach Operationen, bestimmten medizinischen Untersuchungen usw. werden die Spendewilligen zeitweise von der Blutspende zurückgestellt. 

Medikamenteneinnahme

Unter Umständen kann trotz Medikamenteneinnahme Blut gespendet werden, wobei der Arzt, der für den Blutspendetermin verantwortlich ist, jeden Einzelfall entscheidet. Sofern Medikamente eingenommen werden, tragen Sie bitte die Namen der Medikamente im Spenderfragebogen ein. Einige Arzneimittel, die Sie als Spender einnehmen, können mit dem Blut auf den Empfänger übertragen werden und schädigend wirken. Haben Sie bitte Verständnis, wenn nach Entscheidung des Arztes von einer Blutspende abgesehen werden muss.

Auslandsreisen

Aufenthalte in bestimmten Ländern können zu einer zeitweisen Zurückstellung als Blutspender führen.

Was müssen Sie zur Blutspende mitbringen?

Blutspender müssen sich zur Identitätssicherung bei jeder Blutspende mit einem gültigen Personalausweis ausweisen.

Was sollten Sie beim Blutspenden beachten?

Sie müssen über 18 Jahre alt sein. Sie sollten vor der Blutspende normal gegessen und viel getrunken (besonders bei Hitze; kein Alkohol!) haben. Nüchtern sollte man niemals Blut spenden. Falls Sie erkältet sind, eine andere Infektion haben oder sich aus anderen Gründen nicht wohl fühlen, sollten Sie nicht zur Spende kommen. Frauen dürfen in der Schwangerschaft und 6 Monate nach Entbindung nicht spenden. Weiterhin sollten Sie während der Regelblutung und in der Stillzeit nicht spenden.

Bitte bringen Sie genügend Zeit mit. Insgesamt kann es ca. 1 Stunde dauern.

Was passiert vor der Blutspende?

Vor der ersten Blutspende wird der Blutspender über Wesen, Bedeutung und Durchführung und dessen mögliche Nebenwirkungen bei ihm selbst sowie über Risiken für die Patienten aufgeklärt. 

Vor jeder Blutspende muss sich der Spendewillige durch ein gültiges amtliches Personaldokument (z.B. Personalausweis, Reisepass, Führerschein usw.) ausweisen. Weiterhin muss der Spender seine Einwilligung in die Blutentnahme und die mit der Spende verbundene Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personengebundener Daten schriftlich geben. Außerdem muss der Spender erklären, dass die Blutbank des Klinikums Wetzlar-Braunfels über die Spende verfügen kann. 

Der Spender muss vor jeder Blutspende einen schriftlichen Fragebogen zur gesundheitlichen Vorgeschichte beantworten. Diese Befragung ist eine Maßnahme, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Auswahl der Blutspender in Verbindung mit den Laboruntersuchungen, die bei jeder Blutspende durchgeführt werden, tragen zu einer außerordentlich hohen Sicherheit der Blutpräparate bei.

Welche Untersuchungen werden vor der Blutspende durchgeführt?

Die Untersuchungen vor einer Spende dienen zum einen dem Gesundheitsschutz des/der Spenders/in, zum anderen der Gewährleistung einer höchstmöglichen Qualität des gewonnenen Blutes.

Dazu ist es notwendig, dass wir vor jeder Spende die notwendigen Informationen zur Beurteilung Ihres Gesundheitszustandes erhalten. Daher erhalten Sie einen ausführlichen Fragebogen. Bei Unklarheiten werden - nur mit Ihrer Einwilligung - Auskünfte über Erkrankungen bei anderen Ärzten oder ärztlichen Dienststellen eingeholt.

Bei bestimmten Erkrankungen, wie z.B. Herzerkrankungen oder der Neigung zu Krampfanfällen, kann die Blutspende eine negative Auswirkung auf die Gesundheit des Betreffenden haben. Falls wir bei der Spendervoruntersuchung ein solches Risiko feststellen, werden wir dies mit Ihnen besprechen und Ihnen von einer Blutspende zugunsten Ihrer Gesundheit abraten.

Vor jeder Spende werden u.a. Blutdruck, Puls und Temperatur gemessen. Abweichungen können zu einer Zurückstellung als Blutspender führen.

Folgende Blutuntersuchungen werden bei einer Blutspende durchgeführt:

  • Hämoglobinwert
  • Infektionsmarker (Hepatitis B und - C, HIV1/2, Syphilis)
  • Blutgruppe und Antikörpersuchtest bei Bedarf

Als Blutspender haben Sie die Möglichkeit, sich kostenlos einen Blutspenderpass ausstellen zu lassen.

Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes. Wir sichern Ihnen insbesondere auch eine Wahrung der Vertraulichkeit aller gesundheitsbezogenen Angaben, Ergebnisse der Spenderuntersuchungen sowie der späteren Rückverfolgbarkeit der Spende zu.

Selbstverständlich informieren wir Sie, sollten wir auffällige Befunde erheben.

Wie erfolgt die Blutentnahme?

Im Spenderaum stehen bequeme Liegen bereit. Die Mitarbeiterinnen der Blutbank besprühen die vorgesehene Einstichstelle im Bereich der Ellenbeuge mit einer keimtötenden Lösung. Anschließend wird mit einer Einmalkanüle ein venöses Blutgefäß punktiert und ungefähr 450 – 500 ml Blut entnommen. Die Blutentnahme selbst dauert ca. 10 Minuten.

Nach Beendigung der Blutentnahme wird die Einstichstelle durch eine Kompresse versorgt. Wir möchten Sie bitten, die Kompresse ungefähr 5 Minuten zur Verhinderung von Blutergüssen auf die Einstichstelle zu drücken. Ist die Blutstillung erfolgt, so wird die Einstichstelle mit einem Pflaster oder einem kleinen Verband abgedeckt.

Welche Nebenwirkungen sind bei einer Blutspende zu erwarten?

Während der Blutentnahme werden Sie von Mitarbeitern des Spendeteams ununterbrochen überwacht. Eine mögliche Nebenerscheinung, die vor, während oder nach der Blutentnahme auftreten kann, ist ein vorübergehendes Absinken des Blutdruckes. Dieser Blutdruckabfall kann in seltenen Fällen zur Ohnmacht führen. Bitte geben Sie körperliche Veränderungen, die darauf hinweisen (z.B. Schweißausbruch, flaues Gefühl, Schwarzwerden vor den Augen) sofort bekannt, damit wir entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen können.

Verletzungen durch Ohnmacht-bedingte Stürze (wie z.B. Platzwunden oder Zahnschäden) sowie schwere lebensbedrohliche Komplikationen und Überempfindlichkeitserscheinungen (wie z.B. schwerer Blutdruckabfall und Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen, Sauerstoffmangel, Krampfanfälle, Hyperventilation, allergische Reaktionen, Schlaganfall, Herzinfarkt) sind sehr selten. Im Bereich der Einstichstelle kann es während und nach der Entnahme zu Blutergüssen, stärkeren Nachblutungen, Verletzungen von Arterien, Entzündungen des punktierten Gefäßes, Thrombosen, Embolien oder einer Schädigung von Nerven kommen. Eine Nervenschädigung kann je nach betroffenem Nerv verschiedene Folgen haben. Diese können eine vorübergehende Schmerzempfindung, eine kurzfristige Lähmung, ein Taubheitsgefühl bis hin zu chronischen unbeherrschbaren Schmerzen oder eine andauernde Lähmung sein .In der Regel wird die Spende jedoch sehr gut vertragen und führt zu keinerlei Gesundheitsbeeinträchtigung.

Wie verhalte ich mich nach der Blutspende?

Getränke stehen für Sie ausreichend zur Verfügung. Zur Verhinderung von Kreislaufproblemen sollte die Ruhezeit ca. 30 Minuten betragen, bevor Sie die Blutbank verlassen.

Frühestens 30 Minuten nach der Spende können Sie am Straßenverkehr teilnehmen. Bei fahrendem Personal öffentlicher Verkehrsmittel oder bei sonstigen Berufsfahrern sowie bei Personen, die in schwindelnder Höhe arbeiten müssen, muss die Pause nach der Blutspende mindestens 12 Stunden betrag

Selbstausschluss

Nach der Spende füllen Sie, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, den sogenannten vertraulichen Spenderselbstausschluss aus. Auf diesem Bogen werden Sie nach der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe z.B. für AIDS gefragt und müssen entscheiden, ob Ihr Blut für Kranke und Verletzte verwendet werden kann oder nicht.

Was passiert mit meinem Blut?

Aus der Vollblutspende werden verschiedene Blutkomponenten gewonnen und jeder Blutbestandteil findet seine gezielte Anwendung am Patienten.

Um diese Einzelbestandteile zu erhalten, wird der Vollblutbeutel nach der Spende zentrifugiert und sorgfältig verarbeitet. Aus den roten Blutkörperchen gewinnt man die „Blutkonserve“ (Erythrozytenkonzentrat). Die Blutkonserve dient u.a. der Verbesserung der Sauerstoffversorgung bei Blutverlusten. Da rote Blutkörperchen nur etwa 6 Wochen haltbar sind, ist der Bedarf an Spenderinnen und Spendern immer vorhanden: Lebensrettendes Blut – davon gibt es nie genug!

Thrombozytenkonzentrat und Plasma werden u.a. zur Behandlung von Gerinnungsstörungen eingesetzt.

Technisch ist es möglich und notwendig Plasma einzufrieren, welches dadurch über Monate haltbar ist. Gesetzliche Bestimmungen sehen vor, dass das heute gewonnene Plasma zunächst in ein Quarantänelager überführt wird. Erst nach einer zweiten Blutspende mit wiederholt negativ getesteten Infektionsparametern kann das Plasma aus der letzten Spende für Patienten verwendet werden. Auch aus diesem Grunde sind wir an einer regelmäßigen Spende - mindestens zweimal im Jahr - sehr interessiert.

Wie sicher ist das Blutspenden?

Der wichtigste Aspekt der Spende ist die Herstellung von möglichst risikoarmen Blutprodukten. Medizinische Erkenntnisse in den letzen Jahren haben gezeigt, dass einige Infektionserkrankungen wie z.B. AIDS oder Hepatitis (Gelbsucht) durch Blut oder Blutbestandteile übertragen werden können. Diese ansteckenden Viren breiten sich nicht durch alltägliche Kontakte aus.

Unsere Aufgabe als Ärzte und Ärztinnen in dieser Abteilung ist es zu verhindern, dass AIDS oder andere Erkrankungen durch Bluttransfusionen auf Patienten übertragen werden.

Aus diesem Grunde stellen wir Ihnen eine Reihe von Fragen, die dazu dienen, Risikofaktoren für eine solche Infektion zu erfassen. Dies ist besonders wichtig, obwohl alle Blutspenden auf HIV, Hepatitis B, - C und Syphilis getestet werden. Allerdings können vom Moment der Infektion einige Tage oder Wochen verstreichen, bis der Nachweis der Infektion im Labor möglich ist.

Um eine Übertragung von Infektionserregern, deren Nachweis zum Zeitpunkt der Spende nicht möglich war, zu verhindern, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Bitte melden Sie uns das Auftreten von Infektionskrankheiten in jedem Fall.

Wie setzt sich Blut zusammen?

55% Blutplasma

Blut besteht zu ca. 55% aus Blutplasma, einer klaren, gelben Flüssigkeit. Plasma besteht überwiegend aus Wasser, sowie 4,5% Eiweiß, aus denen hochwirksame Arzneimittel hergestellt werden.

45% Blutzellen

Die Blutzellen setzen sich unterschiedlich zusammen: rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten). Diese Blutzellen werden im Knochenmark produziert. In einem mm³ gesunden Blutes „schwimmen“ 4,5 Millionen rote Zellen, 7000 weiße Blutkörperchen und 250.000 Blutplättchen.

Kann ich Blut spenden, wenn ich an AIDS oder Hepatitis erkrankt bin?

Da AIDS und Hepatitis durch Sexualkontakte oder durch Spritzen bei Drogenmissbrauch übertragen werden kann, dürfen alle Personen, die ein risikobehaftetes Sexualverhalten haben wie Prostituierte, Drogenabhängige oder Personen, die aus Gebieten einreisen, in denen sich Infektionskrankheiten wie AIDS vergleichsweise weit ausgebreitet haben oder die im Gefängnis waren, nicht Blut spenden. Die Anzeichen von AIDS entnehmen Sie bitte unserem Faltblatt: „Was Sie über AIDS wissen sollten“.

Infektiöse Hepatitis ist eine Erkrankung der Leber, die durch Viren hervorgerufen wird. Es gibt verschiedene Virustypen, die dafür verantwortlich sein können. Anzeichen können sein:

  • grippeartige Beschwerden, leichtes Fieber
  • Magen-Darmbeschwerden, Appetitlosigkeit, Übelkeit,
  • Gelbfärbung der Haut und der Augen, farbloser Stuhl
  • Juckreiz

Wenn bei Ihnen eines oder mehrere der genannten Anzeichen auftreten, bitten wir Sie, nicht zu spenden und den Arzt/die Ärztin der Blutspende zu informieren.

Wie erfolgt die Aufklärung vor der Blutspende?

„Einwilligung nach vorheriger Aufklärung“: Durch das Gespräch mit dem Arzt, durch das Lesen der Merkblätter und des Fragebogens versuchen wir Sie ausführlich über die Spende aufzuklären. Erst danach geben Sie die Einwilligung in die Spende. Sie können jedoch zu jedem Zeitpunkt des Spendeablaufes von der Spende Abstand nehmen und auch jederzeit Fragen stellen.

Kann ich meine Einwilligung zur Blutspende wieder zurück ziehen?

„Rücktritt“: Als Spender haben Sie jederzeit die Möglichkeit, von der Spende zurückzutreten bzw. ohne Angabe von Gründen abzubrechen.

Was bedeutet, dass die Blutspende zurück gestellt ist?

„Rückstellung“: Gewisse Situationen bedingen, dass Sie für einen gewissen Zeitraum nicht spenden dürfen z.B. nach Reisen in asiatische Länder, Tätowierungen oder Darmspiegelungen. Nach Ablauf dieser Pause können Sie als Spender wieder in unserer Abteilung spenden.